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Homosexuelle fordern Recht auf Adoption:
Homosexuelle wollen auch dann Kinder adoptieren können, wenn sie in einer eingetragenen Partnerschaft leben. Mit einer Petition fordern sie die diesbezügliche Gleichstellung mit Ehepaaren.
Nach heutigem Recht dürfen Ehepaare sowie Einzelpersonen Kinder adoptieren, wenn sie gewisse Voraussetzungen erfüllen. Ob die Einzelperson homo- oder heterosexuell ist, spielt im Gesetz keine Rolle.
Anders bei Schwulen und Lesben, die in eingetragener Partnerschaft leben. Ihnen ist laut Partnerschaftsgesetz eine Adoption ausdrücklich verwehrt. Dies soll sich ändern, fordert die Petition «Gleiche Chancen für alle Familien» des neu gegründeten Komitees Familienchancen, die am Mittwoch in Zürich präsentiert wurde.
Fremde vor dem Gesetz
Auch wenn ein Vertrauensverhältnis zwischen Kindern und Partner oder Partnerin des leiblichen Elternteils besteht, auch wenn sich der abwesende leibliche Elternteil nicht mehr meldet oder verstorben ist: Vor dem Gesetz bleiben Kinder und Co-Elternteil Fremde.
Damit seien sie andern Kindern gegenüber klar benachteiligt, etwa in Sachen Unterhaltspflicht und Erbrecht, argumentiert das Komitee. Zudem stelle die Regelung eine stossende Diskriminierung homosexueller Paare dar. Dies entgegen einem Entscheid des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, wonach Homosexualität kein Grund zur Verweigerung einer Adoption sein darf.
Das Komitee «Familienchance» setzt sich zusammen aus hetero- und homosexuellen Personen. Die Petition richtet sich an Bundesrat und Bundesparlament. Sie will namentlich die öffentliche Diskussion des Themas anstossen. Unterstützt wird der Vorstoss von der Schweizerischen Schwulenorganisation Pink Cross und der Lesbenorganisation Schweiz LOS.
Quelle: SDA/ATS
http://www.20min.ch/news/schweiz/story/16164179




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