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Bjoern Sunshine
coverboy

04.05.2012

BjoernSunshine

Stairs-Club: Ohne T-Shirt verboten!

Im After-Hour Club "Stairs" ist neuerdings das oben-ohne Tanzen offiziell verboten. Der schwule Chef, Johann Sollberger hat dies soeben bestätigt:

"Wir haben schon sehr lange Reklamationen von Hetero Frauen und Männern weil diese sich von ein paar Schwulen und ihrer teilweise intoleranten Art nicht wohl gefühlt hatten. Das Thema oben ohne ist nur ein Beispiel. Seit ein paar Monaten haben wir immer mehr Gäste verloren, die sich einfach in einer solchen Situation mit Tshirt weg und anderes nicht wohl gefühlt haben. (...) Die Toleranz gegenüber den Heteros lies dann doch sehr zu wünschen übrig. (...) Wir hatten sehr viele Reklamationen wegen dem, von Toleranz oder Anpassung war da echt wenig zu spüren."

Da haben wir jahrzehntelang für Toleranz gegenüber der schwulen Lebensart gekämpft, aber statt uns so zu tolerieren wie wir sind, verlangen nun die Heteros Toleranz gegenüber ihrer eigenen Intoleranz und Anpassung an die prüde, verklemmte, heterosexuelle Gesellschaftsnorm. Einspruch! Toleranz hat mit Vielfalt zu tun und nicht mit Einschränkung!


Stairs: vom Gayclub zum Heteroclub
Als vor 5 Jahren die Chefs des legendären Labyrinth aus Grössenwahn das tolle Lokal an der Pfingstweidstrasse verkauft und einen Schicki-Micki-Tempel bezogen hatten, waren es Johann und Beat, die im Lotus (dem alten Laby) wieder richtig geile Gaypartys machten. Bis sie sich mit den neuen Besitzern des Clubs verkrachten (Beat schreibt, sie seien beschissen worden). Nach 5 Monaten im Labitzke eröffneten sie im März 2008 das Stairs im Letzipark und machten dort ebenfalls gute Gaypartys, allerdings wegen der damaligen Polizeiauflagen ohne Darkroom.

Doch dann taten sich die Besitzer des Lotus mit den gestrandeten Labychefs zusammen und veranstalteten wieder Gaypartys im alten Lokal. Beat schreibt: "Dann sind alle wieder zu denen hingerannt und haben uns einfach im Stich gelassen. Vom einen Tag auf den anderen standen wir dann mit einem leeren Stairs Club da..".
Ok, das war bitter. Aber ich glaube nicht, dass fehlende Loyalität der Grund war. Es lag eher daran, dass das Lotus die bessere Location (2-stöckig, hohe Räume, 2 Chillouts, 2 Bars, Darkroom) war, und dass man ab 2009 im Lotus wieder alle sexuellen Freiheiten hatte, während im Stairs der Sex verboten blieb.

Freie Entscheidung
Ich mache Johann keinen Vorwurf, dass er sich aus der finanziellen Situation für Heteropartys entschied. Ich programmiere schliesslich auch Webseiten für Heteros. Aber ich werde trotzdem nicht mehr ins Stairs gehen und den Club aus unserer Agenda streichen.

Für mich gehört schwule Erotik und nackte Haut einfach zum Partyleben und ich werde meine Freizeit sicher nicht mit intoleranten Spiessern und Moralaposteln verbringen, die nicht einmal einen nackten Männeroberkörper tolerieren können.

Wo soll das hinführen? Heute verlangt Johann, dass man ein Trägershirt anzieht, weil intoleranten Heteros nackte Oberkörper missfallen. Morgen verlangt er vielleicht, dass sich Männer nicht mehr öffentlich küssen, weil es sicher auch Heteros gibt, denen das missfällt. Und übermorgen ist auch Händchen halten verboten, damit sich auch die Rechtsextremsten im Stairs zu Hause fühlen.


KEINE TOLERANZ FÜR INTOLERANZ!

Hier bin ich konsequent. Wenn wir selbst Partys organisieren, darf jeder eingeladene Gast (männlich oder weiblich) so nackt sein wie er(sie) will. Wenn jemand ein Problem damit hat, kann er(sie) sich eine andere Party suchen. Wir zelebrieren Freiheit und nicht Verbotitis. Und solange mir gaYmeBoys und gayAGENDA gehören, werde ich hier keine Werbung für Clubs machen, die die schwule Lebensart nicht tolerieren.

Toleranz ist nicht verhandelbar. Nicht bei mir!

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Crobrazh
 ja so kann man es auch sehen....
auf jedenfall bleibt nicht mehr viel übrig in zürich...
selbst wenn ich mir grösste mühe gebe partys in clubs zufeiern, bin
ich schon wieder um 4 uhr morgens daheim...
ist langweilig gewordenvor 6 Jahren
BjoernSunshine
 Nein, das würde nicht klappen. Wenn wir alle wieder hingehen, wird man das so interpretieren, dass uns die Intoleranz egal ist, und es wird sich gar nichts ändern. Clubkonzepte ändern sich immer erst dann, wenn ein Club halb leer bleibt. Das war auch schon beim Laby-Hohlstrasse so, und damals haben auch Johann und Beat sehr davon profitiert, dass die Gays das neue weisse Laby geschnitten haben.vor 6 Jahren
Crobrazh
 wir schulen könnten ja wieder vermehrt dort hin gehn, dann würde das konzept beschtimmt wieder an uns angepasst...vor 6 Jahren
chriszh
 Ich bi scho lang nüm is Stairs, obwohl d DJs eigentli sehr guet gsi sind. Eifach alles ufs Laby schiebe isch e chli gar simpel. Sit es in Züri kein richtige Gay-Club me git, chönnt mer guet dämit Gäld verdiene, aber sie händ sich halt scho lang gäge di Schwule und für d' Jugos entschiede. Wahrschinli suufet die halt meh as mer...vor 6 Jahren
athleticguy
 Bereiten wir doch den besorgten Betreibern des Stairs die Freude und gehen erst gar nicht mehr hin. Damit helfen wir tatkräftig mit, dass die Reklamationen weniger werden - und auch die Einnahmen...!!!vor 6 Jahren
BjoernSunshine
 Mittlerweile hat die Story sogar die Pendlerzeitung "20 Minuten" erreicht. Und Nightlife-Experte Alex Flach glaubt zu wissen, dass nur Schwule gerne mit nacktem Oberkörper tanzen, «weil dort quasi jeder ein Jäger ist».

Es muss schon frustrierend sein, wenn man sich Nightlife-Experte nennt, aber all die geilen nackten Jäger nicht das geringste Interesse zeigen.vor 6 Jahren
theGreenCrescent
 Nun, da hat eben einer, auch wenn selbst schwul, gemerkt dass sich auf eine "brave" Durchschnitts-Masche enorm viel Geld machen lässt.. Seine Rechnung geht natürlich auf, zumindest kurzfristig. Sobald sich aber zuviele seiner Hetero Gäste an SEINER Veranlagung stören werden, ist er so plötzlich "out"/"démodé" wie er "in" wurde. So Moden und Mödchen sind ganadenlos.

Kein Wunder, dass dieser Hr Roderer während so langer Zeit in "Seldwyla-Downtown" so populär war !vor 6 Jahren
BjoernSunshine
 Wir leben in einem freien Land und letztendlich richten sich die Veranstalter mit ihren Konzepten nach der Nachfrage. Wer wie wir Wert Toleranz und Freiheit legt, sollte auch die Veranstalter unterstützen, die tolerante und freiheitliche Partys machen und dies auch gegenüber intoleranten Gästen durchziehen.
Es gibt noch solche Partys in Zürich. Die Angels, Flexx, Family Affair, ...
Lasst euch eure Freiheit nicht nehmen, denn die besten Partys muss man einfach nackt feiern :-)vor 6 Jahren
Tomtom
 Sexuelle Wesen wurden in der Hetero Welt noch nie toleriert. Das hat man schliesslich in der Kirche gelernt, dass das pfui und böse ist.
Analog der Gay Saunas gibts ein paar wenige Hetero Sauna Clubs (am Montag sind teilweise sogar Bi's willkommen, man staune).
Wobei im Hetero Saunaclub die Lady bitte möglichst Sexy und die Herren am liebsten zwischen Schiesser Unterwäsche und Adiletten angezogen und keinesfalls ausgezogen sein sollten in Räumen unter 80°C
Es gibt eine einzige regelmässige Fetisch Tanz-Party in der deutsch Schweiz. Wenn man da ausserhalb des Dark-Room Bereichs Sex hat, gibts schon Aufruhr unter einigen Gästen. (Zum Glück noch nicht bei der Mehrheit und vor allem nicht beim Veranstalter)
Die selben Gäste führen dann ihre Sklaven auf allen vieren durch den ganzen Club Gassi (oder werden geführt) und merken nicht, dass wir das wohlwollend tolerieren, auch wenns ganz und gar nicht unser Fetisch ist. Auch ein Toleranz Thema an einer Stelle an der man es eher nicht erwarten würde....

Jeder nackte Mann ist ein Sex Grüsel, das lernt man doch im Blick.
Ich warte nur darauf, dass man das Shirt in der Öffentlichkeit irgendwann nirgends mehr ausziehen darf und es wieder sauber getrennte Männer und Frauenbadis gibt.

Man sieht, das ganze hat nicht primär etwas mit Intoleranz gegenüber Schwulen zu tun, sondern vor allem mit Verklemmtheit, Spiessertum und Asexualität.
Viele Leute haben einfach eine enorme Angst vor zu viel Freiheit.vor 6 Jahren
Andrin
 Das Zürcher Nachtleben erklimmt neue Höhepunkte! (Da werde sogar ich langsam sarkastisch...)vor 6 Jahren

 

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