ZÜRIGAY SZENE

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21.04.2016

BjoernSunshine

Basel lässt die Sau raus

La Messe tut es schon wieder: Eine Techno-Party organisieren, wo Schwule richtig schwul sein dürfen:

Die hedonistische Schweizer Party kommt ins L39 am Freitag 29 April 2016.
Lass deinem Fetisch mit hypnotischem Techno Sound durch eine Dark Atmosphäre freien Lauf.

Mit DJ Kevin Shala ab 21:30 - 04:00

Dresscode:
Fetish Freaks, Bears and Chasers, Nackt, Alternative. Kein Glitter.


Tja, da sind wir Zürcher mit unseren prüden Nacktverbots-Schwulenpartys mal wieder neidisch...

L39 BAR Lounge BASEL, Rebgasse 39, 4058 Basel
La Messe: Neue heisse Partyserie in Basel

11.03.2016

pressetext

Crowdfunding für Tessiner Gay-Club

1° Class Club: Der erste LGBT Club im Tessin startet eine Crowdfunding Kampagne!

Im Tessin gibt es über 350.000 Einwohner und nicht einen LGBT Club. Aus diesem Grund entstand das Projekt 1° Class Club, ein neues und frisches Lokal für die ganze LGBT Community mit Standort in Lugano.

Um dieses Projekt zu finanzieren wird es eine Crowdfunding Kampagne geben die allen ermöglicht einen Beitrag zu leisten um dieses Ziel zu erreichen. Die Kampagne wir einige sehr Exklusive Produkte im Vorverkauf anbieten!

1° Class Club ist nicht nur eine Idee, es ist ein klares und genau geplantes Projekt.

Das Lokal wird jede Woche ein komplett neues Thema präsentieren und den Gästen Gadgets zur Verfügung stellen. Jede Party im 1° Class Club wird dadurch ein unvergessliches Erlebnis!

Hinter dem Projekt steht ein dynamisches und motiviertes Team. Angelo Cristian Miozzari, sein Bruder Alessio und Ivan Vivenzio. Cristian war für Jahre als tilllate.com Regional Manager aktiv und hat mittlerweile fast 10 Jahre Erfahrung in der Clubbing Szene, Alessio ist Elektriker und kümmert sich um die Technik, Ivan ist seit bald 8 Jahren als DJ aktiv und hat 4 Jahre Erfahrung als Art Director.

www.1classclub.com

04.02.2016

BjoernSunshine

La Messe: Neue heisse Partyserie in Basel

Schafft Basel, was in Zürich keiner mehr hinkriegt? Eine erotische Gayparty mit heissem Techno ohne Prüderie? Früher war in Basel tote Hose und alle Basler kamen zum Feiern nach Zürich. Doch die Reisegewohnheiten könnten sich ändern.

Ich habe mit Kevin Shala, dem Organisator des neuen Labels "La Messe" gechattet und erwähnt, dass an Zürcher Schwulenpartys trotz aller Bemühungen nackte Schwänze noch immer als Gefährdung der öffentlichen Sicherheit wahrgenommen werden und Erotik praktisch nur noch in der Werbung vorkommt.

"Wir wollen es anders machen als die engstirnigen grossen Schwulenpartys", meint Kevin und fügt an "Wir sind das neue Labyrinth ;-)"

Das Laby, der legendäre erotische Tanzpalast, ist wohl jedem Zürcher noch ein Begriff wie Sodom und Gomorrah und trotz dem unrühmlichen Ende noch immer ein Name mit Gewicht.

"Unsere Partys sind strikt nur für Gäste über 20", erklärt der Basler Organisator, warum an seinen Events schwuler Sex offenbar kein Problem darstellt. Da kommt mir mal wieder die Alte Kaserne in den Sinn. Der Zürcher Club, in dem regelmässig Partys wie Free To Love oder Flexx stattfinden, hat erst kürzlich die Alterslimite auf 21 gesetzt. Nichtsdestotrotz bleiben Nackt- und Sexverbot dort selbst an "perversen" Partys bestehen.

"Die Technomusik ist verknüpft mit toleranten Menschen, die man eben nicht an den schrecklichen Circuit Music Partys antrifft", erklärt Kevin Shala, der nicht nur Organisator der La Messe-Partyreihe sondern auch Techno-DJ und -Producer ist.

Ich erkläre Kevin das Dilemma der Zürcher Partyszene, dass hier alle Lokale Heteros gehören, die stur auf ihrer Hausordnung beharren und keine Erotik an schwulen Events zulassen wollen.

"Der Besitzer des Basler Borderline-Clubs, Marcos del Sol, ist auch Hetero", sagt Kevin, "doch er arbeitet gern mit Gays. Die Atmosphäre bei La Messe ist ähnlich wie im Berghain Berlin."

Was soll ich da sagen. Ich liebe das Berghain, auch wenn ich den Sound dort gelegentlich etwas zu minimal finde und zugeben muss, dass ich manchmal auch ganz gern melodiösere Circuit Party Klänge mag. Aber wenn man für ein tolerantes Partyerlebnis nicht jedes Mal nach Berlin jetten sondern nur noch nach Basel fahren müsste, wär das ja fantastisch!

Die nächste La Messe: Once upon the Cross steigt am 4. März im Borderline-Club, Hagenaustrasse 29 in Basel von 23 bis 08 Uhr. Es gibt 2 Dancefloors, einen Darkroom und hinter den Plattentellern stehen die DJs Positive Centre, Ronny Vergaga, Komut, Kubex, Kevin Shala, Josh Tree, Juiceppe, Elk+Qantiem, Lagardere und Lukas.

Ich habe mir fest vorgenommen, in 4 Wochen dabei zu sein! Wer kommt mit?

02.02.2016

BjoernSunshine

Angels Kitsch und Afterhour: Wunderschon aber viel zu kurz

Die Angels-Kitsch-Party war richtig gut! Sowohl das Dekor mit roten Fahnen, goldenem Lametta und unterschiedlich grossen Projektionsleinwänden machte Laune, wie auch die eindrücklichen Akrobatikshows mitten in der Halle. Auf abgetrennte VIP-Areas hatte man verzichtet, dafür ein paar Podeste links neben den Loungeecken aufgestellt und so das Publikum zum Mitmachen motiviert, was sehr gut ankam. Diesmal hatten sich schon deutlich mehr Gäste als letztes Jahr in kitschige Outfits geworfen - es scheint, als ob doch jemand meine Zeilen liest...

Morgens um 1 war die grosse Halle gut gefüllt. Der Vocal-House von DJ GSP und Ennry-Senna erinnerte mich an schwule Megapartys in Barcelona oder Madrid und konnte zuweilen auch die Schweizer begeistern, nur dass halt in Zürich etwas Euphorie, Hitze und nackte Haut fehlen, um die Halle in eine kochende Stimmung zu füllen wie man sie aus Spanien kennt. Schon gegen 3 klafften auf der Tanzfläche grosse Lücken und die bombastischen Klänge fielen, ohne ein Ohr zu treffen, zwischen den Gästen aufs Parkett.

Paradoxerweise war der Hauptsponsor der Kitsch-Party ausgerechnet ein Dating-Service: "Scruff". Dabei ist doch gerade das Online-Dating primär dafür verantwortlich, dass den Schwulenclubs heute die (sexgeilen) Gäste fehlen.

Die Flexx-Afterhour in der Alten Kaserne begann langweilig mit furztrockenem Sound und halbleerer Halle. Dann aber legte DJ Daniele D'Alessandro so wunderschönen Trance auf, dass ich fast schon hätte heulen konnte. Einfach fantastisch! Meeega geil! Doch trotz genialem Sound ging es nicht so ab wie früher an Zürcher Partys. Es war recht kühl im Saal und nur wenige zogen ihr T-Shirt aus. Mir scheint, als ob viele Zürcher einfach das Partymachen verlernt haben. Man geht halt nur hin, betrinkt sich oder pudert sich die Nase und wartet ab, was andere so tun, statt selbst mal aktiv zu werden und Stimmung zu machen. Und wenn ich schon mal nicht so fit bin, um auf die Bühne zu steigen und die Leute anzuheizen, macht es eben niemand. Zudem war die Bühne beim DJ-Pult diesmal abgesperrt. Schade. Der Schluss der Party kam (wie schon mehrmals bei Flexx in der Alten Kaserne) viel zu früh. Auf der Angels-Homepage stand noch gross bis 11 a.m. Um 9:30 ging dann aber schon das Putzlicht an.

Meiner Meinung nach bewegt sich die Zürcher Szene im Kreis und kommt nicht vom Fleck. Die Veranstalter beklagen die schwindenden Gästezahlen und versuchen, die Leute mit grossen DJ-Namen anzuziehen, vertreiben sie jedoch mit zu hohen Preisen oder falschen Versprechen. 35 Franken Eintritt ins X-tra sind zwar für Zürcher Verhältnisse sehr anständig, aber beim stolzen Xtra-Bierpreis von 7.50 oder einem Becher Eiswürfel mit kaum Cola für 6.- ist bei vielen bereits nach wenigen Stunden Ebbe im Portemonnaie. Schon um halb sechs ist die grosse Halle halb leer und man muss wohl oder übel mit dem Taxi an die Afterhour fahren. Also nochmal 15.- fürs Taxi, nochmal 20.- Eintritt plus Garderobe, um gerade mal 3 1/2 Stunden zu tanzen, bevor auch dort die Musik ausgeht. Wer kein erklärter Fan des DJs ist, für den stimmt das Preis/Leistungsverhältnis einfach nicht mehr, bzw. eine Privatparty, bei der man keinen Eintritt zahlt, den Wodka selbst mitbringt und keine prüde Hausordnung nackte Haut und Sex verbietet, erscheint für viele Jungs deutlich attraktiver als eine kurze Afterhour. Und deshalb gehen viele schon gar nicht erst hin, die Veranstalter machen weniger Umsatz, die Partys werden noch kürzer, es gehen noch weniger hin, der Umsatz geht weiter zurück,... Teufelskreis.

15.01.2016

BjoernSunshine

Perverse Musik

"Matinée Pervert Zürich" heisst der Event, der am 13.2. in der Alten Kaserne stattfinden soll. Ein Fetischkerl mit Maske, rot und schwarz. Was fällt euch da Perverses ein?

Eine Fetischparty für harte Jungs mit harten Schwänzen? Stampfende Bässe, schwitzende Männer, heisser schwuler Sex? In jeder anderen Stadt wäre eine Party mit einem solchen Flyer eine wilde Orgie. Aber in Zürich in der Alten Kaserne?

Man weiss ja, wie die Security in dem Laden reagiert, wenn nur schon die Hose etwas tief hängt. Also habe ich nachgefragt: Der Organisator sei die Matinée Group, es gehe um Musik und nicht um Sex und die Regeln im Club seien die gleichen wie immer, lautet die Antwort.

Kein Sex, keine nackten Schwänze, was bleibt da noch Perverses? Die Musik! Aber wie zum Geier tönt perverse House-Music? Pervers laut wie in Barcelona kann es kaum sein, denn die Anlage im Club hat einen Limiter. Pervers high wie in Barcelona können die Gäste auch kaum sein. Dafür ist die Kaserne viel zu nah am Polizeirevier. Perverse Preise könnten gemeint sein. Das könnte zu Zürich passen. Oder einfach nur perverse Irreführung schwuler Partygäste durch völlig unpassend sexualisierte Werbung eines absolut unsexuellen Events.

Genau das ist so typisch und pervers an Zürich. Alle stöhnen über die angeblich "übersexualisierte Gesellschaft", dabei ist das einzig übersexualisierte die Werbung, während im realen Leben Prüderie herrscht. Es kommt mir vor, wie wenn ein Vegi-Restaurant ein saftiges Steak auf den Flyer druckt. Echt pervers, wie man uns immer den Speck durchs Maul zieht und dann doch nur Gemüse serviert!

15.01.2016

BjoernSunshine

Nackt tanzen...

Ich liebe Musik und ich liebe es zu tanzen. Nackt! Denn so fühlt es sich einfach am besten an. Wenn ich das in Berlin sage, dann antworten die Leute: "Na klar, mach doch!" - In Zürich jedoch sind nackte Jungs an schwulen Partys seit Jahren ein Politikum.

Damals im ehemaligen Laby, Aera und Labitzke war alles noch kein Problem. Auch im 696-Club dessen Besitzer zwar hetero aber sexuell sehr liberal war, fanden es alle cool, dass einige Jungs nackt durch den Club tanzten. Die GaYme-Partys in der Bananenreiferei waren ebenfalls liberal, doch nun hat auch dort der Vermieter dem Spass ein Ende bereitet: "Nackt ist verboten, sonst kommt die Polizei". Dabei wäre rein rechtlich die Sache klar. Ende 2008 hat das Zürcher Obergericht entschieden, dass Nacktheit und Sex an Partys legal ist, wenn nur über 18-jährige Einlass erhalten und am Eingang ein entsprechendes Warnschild hängt.

Wer die berüchtigten Zürcher Clubs nie erlebt hat und auch noch nie in Berlin im KitKat oder im Berghain war, weiss wohl nicht, was ihm entgeht. Die meisten hier halten die strikte Trennung von Tanzen und Erotik für ganz normal. Beim Tanzen betrinkt man sich und behält die Klamotten an. Und zum Ficken holt man sich per Grindr jemanden nach Hause. Dass man heisse, nackte Männerkörper auch auf einer Tanzfläche erleben könnte, darauf kommen die Boys von heute gar nicht mehr.

Klar, auch ich habe das Laby nicht erfunden. Aber als ich zum ersten Mal da rein kam, die schwülheisse Luft meine Haut umspülte und ich auf der Tanzfläche an heisse, schweissnasse Körper klatschte, begriff ich schnell, was das Geheimnis des "erotischen Tanzpalastes" war. Seither gehören Party, Musik und Sex für mich zusammen. Zu richtig geilem Sound müssen die Klamotten runter und ich will von allen Seiten nackte Haut spüren. 100% pur. Ohne Unterhose!

Wenn ich von solchen Partys schwärme, sagen mir die Leute: "Du musst begreifen, dass sich die Zeiten geändert haben. Heute führt man an Partys die schönen Kleider aus, pudert sich die Nase, knüpft Kontakte für die Karriere und betrinkt sich gesellschaftskonform mit Vodka." - "Findet ihr das geil?", frage ich dann und die Leute schweigen.

Im ehemaligen Labyrinth-Club war die Erotik auf der Tanzfläche das Erfolgsrezept. Halb Zürich stand damals Schlange, um diese Atmosphäre mitzuerleben. Auch als die schwulen Besitzer den Club in den Sand setzten und an zwei nicht schwule Pakistani verkauften, merkten diese schnell, dass sexuelle Freizügigkeit das Geheimnis des Erfolgs war. Leider setzten Gentrifizierung und Abrissbirne dem Spass dann doch ein viel zu frühes Ende.

Wenn man schwule Veranstalter heute fragt, hört man zwei Statements: Die einen sagen, dass Erotik an Partys nicht mehr dem Mehrheitsgeschmack entspricht. Die Schwulen von heute wollen angeblich keine Schwänze mehr sehen und keine nackte Haut mehr spüren. Die andern sagen, es liegt am Vermieter und seiner strengen Hausordnung.

Klar ist es jedem Veranstalter freigestellt, welches Konzept er durchzieht. Mich nervt es nur, wenn Partys mit tonnenweise Erotik auf dem Flyer werben und dann am Event selber alles verbieten. Ein Vegi-Restaurant wirbt schliesslich auch nicht mit saftigen Steaks.

Bei den Vermietern frage ich mich, warum nicht endlich mal ein reicher Gay (schwule Millionäre gibt es garantiert hunderte in der Schweiz) ein Eventlokal eröffnet, in dem wir unsere eigenen Regeln aufstellen können. Wenn ich Millionär wäre, würde ich das tun. Aber Millionäre denken anders. Wozu soll man sein Geld in einem unsicheren Witschaftszweig riskieren, wenn man sich genauso gut ein paar hübsche Callboys nach Hause bestellen kann?

Tja: die Community ist tot - es lebe der Egoismus. Jeder denkt nur noch an sich selbst. Und ich? Ich sollte aufhören meine Zeit zu verschwenden und lieber Geld verdienen, um Partys in Berlin zu feiern.

Umfrage: An einer Gay Party erblickst du einen heissen Typ nackt auf der Tanzfläche. Was machst du?

14.01.2016

BjoernSunshine

Gay Partys Zürich Anfang 2016

Was tut sich in der Zürcher Partyszene?

Im Dezember machte die dritte GaYme-Party in der Bananenreiferei so richtig Spass. Gute Leute, guter Sound, super Stimmung und hey, man durfte tatsächlich nackt durch die Party tanzen und niemand störte sich daran. Jedenfalls nicht direkt. Anscheinend hat dann doch noch jemand hintenrum beim Vermieter reklamiert und erreicht, dass nackte Dödel auch bei GaYme zukünftig verboten sind. Einfach nervig, dass immer wieder intolerante Leute an Gaypartys gehen und uns Gays ihre Heteroregeln aufzwingen müssen. Die vierte GaYme ist erst am 2. April. Wir werden da sein - wenn auch etwas gedämpfter Euphorie.

Richtig gut war die Inside im Stairs-Club am Weihnachtsabend mit DJ Chris Becker und Bobby Bella. Die nackten Oberkörper der Gays tun dem Laden, in dem an Hetero-Events oben ohne verboten ist, einfach gut. Doch die Tage des Stairs sind vermutlich gezählt. Direkt vor dem Club werden viele neue Wohnungen gebaut und kaum sind die ersten Leute eingezogen, werden vermutlich schon die Lärmklagen bei der Polizei eintrudeln. Die nächste Inside ist am 20. Februar.

Weil überall sonst, ausser in Saunas und Fickclubs, wo es weder Tanzfläche noch Stimmung gibt, nackte Jungs verboten sind, und mir diese Kindergartenmentalität noch immer tierisch auf den Sack geht, feierten wir wieder traditionell ausgelassen mit unseren Freunden und DJs privat Silvester. Was bei Flexx in der Alten Kaserne abging, kann ich euch deshalb nicht berichten.

Das neue Jahr begann dementsprechend mit einem Kater und ziemlich viel zu putzen. Warum Schwulen beim Feiern dauernd die Zigaretten und Kaugummis aus dem Mund fallen und insbesondere auf Sofas und Teppichböden, das werde ich wohl nie begreifen.

Am 16. Januar kommt DJ Chris Becker nochmal nach Zürich: Zur Free To Love in die Alte Kaserne. Passend zum Januarloch ist an diesem Abend der Eintritt frei und das Haus sicher voll. Dass "Free To Love" nichts mit "freier Liebe" zu tun hat, habe ich schon früher erwähnt. Die Security hat für diese Analogie leider kein Verständnis.

Der neue Kings-Club ist nun jeden Samstag ab 22 Uhr geöffnet. Die resident DJs Angel-O & Juiceppe kennt man von diversen Kitsch- bis Housefloors. Gemäss Veranstalter seien die Partys glamurös mit hübschen spanischen Gogoboys. Da bei den Gästen jedoch nackte Oberkörper "nicht gern gesehen" werden, ist der Laden nichts für mich. Björn Sunshine mit T-Shirt auf einer Tanzfläche gibt's frühestens in 20 Jahren, wenn ich alt und hässlich bin.

Aber a propos Kitsch: Am 30. Januar ist die kitschigste Party des Jahres: Die Angels-Kitsch-Party "J'Adore" im Xtra. This night blends the chic with the erotic. And it’s all about YOU! schreiben die Angels. Also lasst euch gefälligst was Kitschigeres und Erotischeres einfallen, als das übliche Streetwear-Outfit, das ihr an jedem Abend tragt! Ein Dresscode ist zwar nicht vorgeschrieben, aber die Kitsch-Party ist DER Anlass, wo ihr mal richtig QUEER sein dürft! DJs Ennry-Senna, GSP, Ricardo Ruhga, Glitzerhaus.

Am 13. Februar fällt ein Flyer besonders auf: "Matinée Pervert Zürich" heisst der Event, der ebenfalls in der Alten Kaserne stattfinden soll. Ausser den DJ-Namen DJ Taito Tikaro, Taylor Cruz, Extasia & Ambient P ist nichts bekannt. Vom Flyerdesign her würde ich in jeder anderen Stadt auf eine gehörige Portion Sex und Erotik schliessen, aber in der Zürcher Alten Kaserne, wo die Security liebend gerne Kindermädchen spielt, kann ich mir eine solche Fetisch-Party kaum vorstellen. Ich hab den Club angefragt, wie der Flyer zu verstehen sei. Sobald ich eine Antwort bekomme, gibts Aufklärung...

Ansonsten gibt's die üblichen Events: Heldenbar jeden Mittwoch und Heaven am Samstag.

Wenn ich was vergessen habe oder jemand von euch auf andere tolle Events hinweisen möchte, steht euch dieser Blog jederzeit offen und Leute, die schreiben können sind sehr willkommen.

07.12.2015

BjoernSunshine

Ein neuer Gayclub in Zürich: King's Club

Wo sich früher osteuropäische Damen an Stangen räkelten, sollen in Zukunft Schwule tanzen. Das Label Milkshake hat den Laden übernommen und will in Zukunft Partys veranstalten, die sowohl Schwule wie auch Heteros ansprechen.

Erfahren haben wir von dem Projekt aus der Pendlerzeitung 20 Minuten. Uns hat man nicht informiert und auch die meisten unserer Freunde wussten von nichts. Gegenüber 20 Minuten sagte Organisator Oliver Bachmann: "Zürich braucht wieder einen Gay-Club, wo sich auch Heteros wohlfühlen." Ich kann also nur zwischen den Zeilen lesen und muss davon ausgehen, dass das Konzept an Hetenbedürfnissen ausgerichtet wird. Das heisst auf Deutsch vermutlich wiedermal weichgespülte Homosexualität ohne Sexualität. Ein paar hübsche spanische Gogoboys hinter der Bar, die man nicht anfassen darf und davor vermutlich Schicki-Micki-Schwule im Rollkragenpulli, die sich auch nicht anfassen lassen. Okay, das war jetzt eine ziemlich abschätzige Vermutung, aber bisher endete noch jeder Zürcher Versuch, eine Gayparty hetentauglich zu machen in pseudoerotischer Verklemmtheit, die höchstens Teenies begeistern konnte, die noch nie einen richtigen Gayclub erlebt hatten.

Alex Flach, der Kolumnist des Tages-Anzeigers vergleicht in seinen Gute Nachtgeschichten die Milkshake-Partys mit Valentinos Coiffeur- und Beautysalons, wo alles in Farbe und Plüsch ertränkt wird. Mich stört das nicht. Nachtleben soll vielseitig sein und Spass machen. Es muss nicht jeder Gayclub ein Betonbunker wie das Berghain sein. Unser Arbeitsalltag ist bereits voller Minimalismus. Also warum nicht mal zur Abwechslung opulenter Kitsch am Samstagabend?

Patrick Juen, Programmchef beim Café Gold meint in Alex' Kolumne, dass es keinen weiteren Gay-Club brauche, da Gays ja auch in diversen Hetero-Underground-Clubs feiern können. Doch dabei blendet auch er die sexuelle Komponente im Wörtchen "homosexuell" völlig aus und vergisst, dass in allen Zürcher Hetenclubs sofort die Security angerannt kommt, wenn Mann schon nur mal sein T-Shirt auszieht.

Ich will nicht behaupten, dass das Konzept des King's Clubs nicht auf Interesse stossen wird. Es gibt genügend Schwule, die gerne in Heteromanier ihre beste Freundin ausführen und einen Abend in gediegenem Plüsch verbringen wollen. Ob die Partys gut sind, hängt sicher auch von der Musik ab und bisher habe ich noch nicht mal ein Line-Up gesehen. Dass Zürcher Gays kein Flair hätten und man deshalb jeden Samstag Spanier als Barpersonal einfliegen muss, ist aber ein schlechter Witz. Zürich hat genügend heisse Jungs - man muss sie nur nicht mit Prüderie vergraulen, bis sie nur noch in Berlin ausgehen.

Die Lücke bei den Zürcher Gay-Clubs, die Patrick Juen nicht sieht, liegt woanders: nämlich dort, wo das Heaven aufhört und das Rage noch nicht anfängt: In einem erotischen Tanzclub wie dem alten Laby oder Aera oder 696 nämlich, wo gute DJs und knisternde Erotik zusammentreffen und Homo auch mal auf der Tanzfläche sexuell sein darf, ohne gegen die heilige Moralordnung zu verstossen. Damals im Laby durften übrigens auch schon Heteros und Frauen rein und standen sogar dafür Schlange, ohne dass man ihnen zuliebe den Sex verboten und das Gayleben weichgespült hatte.

Immerhin tut sich auch in dieser Lücke etwas: Die GaYme-Partys in der Bananenreiferei erhalten eine Fortsetzung am 2. Januar 2016 und bei der Inside im Stairs-Club hat die Security auch schon einen Grossteil ihrer Grimmigkeit abgelegt.

Die Webseite von Milkshake zeigt noch immer Fotos der Partys von 2013 und auf der Seite vom King's Club tanzen noch immer Frauen an Stangen. Wie die Partys sind, müsst ihr also selbst rausfinden. Gerüchten zufolge war am 5.12. bereits Eröffnung. Bilder gibt es bis heute keine.

King's Club, Talstrasse 25, 8001 Zürich.

16.11.2015

jannek

Black Party am 7.11.15: Die Aldi-Wichtel waren da!

Heute erlaube ich mir, euch meine Eindrücke zur letzten Black Party in Zürich zu schreiben. Natürlich sind diese höchst subjektiv.

Das Gute als erstes vorweg: In diesem Jahr sind die die Bierpreise nicht gestiegen und es hat keine VIP-Lounge gegeben. Juhu könnte man denken. Auch haben das Vorhalten einer zweiten Garderobe und das Öffnen weiterer Toiletten im Restaurantbereich zu spürbar geringeren Anstehzeiten geführt. Hierfür gebührt dem Veranstalter ein Kompliment, denn so konnte man sich auf das Wesentliche - nämlich dem Partygeschehen - konzentrieren. Auch der Stand des Checkpoints mit Beratung und HIV-/Syphillis-Testangebot als nunmehr feste Institution auf diesen Partys finde ich sehr gut. Eine grosse Wertschätzung an das Team vom Checkpoint. Ich hoffe, dass viele Gäste dieses Angebot genutzt haben.

Kommen wir aber nun zum weniger Schönen: Was groß als „Bang Bang“ bzw. "Die goldenen 20er Jahre" als Motto angekündigt wurde, war für mich eher ein Rohrkrepierer. Es sei, man wollte bewusst dem Minimalismus des Bauhaus-Designs Rechnung tragen, welches ebenfalls in den 20ern des letzten Jahrhunderts zur Blüte aufstieg. Aber dafür hätte man zumindest aus künstlerischer Sicht eine White-Party wählen sollen, da Bauhaus viel mit Licht, schnörkellosen Formen und hellen bzw. grellen Farben arbeitet. Ich denke jedoch eher, dass die Sparfüchse in Form von Aldi-Wichteln die Oberhand hatten, denn von einer kreativen und aufwendigen Dekoration so wie im letzten Jahr auf der Voodoo-Party war in diesem Jahr nichts zu sehen. Ausser Luftballons über dem Mainfloor und einigen schwarzen Stoffbahnen mit Goldverzierungen war sonst nichts zu finden.

Aber vielleicht dachten sich die Veranstalter ja bereits, dass die Gäste zumeist ihre Zylinder, Fracks, Smokings, Fliegen, Anzughosen und Hosenträger zuhause gelassen haben und wie immer in Lederharnischen, Sportklamotten oder (so wie ich auch) in Zivilkluft erscheinen. Also war es eher der übliche Fetisch-Mix, wo insbesondere die Anabolika-konsumierende Klientel ihre Ergebnisse der Medikamenteneinnahme des letzten Jahres (teilweise in Form von Rückenakne und aufgedunsene Körperpartien) präsentieren konnte. Positiv zu erwähnen ist jedoch, dass zum Glück in Zürich im Vergleich zu anderen Städten wie bspw. Köln diese Horde noch eine recht überschaubare Gruppe ist. Die meisten Junxx hatten, weil es ja nicht viel zu bestaunen gab, auch nichts besseres zu tun, als sich selbst und ihre neuen Handys zu präsentieren bzw. mit letzteren Selfies zu schiessen, um sich die Wartezeit vor der Fotowall zu verkürzen.

Aber auch an der Musik gab es etwas zu monieren. Es mag ja schon sein, dass Top DJ’s etwas mehr Geld kosten, ihre Musik dann später aber auch per Fernübertragung in den Raucherbereich zu übertragen um den DJ dort einzusparen, finde ich doch etwas unverfroren. Auch wurde gar nicht daran gedacht, dass (anders wie in den letzten Jahren) für Gäste, die nicht unbedingt auf elektronische Musik stehen, eine Alternative in der Disco im Erdgeschoss geboten wird. Die Musik dort unterschied sich für den Laien oder Nicht-Fan kaum von der Musik in den anderen beiden Bereichen.

Als Resümee muss ich leider festhalten, dass das Niveau der diesjährigen Black Party im Vergleich zu den Partys der letzten Jahre und besonders zu denen im Volkshaus in grossen Teilen einen weiteren Tiefpunkt gefunden hat. Ich war etwas enttäuscht, denn für einen Eintrittspreis von 40 Franken kann man auch in einer recht teuren Stadt wie Zürich etwas mehr erwarten…

12.11.2015

BjoernSunshine

Überfall auf Zürcher Schwulenbar

Am 19. Oktober 2015 stand im Blick, dass in der Nacht auf Sonntag eine Gruppe von rund sechs vermummten Personen die Schwulenbar «Les Garçons» an der Zürcher Kernstrasse stürmte. Personal und Gäste wurden verprügelt und mit Pfefferspray und homophoben Parolen eingedeckt. Ein äusserst krasser Vorfall im sonst so friedlichen Zürich - doch die Szene schweigt darüber.

Gemäss Pressesprecher der Stadtpolizei wollten innerhalb 24 Stunden weder Gäste noch Barbetreiber Strafanzeige einreichen. Auch wir erhielten keinen Hinweis. Weder auf der Webseite der Bar noch auf Facebook findet sich zum Vorfall ein Kommentar.

Ob die Attacke totgeschwiegen wird, weil vielleicht ein prominenter, ungeouteter Schwuler seine Anwesenheit geheimhalten will, wie ein Kommentator im Blick mutmasst, oder weil der Vorfall, so wie der Blick schreibt, kurz nach 4 Uhr morgens stattfand, was knapp ausserhalb der regulären Öffnungszeiten wäre, wissen wir nicht.

Dumm ist nur: Die Schwulen schweigen und die Rechtsradikalen freuen sich. Denn nun wissen sie, wo man Schwule verprügeln kann, die sich nicht wehren.

Leider auch bedenklich: Ein Leserkommentar, der den feigen Angriff verurteilt, erhält 25% Ablehnung. Das heisst, 1/4 der Blick-Leser finden es ganz okay, dass Rechtsradikale gelegentlich schwule Bars zerlegen.

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