Die USA unter Präsident Barak Obama wollen eine UN-Deklaration gegen die Diskriminierung von Homosexuellen unterzeichnen, die von Expräsident George W. Bush noch abgelehnt worden war.
Das Weisse Haus unterrichtete die französischen Initiatoren der Deklaration von der Entscheidung, wie am Dienstag aus Regierungskreisen verlautete. Die US-Regierung war im Dezember 2008 heftig kritisiert worden, als sie dem Dokument als einziger Staat der westlichen Welt die Zustimmung verweigert hatten. Zu den Unterzeichnern gehören auch alle 27 EU-Staaten.
Die Menschenrechte seien unteilbar, sagte ein hoher Regierungsbeamter der Nachrichtenagentur AP. Auch die USA seien besorgt über «Gewalt und (pink cross) Menschenrechtsverletzungen, begangen an Schwulen, Lesben, Transsexuellen und Bisexuellen». Die Regierung wende sich auch gegen «die Kriminalisierung der sexuellen Orientierung in vielen Ländern».
In 70 UN-Mitgliedsstaaten gibt es Gesetze gegen Homosexualität. Bei der Abstimmung über die Deklaration im Dezember fand das Dokument die Unterstützung von 66 der 192 Mitgliedsstaaten.
Quelle: AP / www.20min.ch
(pink cross) In Dänemark können homosexuelle Paare künftig Kinder adoptieren. Ein entsprechendes Gesetz wurde am Dienstag vom Parlament in Kopenhagen beschlossen.
Für die Vorlage des parteilosen Abgeordneten Simon Emil Ammitzboell stimmten 62 Abgeordnete, 53 votierten dagegen. Die regierende rechtsliberale Partei von Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen und ihr Koalitionspartner, die rechtspopulistische Dänische Volkspartei, hatten das Vorhaben offiziell nicht unterstützt. Einzelne liberale Abgeordnete stimmten jedoch mit der Opposition für das Gesetz, das homosexuellen Paaren künftig erlaubt, dänische und ausländische Kinder zu adoptieren.
Dänemark hatte 1989 als erstes Land der Welt die standesamtliche Hochzeit von homosexuellen Paaren unter dem Namen «eingetragene Partnerschaft» eingeführt.
Seit 1999 haben gleichgeschlechtliche Paare in Dänemark zudem die Möglichkeit, das Kind des Partners zu adoptieren. Die Adoption eines Kindes, das von keinem der beiden abstammt, war bislang noch ausgeschlossen.
Quelle: SDA/ATS / www.20mintuen.ch