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coverboy

20.09.2011

BjoernSunshine

Wen wählt ihr ins Parlament 2011?

Am 23. Oktober wählt die Schweiz ein neues Parlament. Wen wählst du? Welche Partei kommt für dich in Frage?

Willst du aus der Atomkraft aussteigen, mit 2000 Watt leben, ökologisch konsequent sein, oder lieber absurde Bürokratie stoppen, Christliche Werte fördern, Familien stärken und Masseneinwanderung stoppen?

Hast du eine Meinung, dann schreib uns hier, was du für Richtig hältst!

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patricezh
 Letzte Gelegenheit diese Woche zu wählen. Macht davon Gebrauch!! Doch wie wähle ich richtig? Eine Mischung zwischen sozial, grün und liberal ist sicher keine schlechte Wahl. Auf jeden Fall etwas Gegensteuer zur dominanten SVP. Aus Liebe zur Schweiz!15 years ago
BjoernSunshine
 Tatsächlich rutsche ich auch je länger je mehr nach links, um dem asozialen Verhalten der Schweizer Mehrheit ein Gegengewicht zu setzen. Gewählt habe ich mit Hilfe von Smartvote recht viele Vertreter der GLP. Und zwar solche, die wirtschaftlich UND sozial liberal politisieren.

Ich bin davon überzeugt, dass ein Land Leute fördern muss, die sich Mühe geben und innovativ versuchen, vorwärts zu kommen. FDP und SVP fördern leider viel zu sehr diejenigen, die nur auf dem geerbten Kapital sitzen und behindern so den Aufstieg junger innovativer Kräfte. Um Innovation zu fördern sollte man viel weniger das Einkommen sondern viel mehr das Vermögen besteuern. Wer auf so viel Geld sitzt, dass er nicht mehr weiss wohin damit, soll ruhig etwas davon an den Sozialstaat abgeben müssen.

Genauso wie die Bürgerlichen von geldgierigen Vermögenden durchsetzt sind und deshalb nie etwas gegen Superreiche, Abzocker und zockende Bonibanker zu Stande bringen, ist die Parteibasis der SP noch immer voll von faulen Leuten, die lieber vom Staat Geld kassieren wollen, als selbst mal anzupacken. Drum kommt die SP leider wohl nie davon los, Geld mit der Giesskanne auszuschütten und trägt das Image der Verschwenderpartei.

Und leider unterstützt die SP nicht nur viel Staat in der Wirtschaft sondern auch viel Bürokratie im Privatleben. Unter dem Deckmäntelchen "Familienfreundlichkeit" laufen denn auch immer wieder Bestrebungen zur Reduktion persönlicher Freiheiten (wir erinnern uns: Polizeivorsteherin Esther Maurer war auch von der SP).

Aber wie es die SVP trotz ihrer Politik für Vermögende immer wieder schafft, von Unvermögenden breite Unterstützung zu erhalten, ist erstaunlich. Die Dummen mit grossen Sprüchen und Angstpolitik um sich zu schaaren ist offenbar das beste Rezept. Und wenn wir schon die SVP in der Regierung nicht verhindern können, bin ich dankbar für alle, die als Gegengewicht SP wählen.15 years ago
theGreenCrescent
 Zivilcourage ist eben nicht jedermanns Sache ! Ich jedenfalls mache im allgemeinen absolut kein Geheimnis über meine Wahl-Entscheidung. Nicht vergessen aber werden darf, dass sich auch unter Schwulen ein grosser Anteil an Nicht-Wählern tummelt. Natürlich, eine Einzelstimme ist ja nur eine Nummer unter Millionen. Das ist nun einfach Demokratie. Als Einzelperson ändert man natürlich nichts, sondern leistet einfach einen kleinen BEITRAG.

Manchmal hilft auch ein Direkt-Kontakt. So habe ich dem Herrn Hardegger per Email geschrieben punkto Dübendorf. In einer Antwort hat er zwar meinen Einwand gegen "seine" Dübendorf Ueberbauungs-Pläne zurückgewiesen und in durchaus überzeugender Weise die Argumente AFüR erläutert, andererseits hat er aber meine Ideen in Bezug auf Alternativen zu den seinen gemacht und mit offensichtlicher Begeisterung aufgesogen. Ich war sehr erfreut, so schnell einen einflussreichen Politiker für eine Idee gewonnen zu haben ! So geht das !15 years ago
theGreenCrescent
 am Schluss war meine NR Liste SP dominiert wie noch nie. Ich bin offenbar "nach links gerutscht"

Das letzte Mal als die SVP einen derartigen "Overkill" betrieb waren es nicht Wahlen sondern eine bundesweite Abstimmung, erlitten die Bloocheristen einen auffallenden Reinfall. Die Leute mögen blöd sein, aber eventuell nicht ganz so saublöd. Jedes Promille unter 30% für die SVP ist ein Gewinn15 years ago
BjoernSunshine
 Es hat jeder das Recht, seinen Wahlentscheid geheim zu halten. Aber wenn ihr mehr bewirken wollt, als mit einem einzigen Stimmzettel, dann dürft ihr eure Meinung auch öffentlich kundtun. Ich habe gedacht, es könnte ja sein, dass es Schwule gibt, die sich für Politik interessieren und jemand ein paar gute Argumente für gute Kandidaten bringt. Tja, hab ich eben falsch gedacht.15 years ago
Marcelhr
 Weder das eine noch das andere. Bloss Null-Bock hier darüber zu schreiben was ich von den Parteien halte, geschweige den wen ich wähle.

Grüsse
Marcel15 years ago
BjoernSunshine
 Wenn mir nach einer Woche niemand widerspricht, muss ich dann annehmen, dass kein Schwuler wählen geht oder dass alle 100%ig meiner Meinung sind?15 years ago
theGreenCrescent
 Ich habe mit Hilfe von www.smartvote.ch und persönlicher Durchsicht meine Liste zusammengestellt.

Auf meiner Liste finden sich

SP
Daniel Jositsch
Andrew Katumba
Thomas Marthaler

Piratenpartei
Marc Rubin
Machael Gregr

GLP
Flavio Frei

Alternative Liste
Jamal-Aldin Samir

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Ich kenne die wenigsten davon. Aber ich kenne Thomas Marthaler,
einen wirklich liberalen Sozial-Demokraten. In seiner Lehrzeit
(Luftfracht-KV) war ich der Instruktor der Lehrlinge, vor allem
in Fremdsprachen und Geographie. T.M. möchte ich allen
absolut empfehlen15 years ago
BjoernSunshine
 Die Parteien überbieten sich mit lauten Parolen. Doch welche Interessen vertreten sie wirklich?

Die Grünen sind grün und links. Klar und verständlich. Koste es was es wolle. Wer in 100 Jahren in der Schweiz noch Sauerstoff atmen will, während es auf der ganzen Welt nur noch CO2 gibt, muss grün wählen, aber auch so konsequent sein, und sein Auto verschrotten, seine Wohnung nur noch auf 18 Grad heizen und auf Stromfresser wie Grossbildschirme, Subwoofer, Gamer-PCs und Klimaanlagen in der S-Bahn verzichten.

Wer lieber erst dann an die Umwelt denkt, wenn der Ölpreis von sich aus auf 20 Fr. / Liter geklettert ist, oder ungehindert von staatlichen Regulierungen mit strukturierten Produkten darauf pokern will, dass die UBS auch in Zukunft vom Steuerzahler gerettet wird, der wählt FDP, die Partei, die für Bürokratieabbau und den Mittelstand einstehen will, aber auch nur dann, wenn die Hochfinanz nicht darunter leidet. Die Basis der FDP hat nun mal Vermögen und das muss wachsen, koste es was es wolle.

Zumindest marketingtechnisch besser als die FDP macht es die SVP: Sie politisiert noch schamloser für Sozialabbau und für die Superreichen und unterstützte u.a. die Halbierung der Vermögenssteuer. Doch die SVP weiss ihre Politik perfekt zu verschleiern und fängt den unteren Mittelstand erfolgreich mit der Angst vor Ausländern. Man soll die Dummheit der Wähler nie unterschätzen. Die SVP beherzigt diesen Grundsatz wie keine andere Partei.

Die BDP ist der nette, linksliberale Flügel der SVP. Noch immer rechtskonservativer als die Mitteparteien, aber wenigstens nicht so plakativ asozial wie die SVP.

Wer Schwule und Nacktwanderer wieder auf den rechten Weg bringen will, und sonst keine anderen Probleme hat, wählt EVP (oder noch schlimmer: EDU) für Christliche Werte. Oh Gott!

Die Grünliberalen sind ein Bisschen FDP in Grün. Wirtschaftsnah und trotzdem öko - eigentlich mit ganz vernünftigen Ansätzen. Energiesteuer statt Mehrwertsteuer tönt gut und auch noch ganz sozial. Bei der Bankenregulierung will sich die GLP nicht die Finger verbrennen und stellt sich hinter den halbherzigen Kompromiss des Nationalrats. Wie liberal die Partei gesellschaftspolitisch ist, lässt sich aus den Parolen jedoch schwer ableiten.

Die SP hat als einzige Kraft im Parlament den Mut, der geldgierigen Bankenlobby entgegenzutreten und sollte dafür eigentlich mit Stimmen belohnt werden, denn der Protektionismus der Zeitbombe Investmentgambling ist weder im Interesse der Schweizer noch der Schweizer Wirtschaft. Aber wenn am linken Flügel der Party wieder Feministinnen und Gewerkschaften vom Kommunismus träumen und Geld an die faulsten verteilen, beginne ich am Sinn meiner Überstunden zu zweifeln.

Die Vertreter der CVP verteilen sich auf der politischen Landkarte über die ganze Mitte. Die Partei als Ganzes ist sich nur in einem Thema einig: Man ist pro Familie. Und das heisst auf Deutsch: Singles müssen dafür bluten.

Fazit: Obwohl ich als Gewerbler eigentlich bürgerlich wählen müsste, wähle ich 2011 wohl hellgrün bis links. Für Rechtsrucks und das Interesse der Lobbyisten wählen schon genug.15 years ago

 

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