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28.07.2016

BjoernSunshine

Ganz normal nackt am CSD Berlin

Es hiess doch immer, man solle am CSD Normalität demonstrieren und sich so zeigen wie man ist: als ganz normaler, netter Mensch, nicht anders als ein Hetero. Dieser nette Grieche am CSD Berlin sieht es wohl genauso und spaziert ganz normal, wie er geboren wurde, durch die Stadt. Und - oh wundervolles Berlin - keiner regt sich drüber auf.

Bilder: tumblr

27.07.2016

BjoernSunshine

The Cruise - das fünfte Mal an Bord

Wir waren von Anfang an dabei, als der bekannte Gaypartyveranstalter "La Demence" aus Brüssel 2011 zum ersten Mal ein Kreuzfahrtschiff chartete und uns unvergessliche Nächte auf See bescherte. Das letzte Jahr jedoch liessen wir aus, weil uns "The Cruise" 2014 überreguliert und zu kommerziell erschien. Im Juli 2016 wagten wir dennoch ein Comeback:

Die "Sovereign of the Seas" wurde1987 für die Reederei Royal Caribbean Cruises gebaut und war seinerzeit das grösste Kreuzfahrtschiff der Welt. Seit 2008 gehört das Schiff der spanischen Reederei Pullmantur Cruises (eine Tochter von RCC), mit der auch schon die früheren schwulen Kreuzfahrten von La Demence durchgeführt wurden. Mit einer Kapazität von maximal 2324 Passagieren ist die Souvereign fast doppelt so gross wie die Zenith, das Schiff unserer letzten La Demence Cruise. Ob die schon legendären Partys an Bord nun nochmals doppelt so gut werden würden? Wir waren gespannt...

Nach dem Boarding in Barcelona suchten wir gleich unsere Kabine, die teuerste Nicht-Suite auf Deck 9, und mein Freund musste sich erst mal übergeben. Der modrige Geruch war angeblich einem verstopften Abflusssystem zu verdanken. Wir überliessen die Beseitigung des Problems unserem freundlichen Steward, schnappten uns zwei Badehosen und beschlossen, uns erst mal nicht zu ärgern. Schliesslich waren wir nicht gekommen, um die Zeit an Bord in einem kleinen Zimmer unter Deck zu verbringen.

Die Welcome-Party war toll. Viele bekannte Gesichter und jede Menge Vorfreude. Gleich nach dem Auslaufen folgte die obligatorische Sicherheitsübung. Also ab in die Kabine, Schwimmweste holen. Auf dem Weg traf ich auf 3 Crewmitglieder, die versuchten, einen grossen Haufen Eiswürfel zusammenzukratzen, der ihnen gerade runtergefallen war. Ich krallte mir das Eis und warf es unten auf dem Bootsdeck über die wartenden Jungs: "Hilfe, wir haben einen Eisberg gerammt und sinken!" - Grosse Panik :-)

Die erste Partynacht stand unter dem Motto "Sportswear". Die Musik haute uns jedoch nicht aus den Socken. Da hatte man bei La Demence schon Besseres gehört. Nach Überwinden der Nüchternheit tönte es dann aber akzeptabel und der Gestank in unserer Kabine war auch kaum noch wahrzunehmen. "Think positive!", dachte ich und überlegte mir, was ich morgen an der "Fetish Night" an- oder besser nicht anziehen sollte. Wie ihr wisst, ist mein einziger Fetisch "nackt", doch der gab bei früheren Cruises schon mehrmals Theater. Umso besser, dass ich schon am Vorabend Thierry, dem Cruise Direktor, über den Weg lief und einfach fragen konnte. - "Ich habe die Security angewiesen, an der Fetischparty wegzuschauen", beruhigte mich Thierry hinter vorgehaltener Hand und ich war happy. Dass das Schiff nicht mehr ganz neu und unsere Kabine stinkig war, war mir egal, wenn ich guten Sound und meine Freiheit hatte.

Leider sah dann an der Fetishparty doch alles anders aus. Statt wegzuschauen stürzte sich die Cruise-Security voll auf meinen Pimmel, die wohl grösste Bedrohung an schwulen Fetischpartys, seit es terroristische Anschläge gibt. Von einer Weisung zum Wegschauen wusste natürlich niemand und der Cruise Direktor war nicht zu erreichen. Wiedermal war ich "Too Gay for a Gay Cruise" und musste mir anhören, dass ich Anlass für viele Klagen und arme Muslime total schockiert wären, zum ersten Mal im Leben einen Schwanz zu sehen. Dass über unseren Köpfen ein 10-Meter-Riesendödel in 3D auf Grossleinwand rotierte (siehe Foto), tat offenbar nichts zur Sache. Mein kleiner Freund blieb Staatsfeind Nummer 1.

Meine Stimmung war trotz wunderschönem Happy Trance von DJ Chris Bekker erst einmal im Arsch. Gibt es denn keinen Ort mehr auf dieser Welt, wo keine islamischen Regeln gelten müssen?

Den Ort gibt es, verriet mir die Security: Hinten auf Deck 11 im offiziellen Darkroom hinter einem schwarzen Vorhang der Schande dürfen Schwule auf einer Gay Cruise noch nackig sein. Dass dort hinten keine Musik läuft, keine Lightshow zu sehen ist und natürlich auch niemand tanzt, ist eben so. Vorne ist Fetish Fashion Show, für alle käuflichen Fetische wie Leder, Lycra oder Gummi. Wer aber nur auf (s)einen hübschen nackten Körper steht, hat auf der Kommerz-Tanzfläche nichts verloren und soll sich hinterm Vorhang schämen, wo es nicht ums Tanzen sondern nur ums Ficken geht! Ich ertränkte meine antikommerzielle und antiislamische Wut im Bauch erst mal im Wodka und gönnte mir auf dem Afterdeck der schwulen Schande einen richtig versauten Golden Shower.

Trotz vordergründiger Prüderie gibt es jede Menge Sex an Bord. Von den gut 2000 Passagieren sieht man vielleicht einen Drittel an den Partys auf dem Pooldeck. Der Rest hängt permanent in der Kabine oder eben hinterm Vorhang rum und taucht nur kurz mal auf der Tanzfläche auf, um sich frisches Fleisch zu besorgen. Dass an den Partys beim Pool nackte Schwänze nicht erlaubt sind, störte die Kabinenficker kaum. Nur mir ging die Doppelmoral und die strikte Trennung von Tanz und Erotik mal wieder ziemlich auf den Sack. Okay, man soll sich nicht ärgern, wenn man nichts an einer Situation ändern kann. Also setzte ich ein Lächeln auf und machte einigermassen brav bei der Kostümparade mit.

Fast jede Party hat auf The Cruise ein Motto und die meisten Gäste zeigen viel Kreativität in der Umsetzung, was viele tolle Fotos garantiert. An der "Disco-Party" bewies DJ Paul Heron, dass Disco mit 132 BPM und einigen tollen Remixes unglaublich viel Power haben kann. Der "Ladies-T-Dance" war wie immer der Höhepunkt der schrägen Kostümierung, während von Tanzen dank unendlich hoher High Heels kaum die Rede sein konnte. Die "White-Party" mit dem Tanz in den Sonnenaufgang war auch diesmal wunderbar romantisch. Vor der "Freestyle-Party" in der folgenden Nacht machte ich nochmal den Fehler, den Cruise Director nach dem Grad der Freiheit zu fragen und bekam trotz sehr herzlicher Entschuldigung für die Härte der Security dennoch keinen Freipass für einen Free-Cock-Style. Regeln sind Regeln und Partythemen sind eben doch nur schöne Worte. Immerhin legten DJ Phil Romano und DJ Chris Bekker zum (Un-)Freestyle traumhaft schönen Sound auf und ich schnappte mir eine rote Langhaar-Perrücke vom Ladies-T-Dance, klemmte das Teil quasi als Schamhaarextension unter einen Cockring und begeisterte mit meinem arschfreien aber dennoch regelkonformen Auftritt zumindest alle weiblichen Crewmitglieder.

Die letzten zwei Tage an Bord wurden für mich leider zum blanken Horror. Schuld war ein fieses Bakterium, das auf dem Schiff seine Runde machte und mehrere hundert Gäste infizierte. Öffentlich informiert wurde niemand und Medikamente gab es nur vom Schiffsarzt, der gerade mal zwei Sprechstunden pro Tag abhielt, die total überlaufen waren. 12 Stunden lang hatte ich im ganzen Körper extreme Schmerzen, dank denen ich kaum stehen, liegen oder sonst wie existieren konnte, bis wir mit Hilfe aller Bekannter einen wirksamen Cocktail aus Schmerztabletten organisieren konnten. Mein Nudismusproblem war somit auch gegessen, denn bei solchen Schmerzen und Schmerztabletten vergeht einem tagelang jeder Sinn für Erotik. In Valencia war ich zu schwach für den gebuchten Ausflug, blieb den ganzen Tag im Bett und machte an den Partys vermutlich einen ziemlich traurigen Eintruck.

Mein Fazit von unserer fünften La Demence Cruise war dementsprechend gemischt. Die internationale schwule La Demence-Partyfamilie ist noch immer fantastisch (we love you!) und der beste Grund für diese Woche auf hoher See. Die Vergrösserung des Schiffs hat jedoch nicht wesentlich mehr Stimmung gebracht. Mit der Kommerzialisierung der Musik (mehr House, weniger Techno) und dem Verzicht auf sehr gute, härter auflegende DJs wie John Dixon und Ben Manson haben die Veranstalter einige Partyboys vergrault, deren Stimmungsmache die braven Mainstream-Kreuzfahrer nicht wirklich ersetzen können. DJ Jo schockte an der Neonparty sogar mit Hip-Hop und MC-Allüren und erntete ein lautes Buh-Konzert. So viel Anpassung an den Hetero-Mainstream muss nun wirklich nicht sein! Die Doppelmoral mit Darkroom, Pornoshows und Porno-TV aber grossem Drama, wenn mal einer nackt um den Pool tanzt, nervt noch immer und das Gefühl der permanenten Überwachung durch Partysittenwächter killt zumindest bei mir einen Grossteil der schönen Stimmung. Das Schiff ist insgesamt zwar gut, die Menüauswahl in den Restaurants ist jedoch mässig, der Service sehr unterschiedlich und das Sirloin-Steak kaut sich wie Flip-Flops mit Sauce. Verglichen mit Atlantis, die ihre schwulen Kreuzfahrten nur auf modernsten Schiffen durchführen, ist The Cruise aber auch deutlich günstiger, vor allem in den Nebenkosten.

Für 2017 peilt aber auch La Demence aus Brüssel neuere Schiffe an und fragt, ob man für mehr Luxus bereit wäre, mehr zu zahlen. Ich würde lieber auf Luxus verzichten, aber gern einen Aufpreis zahlen, wenn ich dafür eine 100% schwulenfreundliche Crew ohne Penisphobie, einen Nacktbadepool und freiheitliche Partys ohne Super-Nannys haben könnte.

Nachtrag:
Einige Leute mögen mir vorwerfen, einseitig auf dem Nacktverbot herumzureiten, wo es schliesslich an den meisten Orten der Welt nicht erlaubt ist, nackt zu sein. Das ist mir klar. Es geht mir aber auch nicht um einen Vergleich mit anderen spiessigen Pauschalreisen, die wir nie im Leben machen würden, sondern um das winzig kleine Stückchen Toleranz und Freiheit, das aus einer immer noch ganz guten wieder eine phänomenal gute Gay Cruise machen könnte, so dass ich all die kleinen Mängel am Schiff glatt vergessen würde. Aber während ein nackter Mann problemlos unbehelligt durch Berlin spazieren kann oder Heteros bei Carnival Cruises ein gesamtes Kreuzfahrtschiff zur jährlichen Nude-Cruise chartern können, macht man auf einem Schiff voller sexgeiler Gays aus einem nackten Pimmel noch immer ein völlig unnötiges Drama mit der fadenscheinigen Ausrede, dass ein paar muslimische Crewmitglieder, die ja auch mit Penis geboren werden, beim Anblick eines solchen weiss Allah was für Krisen hätten. Bullshit! Wären Muslime derart verletzlich, könnte man jeden IS-Kämpfer besiegen, indem man ihn mit einem nackten Pimmel zu tode schockt. Echt, Leute, das ist sooo kindisch! Jeder Mann hat einen Pimmel. Hört endlich auf zu jammern und habt Spass damit! Wir alle leben nur einmal!

13.06.2016

BjoernSunshine

Terror in Orlando am Tag der Zurich Pride

Während wir in Zürich Gay Pride feierten, uns vielleicht über den Regen auf dem Festplatz oder die billige Deko an einer Party aufregten und die Security wie üblich einen friedlich baumelnden Schwanz als grösste Bedrohung unserer Sicherheit betrachtete, tötete im Gayclub "Pulse" in Orlando ein fanatischer Schwulenhasser 50 Menschen mit dem Sturmgewehr. Kurz vor der Tat rief er noch die Polizei an und bekannte sich als Sympathisant des "Islamischen Staats" IS. Dass tatsächlich eine Verbindung zu der Terrorgruppe bestand, wird jedoch bezweifelt.

Der Täter war amerikanischer Staatsbürger, afghanischer Herkunft, arbeitete in einer Sicherheitsfirma, wo er legal zu Waffen kam und wurde als jähzornig bezeichnet. Für Donald Trump jedoch kein Grund, den Terroranschlag nicht sofort für seinen Wahlkampf zu instrumentalisieren, unerbittliche Härte gegen alle muslimischen Einwanderer und sogar die Absetzung Präsident Obamas zu fordern.

Wie immer nach Terroranschlägen fordern Bürger mehr Sicherheit und Politiker wettern gegen Ausländer und steigern unnütze repressive Massnahmen um Aktivismus zu demonstrieren. Das Problem jedoch liegt ganz woanders. Es liegt in einer Welt, die mit ihrem Fokus auf Macht und Geld immer unmenschlicher wird. Immer mehr Menschen fühlen sich machtlos gegenüber dem System, unverstanden und frustriert. Das System generiert Wutbürger und lässt sie via Soziale Medien in die Arme fundamentalistischer Religionsgemeinschaften fallen, die denen, die mit der Freiheit nicht klarkommen, klare Regeln und falsche Hoffnungen geben, um sie für ihre eigenen Machtinteressen zu instrumentalisieren.

Es war nur eine Frage der Zeit, bis der Hass gegen Freiheit und Lebensfreude diejenigen trifft, die Lebensfreude am schönsten zelebrieren: uns Gays an einer Gaypride-Party. Und es wird vermutlich nicht der letzte Anschlag gegen uns gewesen sein.

Was sollen wir nun tun? Den Schwanz einziehen, die Lebensfreude verstecken, uns in dunkle Löcher zurückziehen und - wie es Zürich schon seit Jahren macht - immer wieder so tun, als ob Homosexualität nur Tingel-Tangel wäre und mit Sexualität nicht das Geringste zu tun habe?

Nein! Ganz im Gegenteil! Wir sollten für unsere Werte einstehen und Freiheit, Liebe und Vielfalt hochhalten. Und wir sollten dafür einstehen, dass nicht nur angepasste (vordergründig asexuelle und politisch korrekte) LGBTIXXX toleriert werden, sondern dass unsere Gesellschaft ganz allgemein jedem Menschen das Recht auf freie Entfaltung seiner sexuellen Zufriedenheit gibt und keine Politik oder Religion diese Freiheitsrechte einschränken darf.

Wir sollten aufhören, in engen Grenzen nur für uns selber zu denken, denn genau das ist es, das den islamistischen Terror ausmacht: Für Islamisten sind Andersgläubige keine Menschen. Für Trump sind Mexikaner und Muslime keine Menschen. Für die SVP sind alle Ausländer potentielle Kriminelle und das OK unserer Zurich Pride demonstriert unter dem Motto "Team for LOVE" die Spaltung der Zürcher Gayszene, indem es so tut, als ob es in Zürich nur eine einzige Gayparty gäbe und alle anderen Veranstalter nicht existierten.

Seit Beginn des 21. Jahrhunderts hat die Welt ihre Visionen aufgegeben und verstrickt sich immer tiefer in Grabenkämpfen. Die Fronten sind verhärtet. Die Meinungen gemacht. Jeder wartet nur auf eine Gelegenheit, seine Standardparolen anzuwenden, um den eigenen Machtkampf voranzutreiben. So kommen wir nicht weiter.

Ich kann an der Weltpolitik nichts ändern. Ich kann nichts dagegen tun, dass die Mächtigen dieser Welt nur ihr eigenes Ego sehen und weitere Wutbürger generieren, die irgendwann austicken und andere Menschen töten. Ich habe nur ein Leben und vermutlich liest auch kaum jemand diese Zeilen. Also tue ich weiter das, was ich schon immer tat. Versuchen positiv zu denken und für meine Freunde ein Sunshine zu sein - aber ohne dabei für die Intoleranten dieser Welt den Schwanz einzuziehen.

18.12.2015

BjoernSunshine

Homoehe in Neuseeland dank Fliegendem Spaghettimonster

Die (satirische) "Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters" darf in Neuseeland neu Trauungen durchführen. Und weil sich die katholische und anglikanische Kirche bisher weigerten, Schwule zu trauen, wird die Religion der "Pastafaris" nun für alle Gays und Lesben zur neuen Staatskirche.

Die Religionsgemeinschaft des Fliegenden Spaghettimonsters (FSM) wurde 2005 in den USA gegründet, als Gegenpol zu religiösem Fanatismus und kreationistischen Lehren in der Schule.

Wer Sinn für Humor hat, dem sei ein Beitritt übrigens sehr empfohlen!

venganza.org/

spaghettimonster.com/church-of-the-flying-spaghetti-monster-founded/

16.11.2015

BjoernSunshine

Wer Terroristen unterstützt, ist kein unschuldiger Zivilist

Paris. Wieder einmal attackieren religiöse Fanatiker die freie Welt und töten wahllos über 100 unschuldige Menschen. Der Tagesanzeiger wehrt sich gegen "Kriegsrhetorik", doch ab wann ist ein Krieg ein Krieg? Ab 100 Toten? Ab 1000 Toten? Ab 10'000 Toten?

Der IS nennt sich selbst Staat und kontrolliert mittlerweile auch territoriale Gebiete. Er hält sich an keine Konventionen, greift gezielt friedliche Zivilisten an und platziert seine eigenen Basen in Krankenhäusern und Kindergärten, damit der Westen nicht zurückschlagen kann, ohne zivile Opfer und blutige Bilder zu riskieren. Doch sind die zivilen Opfer wirklich unschuldig?

Wenn eine Zivilgesellschaft einer Terrororganisation Unterschlupf gewährt, Eltern ihre Kinder in eine Schule schicken, von der sie wissen, dass darunter eine Kommandozentrale liegt, dann sind sie genauso wenig unschuldig wie die Deutschen, die im Dritten Reich zwar nicht selbst in der SS waren, aber auch nichts dagegen getan haben, als Hitler an die Macht kam. Hitlerdeutschland war ohne Flächenbombardements nicht zu besiegen. Und überall, wo man versucht, Kriege human und chirurgisch zu führen, dem Unkraut die Blüten abschneidet, ohne sich die Finger dreckig zu machen und die Wurzeln auszureissen, wird man das Problem nicht lösen.

Der dumme Mensch wird nur aus Schaden klug. Deutschland hat seine Lektion 1945 schmerzlich gelernt und daraus einen lang anhaltenden Pazifismus generiert. Vermutlich geht es nicht anders, als dass die arabische Welt, die heute opportunistisch an einem Tag amerikanische Flaggen verbrennt, Raketen nach Israel schiesst und am nächsten medienwirksam laut über zivile Opfer jammert, endlich mal Farbe bekennen muss. Terroristen zu unterstützen ist eine kriegerische Handlung und ein Gegenschlag ist gerechtfertigt, auch wenn das Opfer keine Uniform trägt und feige ein Baby als Schutzschild hochhält!

Ich bin der Meinung, Frankreich soll zurückschlagen. Und zwar so hart wie möglich. Wer heute noch in der Hauptstadt des IS lebt, ist kein unschuldiger Zivilist. Jedenfalls nicht unschuldiger als die deutschen Zivilisten 1945 in Berlin.

Es kann nicht angehen, dass wir den Terroristen unsere Freiheit opfern, uns selbst unter Dauerüberwachung eines Polizeistaates stellen und so den Krieg nach Europa holen. Der Krieg muss dort geführt und beendet werden, wo er herkommt. Und wenn die Einsicht für eine friedliche Lösung fehlt und chirurgische Eingriffe nicht ausreichen, eben auch mit Bombardements und "zivilen" Opfern.

Wohlgemerkt, das Ganze hat nichts mit Religion zu tun, solange die Religion den Wert menschlichen Lebens schätzt, unabhängig dessen religiöser Zugehörigkeit.

15.09.2015

BjoernSunshine

Burning again - our second adventure in the dust

We (Sunshine+Romulus) did it again. And our second burn was even better than the first!

Burning Man is that thing in the desert where a community of 70.000 hippies, steam punks and crazy creatures build up a whole city for one week. While there is no center stage every camp and every inhabitant is part of the show. Radical self-expression is the magic word and one of the 10 principles.

First time on the playa, you're overwhelmed with blinking lights, great art and awesome parties and you try to get it all, what is just impossible. At your second burn you already know that you will miss 90% and you can enjoy your time much more. Black Rock City is so big that you can just sit naked on your bike and follow your dick and where ever you go, you will discover happy people and unexpected delights of this generous gifting society.

Gifting is what makes Burning Man so happy. Every camp gives parties, attractions, art or hugs to anyone who drops in. It feels so good to be welcome everywhere and it feels great to give that feeling to anyone else just to see a smile on someone's face.

Some camps like Distrikt give a party every day and drinks for thousands of people for free. Insiders know which SF bay area clubs are standing behind these parties but you see no label and no advertising at all. It's just a give back for the party crowd that we all hold in high regard. If you give something at Burning Man you don't expect anything in return. But you can be sure that your generosity comes somehow back to you.

Americans who come to the playa load their trucks full. Burning Man is not a green event. It's a giant wastefulness. Officially they call it radical self-reliance. You must have everything to survive a week in the desert. But when you come to Burning Man, you don't want just to survive - you want to be fabulous!

Arriving by airplane our luggage was limited to 22.5 kg. Then we bought gallons of alcohol, firewood, LEDs and everything else that people might make happy and that we could find quickly in any Walmarts on our way. Time was our shortest resource because we could not get more than 14 days off and we had to drive 3 days from Seattle down to Nevada, because Motorhome rental prices in the San Francisco-Reno region were insanely overpriced.

Our first adventure overshooted our self-reliance: Two flat tires at the same time and a broken jack just 10 miles in front of the gates. It was probably a rough cattle gard that I crossed a little too fast. We could have arrived shortly after noon but it took us ten more hours until we made it to our camp called Comfort & Joy. When we arrived, the camp was alredy set up by the crew who really did a great work. I would love to be once part of them building up all our structures but time, time, time...

The downside of the no-money gifting economy is that you feel bad to ask for things, while you only can give your friends what they alredy have, like beer or vodka. I met some guys from Spain at a party who saw all these happy people dancing while they only could drink gallons of booze, which doesn't give you really the power to dance all night thru. The vicious entrapment methods of Nevada's undercover cops make it impossible to ask the obvious question and it completely ruins the trust of burners in anyone you don't know. Of course I told the poor Spanish guys the same answer: No idea what is ecstasy - get drunk to be happy, that's the law!

Burning Man is not a drug party like many other festivals. It is so much more! If you look at all the fantastic art and the millions of lights at night, it almost feels like a trip on acid, but honestly, if you had a trip it would be even better! Well, state law is state law and even if pot is already legal in all other states around, it's still a serious crime to enhance your perception or happiness in Nevada.

While spending a week in the dust between crazy (naked) people is alredy something that worlds leaders like the Google founders or Mark Zuckerberg from Facebook officially do, many other Americans still hide their burner side. Always ask everyone in a picture for consent. This rule sucks and makes pictures of fun events like the naked pub crawl which ended in a great party in our camp impossible. I obey and do not publish any pix. But guys, if you wanna go naked in public and don't stand up for that, please wear at least some dark sunglasses! When nobody is allowed to publish pictures of happy and naked people that show public nudity in a positive way, body freedom will never gain acceptance in our society.

The idea of Burning Man, the acted out freedom of diversity including tutus and naked dicks on the street should really be reported to the world to speak out: love is better than war - drop your weapons, get naked and dance with us!

But many people in the world can't understand that. Narrow minded jerks only see unlawful drugs and condemnable sex and nudity and scream out what populist parties and fanatic religions hammered into their brains: Everything that is not normal is evil. Period. Can Burning Man change the mind of these people? The first principle of Burning Man is radical inclusion: Every jerk is welcome. I noticed a few assholes in the 70.000 people community. Guys who stand in front of all sitting crowd watching the temple burn and bawl into the silence. But there were many others who just came for a week of party and went home with a whole new experience of life.

When I look at our society I wish everyone would spend at least once a week at Black Rock City. The alcaline dust of the desert may be bad for ones health, but the environment of this city with the unbelievable diversity of its inhabitants who live in peace in a confined space could heal many egocentric, xenophobic or racist ideologies.

Burning Man is not only a festival. It's a way of thinking. Ideals like a gifting economy without money don't work in the real world for more than a week, but the spirit of generosity and freedom could create a much happier environment than our daily self-centered chase for money.

The burning man had a dick!
Burning Man: Ausverkauft in Sekunden
Burning Man 2014 - Staub und Liebe
www.burningman.org

15.09.2015

BjoernSunshine

The Burning Man had a dick!

What a sensation: The burning man 2015 had a penis! A piece of wood fallen down from his head got stuck on the right place and caused many laughs. His boner stayed on until a minute before he falled. See it on this video beginning at 11'55". About 2 minutes later people notice what's going on. Finally at 15'25" the man's getting erectile dysfunction problems...



Our first Burning Man Adventure 2014 (German)

09.07.2015

BjoernSunshine

CSD Berlin: Nackt quer durch die Stadt

Wenn ich in Zürich als einziger nackt durch einen Schwulenclub tanze, sagen immer alle "Toll", aber mitmachen will fast nie jemand. FKK gilt hierzulande als Altherrenfetisch - als junger Gay muss man Fashion zeigen. Und wo soll man beim Nudismus auch sein superteures Handy hintun?

In Berlin ist das anders. Hier gibt's jede Menge Jungs, die nackt nicht nur zum Anschauen toll finden, sondern es auch tun und sich nicht im geringsten dafür schämen. Und es sind nicht nur Alt-68er sondern auch jede Menge Jungs unter 30 dabei!

Nackt am CSD
Der CSD-Umzug ist ein politisches Statement für Toleranz und Akzeptanz sexueller Vielfalt. Man kann nicht über Schwule und Lesben reden, ohne das Wort "Sexualität" in den Mund zu nehmen. Der Sex gehört dazu! Und da Schwulsein keine Angewohnheit ist, sondern ein persönliches Merkmal, das man von Geburt auf mit sich trägt, finde ich es auch richtig, dass ich so für schwule Rechte demonstriere, wie ich geboren wurde: Nackt!

Abgesehen vom politischen Background fühlt es sich einfach wunderbar an, nackt quer durch Berlin zu tanzen. So viele lachende Gesichter und Komplimente wie hier sind mir noch nie zuvor begegnet. Die Menschen am CSD lieben Schwänze, keine Frage!

Aber ist das legal?
Ich bin nackt an vielen Polizisten vorbei getanzt und keiner sah ein Problem in mir. Warum auch? Ein Schwanz ist nur ein (ziemlich interessantes) Körperteil und keine Waffe. Und selbst wenn Kinder am Strassenrand stehen, ist ein nackter Mann doch viel einfacher zu erklären als ein Mann im Vollgummi-Outfit mit Gasmaske. Es ist Sommer, okay?

Natürlich wieherte der deutsche Amtsschimmel dann doch noch. Am Ende des Umzugs zwischen Siegessäule und Brandenburger Tor, wo sich alle auf Bier und Bratwurst stürzen. Da kommt doch tatsächlich ein CSD-Offizieller und sagt mir, ich müsse jetzt was anziehen, denn vorher war es eine Demo und jetzt ist es eine Veranstaltung. An der CSD-Demo darf man nackt sein, an der CSD-Veranstaltung offenbar nicht, obwohl genau die gleichen Leute rumlaufen?!

Da es eh zu regnen anfing und das Personal an den Getränkeständen total unmotiviert war, schenkten wir uns Bier und Bratwurst und machten uns bereit für den Partyabend, wo es in Berlin trotz Amtsschimmel unzählige Veranstaltungen ohne nackte Probleme gibt.

Nackte Berliner Partys
Berlin hat jede Menge Nacktpartys. Die meisten sind Fickpartys mit viel Sex und wenig Stimmung. Wie in Zürich-West das Rage. Nett für Leute, die nur das Eine suchen, aber nichts für mich.

Aber Berliner können auch anders. Bester Beweis: die Schlagernacktparty. Es muss toll sein, wenn man Schlager mag, sagen jedenfalls alle. Leider kann ich mit Schlager gar nichts anfangen und war deshalb noch nie da. Aber Hunderte nackter Jungs, die zusammen Party feiern und nicht nur todernst Löcher stopfen, das imponiert mir.

Die Peep-Show im Kitty ist ein Klassiker und einfach immer wieder geil. Meist ziemlich guter Sound von Elektro bis Trance und gut geheizt, damit man richtig ins Schwitzen kommt. Die meisten sind in Fetisch oder Underwear, einige ganz nackig und überall knistert Sex. Das tolle am Kitkat-Club: Viele Räume und viele Ebenen und Podeste, aber keiner der dir vorschreibt wo du tanzen und wo du vögeln sollst.

Nackt im Berghain
Da wir nur 3-4x im Jahr nach Berlin kommen, reicht es leider nicht für die Stammgästeliste und wir stehen jedes Mal Ewigkeiten in der Schlange. Also an alle Leser, die vor mir in der legendären Schlange stehen: Das Berghain ist Scheisse! Geht lieber woanders hin und hört sofort auf diesen Text zu lesen. STOP!

Allen anderen sei verraten, dass ich die "Berghain Klubnacht" hammermässig finde und vor allem dank den Jungs liebe, die Klubnacht mit CK schreiben und genauso gern wie ich die ganze Party lang nackt rumtanzen. Das tolle an den Berghain-Nackten: die Jungs sind fast alle um die 30 und sehen verdammt gut aus. Äusserlich genau die Kategorie von Schwulen, die bei uns in Zürich auf unnahbar kompliziert macht und sich permanent hinter Handys und Designershirts versteckt. Doch die Berliner haben das nicht nötig: "Ich bin jung, geil, nett und nackt - und das ist auch gut so!"

Im Berghain sind die nackigen Jungs mittlerweile eine Attraktion und am CSD-Sonntag, als Nachmittags um 3 Steffi hinter dem DJ-Pult Vollgas gab, standen als Flashmob fast 20 leckere Nackte auf der Bühne und ich natürlich mitten drin. :-)

Ach ja, einige Frauen mit nackten Brüsten gab's im Berghain auch. Und auch das ist gut so! Denn man kann nicht Freiheit verlangen, ohne Freiheit zu gewähren. Das Berghain bietet kompromisslose Schwulenkultur und ist dennoch offen für Heteros, die denken wie wir. In Zürich meinen viele Veranstalter, sie müssten die Gaypartys entsexualisieren, klimatisieren und sterilisieren, um mehr Mainstream-Publikum anzuziehen. Das Berghain macht das Gegenteil und genau deshalb stehen die Heten Schlange, um die einmalige Atmosphäre zu erleben. Die Besitzer haben genügend Eier um ihren Grundsätzen treu zu bleiben. Sie könnten schon lange den doppelten Eintrittspreis verlangen, VIP-Areas einbauen und auf Schicki-Micki machen, aber sie tun es nicht und machen noch immer richtig geile Technopartys für richtig geile Schwule. DANKE!

27.06.2015

BjoernSunshine

USA: Supreme Court legalisiert Gay Marriage

Der 26. Juni 2015 war ein grosser Tag für alle Gays in den USA. Das höchste Gericht des Landes bestätigte das Recht gleichgeschlechtlicher Paare auf eine Schwulenehe. Nun müssen auch die christlich konservativen, republikanischen Staaten nachziehen.

Ich freue mich für alle US-Gays und hoffe, dass dieser Entscheid eine Signalwirkung auf die ganze Welt haben wird!

27.05.2015

pressetext

Irland sagt „Ja“ zur Öffnung der Ehe

Am 22. Mai 2015 hat sich das irische Volk in einer historischen Abstimmung für die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare ausgesprochen. Es ist dies weltweit die erste landesweite Abstimmung über die Öffnung der Ehe. Die Schweizer LGBT-Vereine freuen sich mit den Irinnen und Iren und streben auch hierzulande die Öffnung der Ehe an.

Mit deutlichem Vorsprung haben die Irinnen und Iren die Marriage Equality Bill angenommen. Die Gegner einer Legalisierung der Homo-Ehe in Irland haben bereits kurz nach Beginn der Stimmauszählung ihre Niederlage bei dem nationalen Referendum eingeräumt. Noch bis 1993 war in Irland Homosexualität strafbar, 2010 stimmte das Parlament für die eingetragene Partnerschaft, die – anders als in der Schweiz – seit 2015 nun auch die Adoption umfasst. Und jetzt ist die Verbindung zwischen zwei Frauen oder zwei Männern der heterosexuellen Zivilehe völlig gleichgestellt. Damit reiht sich Irland in die Liste der insgesamt 20 Staaten und 37 Bundesstaaten der USA ein, die bislang weltweit die Ehe für schwule und lesbische Paare geöffnet haben (Quelle: http://ilga.org/immediate-release-equality-marriage-survey-support-sex-marriage-countries-already/)

Neue Definition von Ehe und Familie?
Die Begriffe von Ehe und Familie werden nun in Irland neu definiert werden müssen. Denn die Eheöffnung für alle bedeutet auch ein gleiches Recht auf Zugang zur Reproduktionsmedizin und stellt Fragen zur Anerkennung von Elternschaft, wie sie gerade in der Schweiz diskutiert wird.
Neben gleichgeschlechtlichen Paaren dürfen auch verheiratete Transpersonen in Irland aufatmen. Denn ein kommendes Gesetz zur rechtlichen Anerkennung von Transmenschen sieht die Zwangsscheidung vor, solange es keine gleichgeschlechtliche Ehe gibt.

Und die Schweiz?
Über eine Gleichstellung von LGBTI-Personen im Bereich Ehe und Familie wird auch in der Schweiz diskutiert, sei dies mit der parlamentarischen Initiative "Ehe für alle“ oder mit der Volksinitiative ”Für Ehe und Familie – gegen die Heiratsstrafe". Wobei letztere das Ziel verfolgt, die Ehe zwischen Mann und Frau zu zementieren und sich somit klar gegen eine Gleichstellung von LGBT-Menschen richtet. Die bedingungslose Öffnung der Ehe und die Gewährung aller damit verbundenen Rechte ist eine Grundforderung der Schweizer LGBT-Verbände – jetzt muss auch die Schweiz handeln!
Wir verlangen keine Sonderrechte, sondern schlicht Gleichstellung. Und wir fordern die Öffnung der Ehe weil unsere Beziehungen gleich stark und unsere Familien gleich viel wert sind.

Quelle: Regenbogenfamilien.ch

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