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16.03.2018

BjoernSunshine

MagiQ im Club Q: So geil kann Zürich sein!

"Ich weiss, dass du nicht immer an jeder Party deinen Fetisch ausleben kannst, aber bei mir kannst du es!", schrieb mir Burim Mitte Januar als Einladung zur MagiQ-Party. Tatsächlich, letzten Samstag durfte ich endlich mal unbehelligt von Moralaposteln nackt mit Latte quer durch einen Zürcher Club tanzen, ohne mich vor irgendwem dafür rechtfertigen zu müssen, eine geile schwule Sau zu sein. Und hey, ich war auch nicht der einzige!

Wirklich erstaunlich, wenn man bedenkt, wie lange andere Veranstalter sich schon am Thema Erotik die Zähne ausbeissen. Game in der Bananenreiferei zum Beispiel: Nach langen Diskussionen ist zwar endlich nackt tanzen erlaubt, aber wenn jemand einem an den Pimmel fasst, riskiert Game noch immer den Rausschmiss des Vermieters.

Hinter MagiQ stehen ausser Burim noch Beat Herren (Future Waves) und das hauptsächlich heterosexuelle Fetischparty-Label Erotopia. Viele Hetero-Fetischpaare sah man zwar nicht an der Party, aber ich denke mal, dass die heterosexuelle Beteiligung zumindest half, die Hausordnung des Club-Q zu knacken. Schon an der Unleashed im X-tra vögelten Hetenpaare quer über die Tanzfläche, während an Schwulenpartys im gleichen Club alles Sexuelle immer brav hinterm schwarzen Vorhang bleibt.

Richtig viel Sex lief bei MagiQ trotz Berliner DJ-Power auf der Tanzfläche allerdings nicht. So viel Freiheit sind Zürcher Schwule halt einfach nicht mehr gewohnt und können sich trotz Show-Animation kaum vorstellen, was man alles mit Schwänzen ausserhalb kleiner schwarzer Kabinen anfangen könnte. Trotzdem war DJ Chris Becker mindestens so erstaunt wie ich, wie ausgelassen die Zürcher Partyszene feiern konnte. So viel Stimmung und nackte Oberkörper auf einer Tanzfläche hatte man in der Limmatstadt wirklich lange nicht mehr gesehen. Und man muss auch sagen: So guten Sound vom ersten bis zum letzten DJ hat man auch selten gehört!

Dass der zweite Dancefloor ins Fumoir verlegt wurde, freute vielleicht die Raucher, aber es war doch ein Abstrich für alle, die sich zwei unterschiedliche Welten Himmel und Hölle mit tollem Dekor erhofft hatten. Ich fand es gut, dass auf kleinerer Fläche mehr Stimmung entstand, aber einige Gäste waren ziemlich enttäuscht.

Wirklich genervt hat mich das frühe Ende der Party. Angekündigt waren "14 Stunden Non-Stop-Party inklusive Afterhours", weshalb am Eingang auch stolze 35 Franken verlangt wurden. Kurz nach 9 ging dann aber schon 3 Stunden zu früh das Putzlicht an und um 10 war nach langem Rätselraten der Gäste, ob sich ein letztes Bier noch lohnt, definitiv Schluss.

Leute, so geht das einfach nicht. Was man in der Werbung und an der Kasse verspricht, das muss man auch halten, sonst macht man sich das eigene Geschäft kaputt. Schon an diversen Angel-Afterpartys haben die Veranstalter Stunden vor dem offiziellen Ende die Kohle eingepackt und das Publikum stehen gelassen. Wer bestellt denn da noch zu später Stunde einen Drink an der Bar, wenn er nicht mal weiss, ob die Musik noch läuft, so lange das Glas halbvoll ist?

Je häufiger Veranstalter vorzeitig mit der Kasse abhauen, umso mehr wandern Gäste an private Partys ab. Der Exodus nach Halbzeit an Zürcher Events fällt ja bereits jedem Touristen auf. Wer sein Label aufbauen will, muss Vertrauen schaffen! Nur so kann die Clubszene neben der Konkurrenz von Grindr und Romeo überleben.

Wir freuen uns auf die nächste MagiQ im Q. Hoffentlich mit vielen hemmungslosen Jungs und hammergeilem Sound bis zur letzten Minute!

(Foto: Facebook)

 

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