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15.05.2015

BjoernSunshine

Leckere PlayerZ - come as you are ?!

Da sitz ich mal wieder nackt vor dem PC, click mich durch die E-Mails und lese das hier:
PlayerZ presents XLSIOR Mykonos... Come as you are or dress in sportswear...
Dazu ein superheisses Foto mit einem Body in Speedos und einem ... as naked as I am...

Jetzt sag mir einer, ob ich da wie immer was falsch verstanden hab, oder ob ich am 30.5. wirklich so nackt wie ich bin in den Escherwyss-Club kommen soll?

(es wär ja saugeil, wenn man endlich mal einen Zürcher Gay-Veranstalter beim Wort nehmen dürfte, und die Partys mit den geilsten Flyern auch die geilsten Gäste hätten)

04.05.2015

jannek

Inside, nur viele waren Outside

Ja, da hatten wir doch mal ein langes Wochenende, draussen war es nur am regnen und... Eigentlich sind das doch gute Voraussetzungen, um mal wieder richtig ausgelassen bis in den frühen Mittag durchzufeiern. Auch war die Agenda am Wochenende entsprechend bestückt, denn der Stairs Club hatte zu "Inside" bzw. einer neuen Partyreihe geladen. Die Werbung klang gut, nachtragend soll man nicht sein und deswegen dachte ich mir so, "geh' da mal hin". Endlich rockt es in Zürich mal wieder.

Gesagt getan. Im strömenden Regen machte ich mich recht zeitig nach Altstetten auf, da ich wenig Lust hatte, draussen in der Schlage oder sonst wo anzustehen. Aber das brauchte ich "leider" nicht. Ich kam unten an der Kasse sofort zum Zuge und auch oben ging es an der Garderobe blitzschnell. Dies sollte ein weniger gutes Omen sein, denn... Wo waren die Heerscharen von Junxx? Um 0:45h war der Club weniger als halb gefüllt. Da hatte es der DJ nicht leicht, den ansonsten sympathischen, sexy und teilweise halbnackigen Gästen einzuheizen. "Okay" dachte ich mir, das wird noch, denn es sollte ja noch bis in den Morgen gehen und die noch nicht angekommenen Junxx schlafen vor... Aber nix da... Gefühlt leerer wurde es noch, als der Nebenraum bzw. die Cruising Area geöffnet wurde... So dümpelte eine wirklich gut gemeinte Party dahin, die gefühlte Enge zwischen schwitzenden und gut riechenden Junxx blieb leider aus. Da war es ein schwacher Trost, dass der Barkeeper dich vorzüglich bedienen konnte, da er bei der tiefen Auslastung bereits wusste bzw. vorab sehen konnte, wann dein Bier leer ist. Eigentlich wollte ich bis zum Schluss bleiben, aber als die Anzahl Gäste drohte, gerade noch in den tiefen zweistelligen Bereich abzusinken, bin ich gegen 6:30h etwas wehmütig nach hause gegangen.

Nun ja, nun heule ich mich hier auch über sogenannte Luxusprobleme aus und beklage mich, dass die Junxx heutzutage lieber zuhause bleiben und am Handy bzw. PC die Online-Zahlen in Gayromeo beobachten, um abzuleiten, ob was in der Stadt los ist und wenn ja, sich dann doch lieber auf dem heimischen Sofa "spezielle" YouTube Videos ansehen. Nun ja, Clubbing ist in der zweiten Dekade des 21. Jahrhundert tatsächlich out. Mal sehen, wann ich das lernen werde bzw. mich daran gewöhnen muss, dass ich mehr und mehr zum Dino mutiere. Sicherlich nie... Auf eine Renaissance der 90er? Keine Ahnung... Da sind wir wieder beim Stairs Club: Ich hoffe ihr haltet ein paar Abende durch. Vielleicht raffen die Junxx in und um Zürich sich doch noch auf, so dass die Partyreihe eine Zukunft hat und dem Nachtleben der grössten Stadt der Schweiz etwas mehr Leben eingehaucht wird... Zu wünschen wäre es... nicht nur für die Veranstalter, sondern auch für das Zielpublikum bzw. die sogenannte "Szene"...

27.04.2015

BjoernSunshine

Gaysport Zürich Nackt Ölringen

Letzten Freitag veranstaltete der Ringerpoint von Gaysport Zürich in Örlikon ein Ölringen. Und ich war mit dabei. Ich muss gestehen, als friedliebender Büromensch fehlt mir bei Kampfsportarten jegliche Erfahrung. Das letzte Mal, dass ich mich mit irgendjemandem geprügelt hatte, war irgendwann im Kindergarten.

Die Ringerarena liegt in einem Keller in Zürich Örlikon. Der Boden wird mit Matten ausgelegt, darüber kommt eine dicke Gummifolie und nochmal eine dünne Wegwerffolie für die Sauerei. Sieben Gays sind gekommen. Fast alle Alters- und Gewichtsklassen und auch ein ganz heisses Teil in Schwarz. Zuerst gibt es ein Aufwärmtraining. Dann ziehen sich alle nackt aus und schmieren sich gegenseitig mit Olivenöl ein.

Die Ringkämpfe starten nacheinander, bis jeder einmal gegen jeden angetreten ist. Jeweils drei Minuten lang versucht man mit allen Kräften, seinen Gegner auf den Rücken zu legen, und weil alles flutscht, ist das ganz und gar nicht einfach. Selbst erfahrene Ringer haben im Öl kaum mehr Chancen als Anfänger, weil viele Tricks und Griffe am glitschigen Körper des Gegners schlicht nicht funktionieren.

Das Gefühl, im Öl übereinander zu flutschen und die starken Muskeln und die heisse Haut des nackten Gegners zu spüren ist auf jeden Fall supergeil. Trotzdem fordern drei Minuten Ringkampf so viel Kraft, dass man keine Energie übrig hat, um nebenbei einen Ständer zu kriegen. Zwischen den Kämpfen dann schon eher, denn wenn zwei nackte Jungs auf der Matte im Öl glänzen, ist das schon ein heisser Anblick!

Die zweite Runde war dann eher zum Spass gedacht. Mit weniger strengen Regeln einfach nochmal nackt aufeinander herumflutschen und das Gefühl im Öl geniessen.

Leider gibt es keine Bilder aus Örlikon, denn niemand wollte mit öligen Fingern seine Kamera versauen. Aber ein Riesenspass war's auf jeden Fall!

25.04.2015

BjoernSunshine

Kjell vs Electroboy über Zürich

Wenn Florian Burkhardt alias Electroboy aus dem schönen Berlin über die schönste Zeit der Zürcher Szene herzieht, das traurige Ende der letzten, richtigen Gaypartys begrüsst und schreibt, die hermetische Schwulenwelt hat einen wohlverdienten Ausgang in eine tolerantere Allgemeinwelt gefunden, dann muss ich dagegen halten.

Elektroboy legte seinen Fokus auf seine Musik und fand es unnötig und gesellschaftlich überholt, dass Schwule wie z.B. an den Shaft-Männer-Partys 'no dick - no entry' unter ihresgleichen feierten. Ich kann sein Statement durchaus nachvollziehen. Erstens kommt der Veranstalter oder DJ an seiner eigenen Party sowieso nie in den Genuss von Sex und Köperkontakten, weil er die ganze Zeit unberührbar auf seiner Kanzel thront bzw. im Backstage-Bereich herumhängt. Und zweitens käme es an einer idealen Party tatsächlich nicht auf das Geschlecht der Gäste an, weil alle unabhängig jeglicher sexueller Präferenz, Geilheit, Druffheit oder Kuschligkeit miteinander feiern könnten.

Der Haken ist nur: die ideale Party existiert in Zürich nicht. Oder nicht mehr. Damals im alten Laby und Labitzke existierte sie annähernd. In diesen Clubs konnte man nebeneinander Musik geniessen, tanzen, kuscheln, ficken und diskutieren, ohne dass sich jemand über den anderen aufgeregt hätte, weil der andere z.B. halt gerade lieber an etwas lutschen, statt über etwas quatschen wollte. Die Stimmung im alten Laby war sehr tolerant, nicht zuletzt deshalb, weil die Mehrheit der Gäste auf Ecstasy war und nicht besoffen und auf Koks wie in anderen Clubs.

Ein paar Frauen in unseren Schwulenclubs störten uns nie. Es begann erst dann zu stören, als man auf der Tanzfläche statt an heisse, nackte Männerbodys zu klatschen, fast nur noch Handtäschchen um die Ohren bekam, und einem permanent irgendwelche Tussen in Stöckelschuhen auf die Füsse traten, bevor sie sich in ihren durchschwitzten Synthetikblusen, begleitet von einer Parfümwolke Giftklasse 3, an einen dran warfen und geliebt werden wollten.

Noch schlimmer wurde es, als die Tussen anfingen, ihre Hetenmachos mitzubringen, die bei jeder zufälligen Berührung betonen mussten, dass sie nicht schwul seien und dass man doch bitte beim Tanzen Abstand halten solle.

Den Höhepunkt der Heteroisierung der Schwulenpartys erreichte Zürich, als Laby, Labitzke, T&M und 696 alle schliessen mussten und die verbleibenden Veranstalter sich in den Kopf gesetzt hatten, dass man nur noch dann einen Saal füllen könne, wenn man es allen recht macht. Alles rechtmachen bei gemischten Partys mit hohem Zürcher SpiesserInnenanteil bedeutet, alle Erotik zu vierbieten. Keine nackten Schwänze, kein Darkroom, und wenn du nur schon beim Tanzen die Hose etwas runterhängen lässt oder auf dem Chilloutsofa deine Hand auf die Hose deines Freundes legt, kommt gleich die Security angerannt und droht dir mit dem Rausschmiss, weil schwul sein an einer Zürcher Schwulenparty aus Rücksicht auf die Heteros verboten ist.

Lieber Electroboy, ich habe nicht das geringste Problem, mit guten Frauen zusammen Party zu feiern, solange mir diese Frauen nicht vorschreiben, wie verklemmt ich leben und was ich zum Feiern anziehen soll. Wenn ich in Berlin bin, liebe ich gemischte Clubs wie Berghain oder KitKat, und ich fühle mich sogar noch in der Panoramabar wohl, wenn ich als einziger nackt rumtanze, und alle Heten um mich herum Wollmützen tragen. In Berlin geht das, weil die Heten tolerant sind. In Zürich geht es nicht, weil jeder an jedem herummotzt, und die Heten glauben, der schwule Ruf nach gleichen Rechten beinhalte den Wunsch nach Übernahme des verklemmten heterosexuellen Lebensstils.

Einig bin ich mit Electroboy, dass ich eine Ghettoisierung ablehne. Ich würde am liebsten unsere Partys mitten im Stadtpark feiern und alle Menschen dazu einladen zu unserer Musik zu tanzen, zu kuscheln und zu vögeln. Aber leider haben die Heten den Sinn für Freiheit verloren und die Sexualität verteufelt, so dass eine homoerotische, freiheitliche Party nur noch hinter verschlossenen Türen möglich ist.

Ich bin kein DJ und habe das Privileg, meine Partys auf der Tanzfläche feiern zu können. Und ich liebe es, während dem Tanzen von schweissnassen, (halb)nackten Männern berührt zu werden, ohne mich für meinen Ständer oder eventuell sogar herausspritzendes Sperma rechtfertigen zu müssen.

Das ist der Grund, warum ich noch immer "richtige" homoerotische Schwulenpartys liebe und ganz und gar nicht für überholt halte.



Electroboy: «No dick, no entry»: Was nervt einen schwulen Partyveranstalter am meisten? Schwule!

Blick meldet Skandal: Tänzer onanieren an Gayparty

24.03.2015

BjoernSunshine

Blick meldet Skandal: Tänzer onanieren an Gayparty

Ein Aufschrei in der Boulevard-Presse: "Tänzer onanieren im Zürcher Club Komplex".

Ein schockierter Partygast erzählt: "Sie waren nackt und hatten einen Ständer. Dann haben sie sich vor allen befriedigt" ... "Das Publikum hat sogar noch applaudiert. Das fand ich total daneben" ... "Das zieht die Szene in den Dreck".

Der Blick zelebriert den Skandal und spielt Moralapostel. Gleich rechts neben dem Artikel die Werbung für "Sexdates in Ihrer Nähe". Die Leserkommentare wie immer unterste Schublade sexuell frustrierter Wutbürger.

"APHRODITE" WAR EINE SCHWULENPARTY! - KAPIERT?

Vor 10 Jahren noch war schwuler Sex an jeder Schwulenparty allgegenwärtig. Und niemandem wäre es je in den Sinn gekommen, sich darüber beim Blick zu beschweren. Der Blick schreibt, die Party hätte im Komplex 457 stattgefunden, dabei war sie gar nicht in der grossen Halle sondern im Kellerclub. Bis vor zwei Jahren hiess der Komplex Klub noch "Dollhouse" und war ein Hetero-Erotik-Schuppen wo nackte Frauen an Stangen tanzten. Nackte Frauen sind für den Blick natürlich in Ordnung. Aber wenn Schwule heute mal ihren Spass haben wollen, zieht der Blick sofort als Hüter der Moral in den Kreuzzug, um mit der sexuellen Verklemmtheit seiner Leser so richtig pervers Kasse zu machen.

Meiner Meinung nach wäre es höchste Zeit, dass die Gays damit aufhören sollten, den Heteros in den Arsch zu kriechen. Wir sollten wieder Partys machen, wo nur richtige Gays Zutritt haben. Wem unser Stil nicht passt, findet genügend Orte, wo er sich mit anderen sexuell frustrierten Heten Blick-Moral-konform vollaufen lassen kann.

Wir waren Samstagabend übrigens nicht im Komplex sondern im Hive an der Aera-Blumenparty. Pech für Aphrodite, das Datum mit diesem Traditionsanlass zu teilen. Ansonsten hätten wir gerne mit onaniert.

Quelle: Blick

16.03.2015

BjoernSunshine

Free To Love Neon Party

Schon um 23:15 kamen wir an der Alten Kaserne an. Das heisst an der über 50m langen Eingangsschlange, die quälend langsam vorwärts ging. Die meisten sahen aus wie 16 und mussten dem Türsteher die ID zeigen. Bei uns reichte ein Blick. Und dazu ein strenger Kommentar: "Heute aber nichts ausziehen, das ist keine Gay-Only-Party!"

Ja ja, Mamma!
Ich hatte ein wirklich heisses, selbstgenähtes Neon-Outfit mit neongelben Armbändern und passendem Lendenschurz dabei. In den USA würde man mir Dollarnoten ins Höschen stecken - hier muss ich mir noch blöde Sprüche gefallen lassen. Der Zürcher Prüderie zuliebe liess ich also den Lendenschurz an der Garderobe und behielt brav (und etwas murrend) die Jeans an. 10 Minuten später stand ich dann vor dem Pissoir, während mir ein halbes Dutzend junge Girls, die ganz und gar nicht prüde einfach im Männerklo standen, ungeniert beim Pinkeln auf den Pimmel guckten.

Die Tanzfläche war von Anfang an voll, und DJ Ronny Golding aus Köln legte richtig guten Sound auf: happy aber kein Tralala! Wie vermutet war ich im ganzen Club der einzige ohne T-Shirt. Und obwohl Neonfarben schon das letzte Jahr in Mode und überall erhältlich waren, hatten kaum mehr als eine Handvoll Gäste Ihr Outfit dem Partythema angepasst. Zürcher Passivität und Konsumhaltung eben, wie schon an der Angels Kitschparty. Dabei wäre eine Party im UV-Licht doch eine Supergelegenheit für Neon-Bodypaintings, doch niemand traute sich oder kam auf die Idee. Immerhin gab's am Eingang gratis Neonleuchtstäbchen und so kam doch noch etwas vom Thema im Publikum rüber.

Das gemischte Publikum mit grossem Lesbenanteil war voll gut drauf und machte Stimmung. Für unseren Geschmack nur halt ein wenig zu zugeknöpft. Irgendwann hatten dann doch noch drei, vier Jungs der ü30-Generation ihr T-Shirt ausgezogen und als DJ Bobby Bella richtig treibenden, harten Progressive auflegte, fasste ich trotz Veto meines Freundes ("tu das nicht - du weisst doch, dass die in der Kaserne mega prüde sind") meinen ganzen Mut und Leichtsinn zusammen, um die Jeans an der Garderobe abzugeben und doch noch im kompletten sexy Neonoutfit anzutanzen. Statt der erwarteten Rüffel von der Security, die mich netterweise tanzen liessen, erntete ich jede Menge Komplimente junger Partygirls, und einige waren ganz interessiert zu ertasten, was da wohl drunter baumelte...

Ich weiss, "Free to Love" hat gemäss Veranstalter nichts mit "freier Liebe" zu tun, bzw. nur mit platonischer Liebe und nichts mit Sex. Dass schwule Erotik an den Gaypartys der Jungen nicht mehr vorkommt, liegt weniger daran, dass die Jungs von heute von Natur aus prüder wären, als daran, dass ihre primäre Informationsquelle Facebook alles Erotische verteufelt und von ihnen fernhält. Als ich mit ü18 an meine erste Gayparty kam, gab es keine Partywerbung im Internet. Ich kam auf Grund geiler Erzählungen in den Club, sah nackte Jungs und wurde selber geil. Die Werbung machte nicht Facebook sondern mein eigenes Hormonsystem. Und dieses kennt nun mal keine Zensur.

Free to Love ist eine nette Party mit echt guten DJs. Angenehmer und unverkrampfter als viele Hetenpartys aber auch nicht richtig schwul und schon um 5 zu Ende, bevor die erste S-Bahn fährt. Es fehlen halt die "bösen Buben" bzw. das Steak im Fitnessteller. Ich will den Vegetarieren nicht den Salat sauer machen. Esst, was euch schmeckt! Salat ist lecker. Aber irgendwann brauche ich Proteinjunkie einfach doch mein saftiges Steak, und es wurmt mich, dass ich fürs Fleisch heutzutage immer das Restaurant verlassen und zuerst nach Hause fahren muss.

24.02.2015

BjoernSunshine

Stairs-Club mit neuem Gay-Event

Fast 3 Jahre ist es her, als im Stairs-Club oben-ohne-tanzen verboten wurde. Der schwule Besitzer Johann Sollberger stiess damals die Zürcher Gay-Partyszene vor den Kopf und machte seinen Club für freiheitsliebende Schwule zum roten Tuch. In der Folge wandelte sich das Publikum noch mehr von gayfriendly zu homophob und wir sahen uns gezwungen, das Stairs aus unserem Gay-Guide zu entfernen.

Am Zurich Pride Festival 2014 als peinlicherweise an sämtlichen Zürcher Gaypartys Sex verboten war, organisierte Johann unter dem Label "Why Not" im Blok die einzige schwule Party inklusive Darkroom. Leider sah man zu Why Not kaum Werbung, und einem unbekannten Label traute die Szene keine gute CSD-Party zu. Der Event war denn auch ein Flop.

Nun versucht es Johann wieder am Ostersamstag im eigenen Club: INSIDE für Gays&Friends. Oben ohne erlaubt und erwünscht, inklusive Cruising Area und Welcome Shot. John Dixon, Vasco und Bobby Bella sind ein tolles Line-Up. Die Frage ist nur: Wie nachtragend ist die Zürcher Szene? Wird man das schwule Comeback des Stairs akzeptieren? Und kann in diesem Club trotz homophobem Image und homophoben Stammgästen wieder eine relaxte schwule Atmosphäre entstehen?

Eurer Feedback vor und nach der Party ist willkommen!

Umfrage: Der Stairs-Club macht wieder Partys für Gays. Wirst du hingehen?

04.02.2015

BjoernSunshine

Angels Kitsch Party Valentine

Uuu häärzig: Der Tag der Liebenden wird zum Motto der Kitsch Party 2015! Die Angels präsentieren ein blumig-erotisches Ambiente, um die Nacht im Rausch der Liebe zu feiern. Alle verliebten, geliebten und Boys and Girls auf der Suche nach der grossen Liebe oder des kurzen, intensiven Liebesaktes; sind an der KITSCH genau richtig...

Ich könnte hier wiedermal voll fies den Pressetext zerpflücken und die Angels auf die Einhaltung des Versprechens "intensiver Liebesakt" festnageln, obwohl an der Party gar kein Darkroom vorgesehen ist. Aber es ist schliesslich das Fest der Liebe und da soll man nicht fies und spitzfindig sein. Vielleicht ein Bisschen spitz...

Warum machen wir nicht einfach Liebe auf der Tanzfläche? Ehrlich gesagt, finde ich das sowieso viel geiler als hinterm dunklen Vorhang. Ja, ertappt, ich bin ein Exhi, und Liebe spüre ich am liebsten pur auf nackter Haut, garniert mit gutem Sound und heisser Partystimmung. Ich hoffe, die Security sperrt mich dafür nicht in den goldenen Käfig... wobei, zusammen mit dem süssen Blonden könnte es da drin ja ganz lustig werden... Den Jüngling haben sie sicher auch da rein gesteckt, weil er unerlaubt nackig durch die letzte Party tanzte... Mit so einem Body muss man ja Exhi sein!

Die Kitsch-Party der Angels ist jeweils nicht ganz so gross wie die White- oder Black-Party. Es wird deshalb am 14.2. auch kaum so ein Gedränge am Eingang geben. Trotzdem habe ich mit Stephan telefoniert, und er hat mir versichert, dass das Garderobenproblem erkannt wurde und spätestens an der grossen White-Party im X-Tra ein verbessertes Eingangskonzept zum Tragen komme. Ich sage mal: "Leute, kommt nicht immer erst alle um 5 vor 12, dann kommt ihr problemlos am Stau vorbei".

Die DJs der Kitsch-Party 2015 heissen Juiceppe, Sharon O Love und Wollana. Letzterer muss Teer schlucken in der Raucher-Lounge. Insgesamt wird der Sound sicher etwas kitschiger als sonst, aber am Tag der Liebe darf man ruhig ein Bisschen kitschig sein.

Für alle, die noch nie dabei waren: die Kitsch Party ist kein zwingender Dresscode-Anlass. Es macht aber einfach mehr Spass wenn sich nur schon jeder ein kleines passendes Accessoire ausdenkt. Eine Rose im Knopfloch, ein rotes T-Shirt oder einfach nackt mit einem roten Herzchen <3 auf jeder Arschbacke... irgendwie hätt ich ja schon Lust, einen roten Lippenstift mitzunehmen und nackte Jungs mit Herzchen <3<3 zu bemalen....

Aber nein, es ist keine Nacktparty - alles nur "wording" ;-)

...oder soll ich doch...????

Der Liebesrausch... Verzeiht mir, liebe Angels!

<3<3<3

An dieser Stelle erlaube ich mir noch einen Hinweis auf unseren Valentine Selfie Wettbewerb - Es geht darum, ein Selbstportrait zum Thema Valentine zu schiessen. Die 3 besten Uploads gewinnen je ein Jahr Top-Member-Abo. Also lasst euch was einfallen, knipst ein Foto und wiederholt euren Auftritt in 10 Tagen im X-Tra an der Angels Kitsch Party!

www.angels.ch

04.02.2015

BjoernSunshine

PlayerZ Sports: aus der Gerüchteküche

Oops, they did it again! - Wir waren selbst nicht dabei, aber wie man hört, hätten die Gogo-Boys am Schluss der Show doch tatsächlich mit ihren grossen, nackten Latten von der Bühne gewedelt. Und das im Hetenclub Escherwyss!

Nach der Bang-Afterhours im Komplex-Klub ist dies nun schon das zweite Mal, dass die PlayerZ auf einer (straight-owned) Bühne nackte Tatsachen schaffen, während alle anderen Veranstalter behaupten, dass Nacktheit im neo-prüden Zürich nicht mehr möglich sei.

Mit diesem Auftritt relativieren die PlayerZ denn auch Ihr Statement zur Sündenbock-Party vom letzten Jahr, dass Nacktheit an ihren normalen Partys nicht erwünscht wäre, weil "nackte Schwänze die meisten Gäste abschrecken".

Wie man hört, fühlten sich die schwulen Jungs keineswegs abgeschreckt, sondern filmten und knipsten, was die Handyakkus hergaben. Das prüde 2014 ist vorbei - 2015 wird wieder sexy!

Die Jungen waren ganz offensichtlich begeistert. Von den erfahreneren Partyhasen hört man noch gemischtere Töne, wie z.B. "Ich fand diese Chippendales-Strip-Show total peinlich. Wir sind schliesslich keine Heteros. Auf ner richtigen Schwulenparty machen die Gäste die Performance!"

Ich will keine Show kritisieren, die ich nicht gesehen habe. Aber in einem Punkt hat mein Freund Partyhase recht: Bühnenshows killen fast immer die Stimmung auf der Tanzfläche, weil alle nur noch in eine Richtung schauen und die Handys hochhalten, statt miteinander zu tanzen. Der Hustlaball in Berlin hat jeweils Null Stimmung, solange die Pornoshows auf der Bühne laufen. Erst wenn um 3 die Shows zu Ende sind, die Pornstars sich unters Publikum mischen und die Partygäste ihre Handys wegstecken, die Klamotten fallen lassen und die Schwänze in die Hand nehmen, wird's im KitKat-Club jeweils richtig hammergeil.

Die PlayerZ zelebrieren in Zürich Kommerz und Starkult wie kein anderes schwules Partylabel. Die Show ist das Zentrum, die Tanzfläche wird zum Zuschauerraum degradiert, die DJs und Gogos sind die Kings, die auf uns herabblicken und gleichzeitig unantastbar sind. An der WE-Playerz-Party im Komplex kann, wer Geld hat, sich als VIP vom niederen Pöbel auf den Balkon erheben, Champagner und extra Service geniessen. Alle anderen spüren die 2 auf ihrem Rücken. Vor 10 Jahren war Kommerz in der Gayszene noch das schlimmste Schimpfwort - doch die PlayerZ haben den Kommerz zum Kult gemacht und zumindest bei den Jungen Gays haben sie damit Erfolg.

Wie gesagt, ich will nicht lästern. Vielleicht war die Show tatsächlich gut und den Eintrittspreis wert. Die Gogos auf dem Foto sehen jedenfalls lecker aus, und ich werde mich heute Abend im Gym mal wieder richtig anstrengen und mir auch so geile Titten antrainieren.

Momentan fehlt an den PlayerZ-Partys noch die Action im Publikum. Dabei hätte Zürich durchaus geile Jungs zu bieten. Einige wären sogar ohne Gage bereit, etwas von sich zu zeigen. Man müsste sie nur lassen und vielleicht ein Bisschen aufmuntern, weil uns allen ja immer noch das prüde 2014 in den Knochen steckt...

18.12.2014

BjoernSunshine

Schöne Party, leider nur halb voll.

Man muss sagen, die Veranstalter der Wonderworld Dreams haben sich wirklich Mühe gegeben: Fliegende Quallen und Luftschlösser hingen über der Tanzfläche. DJ Chris Bekker legte super Sound auf und die Lasershow war auch nicht ohne. Aber die grosse Halle - die blieb halb leer.

Waren die Zürcher Gays 4 Wochen nach der Angels Black Party noch immer partymüde?
Hatten die Gäste nach der ewigen Warterei an der Black-Party-Garderobe nun genug vom X-tra?
Hat Wonderworld zu wenig Werbung (z.B. in der gaYmeBoys-Agenda statt nur bei Facebook) gemacht?
Oder sind die Zürcher Partys schlicht zu teuer geworden?

Tatsächlich versuchen die Veranstalter immer grössere Events zu machen, während sich die Szene immer weiter zurück entwickelt. Was Zürich heute fehlt, ist eine Basis aus guten schwulen Partyclubs mit regelmässigen Veranstaltungen. Etwas, das die Leute davon abhält, alle paar Wochen ins Ausland zu jetten oder fett und träge zu werden und sich an Samstagabende zu Hause auf dem Sofa zu gewöhnen.

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