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13.06.2016

BjoernSunshine

Terror in Orlando am Tag der Zurich Pride

Während wir in Zürich Gay Pride feierten, uns vielleicht über den Regen auf dem Festplatz oder die billige Deko an einer Party aufregten und die Security wie üblich einen friedlich baumelnden Schwanz als grösste Bedrohung unserer Sicherheit betrachtete, tötete im Gayclub "Pulse" in Orlando ein fanatischer Schwulenhasser 50 Menschen mit dem Sturmgewehr. Kurz vor der Tat rief er noch die Polizei an und bekannte sich als Sympathisant des "Islamischen Staats" IS. Dass tatsächlich eine Verbindung zu der Terrorgruppe bestand, wird jedoch bezweifelt.

Der Täter war amerikanischer Staatsbürger, afghanischer Herkunft, arbeitete in einer Sicherheitsfirma, wo er legal zu Waffen kam und wurde als jähzornig bezeichnet. Für Donald Trump jedoch kein Grund, den Terroranschlag nicht sofort für seinen Wahlkampf zu instrumentalisieren, unerbittliche Härte gegen alle muslimischen Einwanderer und sogar die Absetzung Präsident Obamas zu fordern.

Wie immer nach Terroranschlägen fordern Bürger mehr Sicherheit und Politiker wettern gegen Ausländer und steigern unnütze repressive Massnahmen um Aktivismus zu demonstrieren. Das Problem jedoch liegt ganz woanders. Es liegt in einer Welt, die mit ihrem Fokus auf Macht und Geld immer unmenschlicher wird. Immer mehr Menschen fühlen sich machtlos gegenüber dem System, unverstanden und frustriert. Das System generiert Wutbürger und lässt sie via Soziale Medien in die Arme fundamentalistischer Religionsgemeinschaften fallen, die denen, die mit der Freiheit nicht klarkommen, klare Regeln und falsche Hoffnungen geben, um sie für ihre eigenen Machtinteressen zu instrumentalisieren.

Es war nur eine Frage der Zeit, bis der Hass gegen Freiheit und Lebensfreude diejenigen trifft, die Lebensfreude am schönsten zelebrieren: uns Gays an einer Gaypride-Party. Und es wird vermutlich nicht der letzte Anschlag gegen uns gewesen sein.

Was sollen wir nun tun? Den Schwanz einziehen, die Lebensfreude verstecken, uns in dunkle Löcher zurückziehen und - wie es Zürich schon seit Jahren macht - immer wieder so tun, als ob Homosexualität nur Tingel-Tangel wäre und mit Sexualität nicht das Geringste zu tun habe?

Nein! Ganz im Gegenteil! Wir sollten für unsere Werte einstehen und Freiheit, Liebe und Vielfalt hochhalten. Und wir sollten dafür einstehen, dass nicht nur angepasste (vordergründig asexuelle und politisch korrekte) LGBTIXXX toleriert werden, sondern dass unsere Gesellschaft ganz allgemein jedem Menschen das Recht auf freie Entfaltung seiner sexuellen Zufriedenheit gibt und keine Politik oder Religion diese Freiheitsrechte einschränken darf.

Wir sollten aufhören, in engen Grenzen nur für uns selber zu denken, denn genau das ist es, das den islamistischen Terror ausmacht: Für Islamisten sind Andersgläubige keine Menschen. Für Trump sind Mexikaner und Muslime keine Menschen. Für die SVP sind alle Ausländer potentielle Kriminelle und das OK unserer Zurich Pride demonstriert unter dem Motto "Team for LOVE" die Spaltung der Zürcher Gayszene, indem es so tut, als ob es in Zürich nur eine einzige Gayparty gäbe und alle anderen Veranstalter nicht existierten.

Seit Beginn des 21. Jahrhunderts hat die Welt ihre Visionen aufgegeben und verstrickt sich immer tiefer in Grabenkämpfen. Die Fronten sind verhärtet. Die Meinungen gemacht. Jeder wartet nur auf eine Gelegenheit, seine Standardparolen anzuwenden, um den eigenen Machtkampf voranzutreiben. So kommen wir nicht weiter.

Ich kann an der Weltpolitik nichts ändern. Ich kann nichts dagegen tun, dass die Mächtigen dieser Welt nur ihr eigenes Ego sehen und weitere Wutbürger generieren, die irgendwann austicken und andere Menschen töten. Ich habe nur ein Leben und vermutlich liest auch kaum jemand diese Zeilen. Also tue ich weiter das, was ich schon immer tat. Versuchen positiv zu denken und für meine Freunde ein Sunshine zu sein - aber ohne dabei für die Intoleranten dieser Welt den Schwanz einzuziehen.

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ahmed999
 Ich ging am gledichen Tag ins Magnus. Risiko null, auch wenn die Leute auf dem ganzrn Platz sahen dass da ein Schwuler hineingingvor 23 Monaten

 

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