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18.05.2018

BjoernSunshine

Was man über GHB/GBL wissen sollte

Die Presse nennt sie K.O.-Tropfen, einige nennen es Liquid Ecstasy, an Partys nennt man es schlicht "G". Die einen trägt es in wunderbare Höhen, die andern mit der Ambulanz ins Spital. Was ist dran an dem Zeug, das Partyboys lieben und die Kontrolleure am Eingang des Berghains hassen wie die Pest?

Auf Wikipedia findet man viele interessante Fakten, die jeder Konsument und Veranstalter kennen sollte. Hier eine kurze Zusammenfassung:

GHB, GBL oder BDO wirken in geringer bis mittlerer Dosis (GHB: etwa 1,0 ml bis 5,0 ml; GBL: etwa 0,5 ml bis 2,5 ml) stimulierend, aber in höherer Dosis narkotisierend.

Für Partyveranstalter ist GHB/GBL ein Horror. Die Fälle, in denen fremde Leute anderen K.O.-Tropfen ins Glas schütten, um sie zu vergewaltigen, sind zwar oft nur aufgebauschte Presseenten, aber wenn überdosierte Partygäste ins Koma fallen und keiner mit Sicherheit weiss, was sie alles geschluckt haben, bleibt dem Veranstalter nur, die Ambulanz zu rufen, wenn er im seltenen Fall einer ernsten Komplikation nicht wegen unterlassener Hilfeleistung drankommen will.

Das Gefahrenpotential bei Monokonsum und richtiger Dosierung wird zwar als relativ gering eingeschätzt, aber richtig dosieren, wenn man high ist, ist gar nicht so einfach. Das Hauptproblem: GHB beeinträchtigt das Kurzzeitgedächtnis, man vergisst, dass man soeben etwas genommen hat und nimmt gleich noch eine Pipette mehr. Die zweitwichtigste Safer-Use-Regel bei GHB nach "Finger weg vom Mischkonsum" ist deshalb gegenseitige Kontrolle. Wenn ihr G nehmt, dann nehmt es gemeinsam und schaut gemeinsam auf die Uhr, um nicht zu früh nachzuschütten. Auch wenn du keine ernsten Schäden davon trägst - sabbernd zwei Stunden in einer Ecke zu liegen, während deine Freunde feiern, ist doch eigentlich ziemlich doof.

FINGER WEG VOM MISCHKONSUM!

GHB + Alkohol kann zu Atemlähmung und Erstickungstod führen. GHB + Milch oder Milchprodukte führt zu Erbrechen. GHB + Heroin oder Ketamin ist sehr gefährlich, aber auch Antidepressiva oder einige antiretrovirale (Proteasehemmer, z. B. Crixivan, Invirase, Kaletra, Norvir, Reyataz) oder potenzsteigernde (z. B. Viagra, Poppers) Medikamente können zusammen mit G zu einem Kreislaufkollaps führen.

Koffein gilt als natürlicher Blocker, was allerdings nur in begrenztem Rahmen funktioniert und eine fette Überdosis auch nicht mehr retten kann. Koffein, Speed oder Kokain sind im Mischkonsum mit G ebenfalls problematisch, denn sie verzögern die Wirkung, weshalb Konsumenten oft zu früh nachlegen und kurz darauf umkippen.

Ich habe selbst schon viele Partys organisiert, viele "G-Leichen" versorgen und zwei Beerdigungen von Drogentoten (beide Male Mischkonsum mit G) beiwohnen müssen. Ich will nicht den Moralapostel spielen und euch zur totalen Abstinenz ermahnen. Alk saufen ist nicht besser als Drogen nehmen und die heutige Einteilung in legale und illegale Drogen hat wenig mit deren Gefährlichkeit zu tun.

Aber was immer ihr mit eurem Körper und eurer Gesundheit tut. Schaut gelegentlich in den Spiegel, fragt euch ehrlich, ob ihr das, was ihr tut, noch im Griff habt oder ob ihr mühsam Argumente konstruiert, um zu verschleiern, dass eigentlich schon lange die Drogen euch im Griff haben. Drogen lösen keine Probleme. Sie sind eine Risikosportart wie Fallschirmspringen. High sein ist geil, aber Abstürzen ist Scheisse.

Quellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/4-Hydroxybutansäure
http://saferparty.ch/ghb-gbl.html

23.04.2018

BjoernSunshine

Nackt auf dem Snowboard

Scheiss auf die Schneequalität - nackt snowboarden ist geil!

Es wollte zwar wiedermal kein Schwuler mitkommen, weil meine schwulen Freunde leider zu 99% Höhlenmenschen sind, die nur dunkle Keller mögen, aber mein Schatz und ich hatten unglaublich viel Spass am Sonntag bei 26°C und noch heisserer Frühlingssonne auf 2000m.

Morgens um 10 standen an der Talstation Engelberg/Titlis alle noch im dicken Wintermantel wie im Januar, obwohl es schon fast 20°C und wolkenloser Himmel war. Nach kurzem Zögern (wie verrückt bin ich eigentlich?) liess ich dann doch sämtliche Kleider im Auto und machte mich nur mit Aussiebum's und 50+Sonnencreme auf ins Skigebiet. Die asiatischen Touristen vor dem Ticketschalter waren begeistert und wollten alle den sonderbaren Eingeborenen betatschen und natürlich Selfies knipsen.

Auf dem ersten Sessellift war es im Schatten noch etwas kühl, dann aber nur noch Sonnenschein den ganzen Tag. Das Gefühl, wenn einem beim Snöben der kühle Wind um die Nippel streicht und gleichzeitig die Sonne mit weiss Gott wie vielen Megawatt auf die Haut brennt, ist einfach unbeschreiblich geil. Keine Ahnung, warum ausser mir niemand solche Dinge tut.

Ich muss wohl verrückt sein. Total verrückt! Aber ich bereue nichts!

19.04.2018

BjoernSunshine

Gays im öffentlichen Raum

Endlich kommt der Frühling und macht gleich mit 25°C voll auf Sommer. Das wär doch die Gelegenheit, mal wieder das Strassenbild mit leckeren Männern zu verschönern!

Was gibt es Schöneres, als den Anblick einer Stadt am Pride-Umzug mit bunten Farben und heissen Bodies ohne T-Shirt? Das sollte doch wirklich nicht nur einmal im Jahr möglich sein!

Früher kämpften die Gays noch um den öffentlichen Raum, um das Recht, sich auf öffentlicher Strasse tuntig kleiden und sich öffentlich küssen zu dürfen. Für diese Rechte demonstrierten wir jahrelang an jedem CSD. Doch heute sieht es fast so aus, als ob sich kein Schwuler mehr für den öffentlichen Raum interessiert. Oder wann hast DU zum letzten Mal, ausser an einem CSD, eine Drag Queen im Fummel oder einen schwulen Mann oben ohne auf der Strasse gesehen?

Heute gilt: Was immer du (schwules) willst - es beginnt auf deinem Smartphone und endet in einem Schlafzimmer. Deshalb laufen heute fast alle Gays mit gesenktem Kopf und Handy vor dem Gesicht umher und kaum noch einer nimmt andere Leute oder den blauen Himmel wahr.

Leute, ihr verpasst das Leben und auch die Chance, unsere Umwelt mitzugestalten!

Werber, Wutbürger und Kinderwagenlobby kämpfen nämlich hart um jeden Quadratmeter des öffentlichen Raums und ehe man sich versieht, werden Verbotsschilder montiert, Zäune errichtet, Kameras aufgestellt und alles kommerzialisiert, klimatisiert und sterilisiert. Sollten wir da nicht ein bisschen Gegendruck machen, um einen kleinen Rest Leben, Farbe und Erotik zu erhalten?

Erotik in der Öffentlichkeit? Wenn man das heute schreibt, tönt das schon fast so böse wie "Pädophilie". Dabei meinte ich doch gar nicht den Gang-Bang auf der Bahnhofsbrücke (sowas würde mir doch im Traum nicht einfallen!) sondern schlicht die kleinen Freuden eines hübschen, unverhüllten Anblicks, der einem unverhofft begegnen könnte, wenn man mal durch die Strassen schlendern würde, ohne den Blick auf sein Handy zu senken.

Wer würde sich denn nicht freuen, an einem normalen Sommertag einen heissen Mann oben ohne zu sehen? Und wozu rennt ihr denn alle mehrmals pro Woche ins Gym? Nur um euer Sixpack auf Grindr im im Handyformat zu präsentieren?

Leute, gönnt eurer Umwelt einen Blick auf euren Körper! Dann wird eure Umwelt vielleicht auch euch mal was gönnen. Und hey, man muss kein stahlhartes Sixpack haben, um mal das Hemd auszuziehen. Ein kleines Bäuchlein mit einem Lächeln* darüber ist nämlich immer noch viel schöner, als Hemd und Krawatte mit Montagmorgen-Gesicht. (*Ohne Bart könnte man das Lächeln sogar sehen)

Ich schreibe jetzt bewusst nicht "jeder Körper ist schön", denn wenn das so wäre, hätte niemand mehr den Ansporn, Sport zu treiben. Ich merke es ja selbst. Ohne ein gelegentliches Kompliment zu meinem Körper verliere ich die Hemmungen, das Doppelte zu essen. Oder anders gesagt, weil die Komplimente und Gelegenheiten über Ostern ausblieben, habe ich voller Frust alle Schoggihasen vernascht und jetzt ein schlechtes Gewissen und den dringenden Bedarf an neuer Motivation, um diesen Sommer nicht auch noch in den Chor einzustimmen: "ich trau mich nicht, mein Hemd auszuziehen!" und weil ich es eh nie ausziehe, nur noch mehr in mich rein zu fressen.

Der öffentliche Raum braucht schöne Männer und Männer brauchen Motivation und Sonnenstrahlen auf der Haut. Also macht mit: Runter mit den Klamotten, rauf aufs Bike, ran an die Hanteln und rein ins Stadtbild! Damit wir alle was Leckeres zu sehen kriegen. Denn man isst auch mit den Augen und nicht nur auf dem Handy!

09.04.2018

BjoernSunshine

Warum diese Angst vor Erotik?

Früher gehörte Erotik zum Nachtleben. Das alte Labyrinth hiess "der erotische Tanzpalast". Im Aera gab's nackte Tänzer, im legendären Studio 54 wurde auf der Galerie gevögelt, in der Spider-Galaxy schlüpfte man durch eine Riesenmöse in den Darkroom. In London und Berlin gibt's tolle Gaypartys, wo alle Gäste nackt sind und sogar die DJs nackt hinterm Plattenteller stehen. An der Blutt-Party im Kauz kann man nackig tanzen, an der MagiQ im Q ebenfalls, an der Game und sogar in Basel, an der LaMesse im Borderline. Aber wenn ich einmal im Jahr an der aera-Nacht der Blumen nackt über die Tanzfläche des Hive hüpfe, kommt noch immer die Security angerannt und behandelt mich wie einen Terroristen.

Warum nur klammert sich dieser ansonsten sehr innovative Zürcher Club so fest an seine prüde Hausordnung, dass er es nicht wenigstens einmal im Jahr schafft, seine bissigen Kampfhunde an die Leine zu legen und einfach mal Freude Freude sein zu lassen? Warum muss eine Security, die eigentlich angestellt wäre, um Aggression zu verhindern, als einziges Element Aggression in eine friedliche Szene bringen? Und warum haben einige Clubbesitzer so panische Angst vor Schwänzen?

Einige Leute sagen mir: "Du verlangst zu viel. An normalen Samstagen darf man im Hive nicht mal sein T-Shirt ausziehen."

Schon klar. Und wenn frau im Iran nur schon den Schleier vom Gesicht nimmt, wandert sie 2 Jahre in den Knast. Aber ist das ein Argument für Prüderie an einer Zürcher Gayparty? Vom Gesetz her darf man legal nackt quer durch die Schweiz wandern (nur nicht durch Appenzell). Warum müssen dann ausgerechnet Partylokale, die sich als Vorreiter neuer Gesellschaftsordnungen verstehen (und beispielsweise kaum etwas gegen Drogen haben), sich in Bezug auf Nudismus und Erotik weit prüder geben, als das Gesetz verlangt?

Andere Leute sagen mir: "Reg dich nicht auf und zieh 'ne Linie. Dann bist du auch ohne Erotik gut drauf."

Ich finde Koksen doof. Wenn ich zu geilem Sound nackte Haut spüren und nackte Ärsche sehen darf, ist das viel schöner als jede Droge und erst noch viel gesünder und nach Schweizer Gesetzen sogar noch legal. Warum hindert uns die Security an gesundem Nacktsein und spielt sich dauernd als Moralapostel auf? Ist es Neid auf unsere Freiheit, Neid auf meine Schwanzlänge oder das gleiche Unvermögen, Freiheit zuzulassen, das religiös Beschränkte zum IS treibt?

Als ich meine ersten Technopartys erlebte, gab es da noch kein Egopulver. Dafür gab es Pillen, die kuschlig machten und Männlein und Weiblein genossen es, wenn sich auf der Tanzfläche nackte Körper berührten und im Chillout quer übereinander lagen. Heute verteufelt man die Erotik oder man verkommerzialisiert sie und verbannt sie aus dem Alltag. Wer sich gratis auszieht, ist eine Schlampe und wer's für Geld tut, redet nicht darüber. Im Club wird gekokst und das Machoimage gepflegt, damit man seine Eroberung nach Hause schleppen und dort hinter geschlossenen Rolläden für sich allein konsumieren kann. Wie egoistisch!

Wenn wir selbst eine Party machen, dann darf man dort nackt sein, man darf kuscheln und wixen und alle möglichen Dinge tun, die das Gemüt erfreuen und ebenso die, die dabei zusehen. Erotik ist ein Geschenk Gottes und nicht des Teufels! Amen.

16.03.2018

BjoernSunshine

MagiQ im Club Q: So geil kann Zürich sein!

"Ich weiss, dass du nicht immer an jeder Party deinen Fetisch ausleben kannst, aber bei mir kannst du es!", schrieb mir Burim Mitte Januar als Einladung zur MagiQ-Party. Tatsächlich, letzten Samstag durfte ich endlich mal unbehelligt von Moralaposteln nackt mit Latte quer durch einen Zürcher Club tanzen, ohne mich vor irgendwem dafür rechtfertigen zu müssen, eine geile schwule Sau zu sein. Und hey, ich war auch nicht der einzige!

Wirklich erstaunlich, wenn man bedenkt, wie lange andere Veranstalter sich schon am Thema Erotik die Zähne ausbeissen. Game in der Bananenreiferei zum Beispiel: Nach langen Diskussionen ist zwar endlich nackt tanzen erlaubt, aber wenn jemand einem an den Pimmel fasst, riskiert Game noch immer den Rausschmiss des Vermieters.

Hinter MagiQ stehen ausser Burim noch Beat Herren (Future Waves) und das hauptsächlich heterosexuelle Fetischparty-Label Erotopia. Viele Hetero-Fetischpaare sah man zwar nicht an der Party, aber ich denke mal, dass die heterosexuelle Beteiligung zumindest half, die Hausordnung des Club-Q zu knacken. Schon an der Unleashed im X-tra vögelten Hetenpaare quer über die Tanzfläche, während an Schwulenpartys im gleichen Club alles Sexuelle immer brav hinterm schwarzen Vorhang bleibt.

Richtig viel Sex lief bei MagiQ trotz Berliner DJ-Power auf der Tanzfläche allerdings nicht. So viel Freiheit sind Zürcher Schwule halt einfach nicht mehr gewohnt und können sich trotz Show-Animation kaum vorstellen, was man alles mit Schwänzen ausserhalb kleiner schwarzer Kabinen anfangen könnte. Trotzdem war DJ Chris Becker mindestens so erstaunt wie ich, wie ausgelassen die Zürcher Partyszene feiern konnte. So viel Stimmung und nackte Oberkörper auf einer Tanzfläche hatte man in der Limmatstadt wirklich lange nicht mehr gesehen. Und man muss auch sagen: So guten Sound vom ersten bis zum letzten DJ hat man auch selten gehört!

Dass der zweite Dancefloor ins Fumoir verlegt wurde, freute vielleicht die Raucher, aber es war doch ein Abstrich für alle, die sich zwei unterschiedliche Welten Himmel und Hölle mit tollem Dekor erhofft hatten. Ich fand es gut, dass auf kleinerer Fläche mehr Stimmung entstand, aber einige Gäste waren ziemlich enttäuscht.

Wirklich genervt hat mich das frühe Ende der Party. Angekündigt waren "14 Stunden Non-Stop-Party inklusive Afterhours", weshalb am Eingang auch stolze 35 Franken verlangt wurden. Kurz nach 9 ging dann aber schon 3 Stunden zu früh das Putzlicht an und um 10 war nach langem Rätselraten der Gäste, ob sich ein letztes Bier noch lohnt, definitiv Schluss.

Leute, so geht das einfach nicht. Was man in der Werbung und an der Kasse verspricht, das muss man auch halten, sonst macht man sich das eigene Geschäft kaputt. Schon an diversen Angel-Afterpartys haben die Veranstalter Stunden vor dem offiziellen Ende die Kohle eingepackt und das Publikum stehen gelassen. Wer bestellt denn da noch zu später Stunde einen Drink an der Bar, wenn er nicht mal weiss, ob die Musik noch läuft, so lange das Glas halbvoll ist?

Je häufiger Veranstalter vorzeitig mit der Kasse abhauen, umso mehr wandern Gäste an private Partys ab. Der Exodus nach Halbzeit an Zürcher Events fällt ja bereits jedem Touristen auf. Wer sein Label aufbauen will, muss Vertrauen schaffen! Nur so kann die Clubszene neben der Konkurrenz von Grindr und Romeo überleben.

Wir freuen uns auf die nächste MagiQ im Q. Hoffentlich mit vielen hemmungslosen Jungs und hammergeilem Sound bis zur letzten Minute!

(Foto: Facebook)

11.08.2017

BjoernSunshine

Wohin an der Street Parade Zürich 2017?

Ein Gay-Love Mobile gibt es an der Street Parade schon lange nicht mehr, aber die Parade ist auch nicht so schlecht wie ihr Ruf. Zu späteren Abendstunden torkeln zwar die meisten sturzbetrunken und einige leider auch aggressiv durch die Strassen, aber am Nachmittag und vor einigen Bühnen auch am Abend kann man durchaus noch gute Musik und gute Leute finden, auch wenn die Schwulen so verzettelt sind, dass kaum noch irgendwo ein nennenswerter Gayfaktor zustande kommt.

Einige Gays treffen sich jeweils zu Beginn der Parade am Utoquai, um die ersten Wagen vorbeifahren zu lassen und irgendwann mitzulaufen, wenn es nach gutem Techno tönt, ohne dass der DJ meint, ins Mikrophon grölen zu müssen. Andere schwören auf die Bühnen am Bellevue, Bürkliplatz oder gegen Ende der Paraderoute vor der Rentenanstalt, weil das Gedränge der Menschen mit Rucksäcken hinter den Wagen manchmal mühsam werden kann und man dabei fast immer die Hälfte seiner Freunde verliert.

Ab 18:30 bis Mitternacht steigt in der Barfussbar (Frauenbadi) vor traumhafter Altstadtkulisse die Splash & Spray - Pool Party. Allerdings ist der Musikstil mit Drag Queens und House (DJs Tanja La Croix und Martin Rapp) nur etwas für Tunten (sorry, ich meinte LGBTIQHXY), die mit Street Parade-Techno gar nichts anfangen können. Und das sind ja inzwischen die meisten, denn die Vorverkaufstickets sind bereits alle weg.

Ab 22:00 laden die Power Angels zur grossen Gayparty ins X-tra ein. Man darf dort heisse Tänzer und Tec-House der DJs DJ Eddie Martinez (New York), Allan Natal (Sao Paulo), Karl Kay (Paris) und Angelo O (Zurich) erwarten. Tickets im VVK ab 32.-. Die Hauptparty dauert bis 7 Uhr. Danach gibt es eine offizielle Afterhour im Club Q. Falls ihr dort hin geht, dann geht nicht zu spät, denn letztes Mal haben die Angels schon nach halber offizieller Partydauer Schluss gemacht.

Wer zu Techno, Progi oder Goa tanzen will, muss zwangsläufig an eine Hetenparty gehen (z.B. die Lethargy in der Roten Fabrik oder das Phoenix Festival weit draussen in Trüllikon) oder er macht es wie wir und wartet ab, bis morgens um 06:00 die Game-Afterhour in der Bananenreiferei beginnt. Game war bis jetzt immer ein sicherer Wert mit gutem Sound von Progi bis Goa, guten Leuten und einer Dachterrasse, auf der man die Sonne geniessen kann, falls sie sich am Sonntag doch noch einmal zeigt. Im Line-Up stehen Ghost Rider (Blue Tunes Rec.) ISRAEL, Beat Herren (Blue Tunes Rec.) CH, Class A (Blue Tunes Rec.) ISRAEL und Effim (Tessaracstudio) CH, Angy Dee (Rave Réunion,Streetparade) CH, Mad Fusion (Fusion Elements)CH, Upspace (GoaSpirit) CH, DJ Galax (Labyrinth, GameParty) CH, MadDirigent (GameParty) CH. Dauern soll die Party bis Abends um ca. 20 Uhr.

Also Leute, seid lieb, werft nicht zu viele Teile ein (auch Kuscheln hält im Regen warm), trinkt genug Alkoholfreies und freut euch trotzdem auf den sicher ganz fetten Kater am Montagmorgen :-P

www.streetparade.com

09.06.2017

BjoernSunshine

Zurich Pride: Titten, Bärte und eine tolle Parade

Endlich hat die Zurich Pride einmal Wetterglück. Strahlender Sonnenschein, ich barfuss und voller Vorfreude auf Tanzen im Gras, aber auf dem Rasen liegt ein Bretterboden und drüber steht ein grosses Zelt. Egal, es ist Freitag, ich bin gut drauf und die Band auf der Bühne macht richtig gute Musik. Doch dann hört die Musik auf und der Lautsprecher sagt, es sei nur ein Soundcheck gewesen. Trotzdem toll. Endlich mal eine Band, die zum Soundcheck singt, statt nur 1-2-3 zu sagen!

Die Moderatoren erscheinen auf der Bühne und rufen "Are you all Social Media addicted?" - Ich schreie "No!", doch das interessiert im Handyzeitalter kein Schwein. Während die Teenies ihr Smartphone streicheln, ziehe ich mein T-Shirt aus und schlendere um die Zelte, wo mir eine nette Lesbe ein tolles Regenbogen-Bodypainting verpasst. Dann geht der Sound richtig los. Die Band heisst Yokko und rockt, doch leider verstecken alle vier Typen ihre Schönheit unter Bärten. Alle andern Gays auf dem Festplatz tragen ebenfalls Bärte. Und T-Shirts. Für einen Moment glaube ich einen ohne Bart gesehen zu haben, aber dann merke ich, es war eine Lesbe. Scheisse. Morgen ist Umzug und ich brauche, um schwul auszusehen, dringend einen Bart. Bei Monty Pythons Life of Brian gabs an der Steinigung doch immer Bartverkäufer. Ich schaue mich um. Da! Neben der Bretterbühne steht ein Verkaufsstand für Ballons und ganz oben schweben die modernen Symbole der Gay-Community: Goldene Halbmonde. Man kennt die Dinger aus der Türkei. Immer wenn im muslimischen Raum Gaypride ist, hängen dort überall Halbmonde rum.

Passend zum Stichwort taucht mein türkischer Freund auf. Ich möchte ihm einen Halbmond kaufen, doch er lehnt dankend ab. Er hätte lieber einen Ballon mit Kreuz. Doch Kreuzballons hat der Verkäufer nicht. Bärte auch nicht und auch keine pinken Ballons in Schwanzform sondern nur Schlümpfe, Minions und anderen Kleinkinderkram.

Yokko rocken richtig gut und ich tanze vor der Bühne oben ohne. Nur ein Schwuler macht es ebenso. Alle andern behalten ihre T-Shirts an. Zu sehen gibt's ohne Bezahlung nichts. Nach einer Stunde ziehe auch ich trotz wunderbar lauer Sommernacht mein T-Shirt wieder an.
"Warum bist du so overdressed", frag mich prompt ein Typ.
"Wer Haut sehen will, muss zahlen", sage ich mürrisch. "Ihr gönnt mir ja auch nichts zu sehen."

An den Fressständen gibts Asiatisch, Italienisch oder was auch immer für 15 Fr. den Pappteller. Das Bier kostet 9 Fr. inkl. 2 Fr. Dosenpfand. Über der Bühne prangt die Werbung der UBS. Die Touristen schlucken zweimal leer. Ich leiste mir ein Bier und eine Lizenz zum Pissen für 5 Fr. Leider ist an der Pissparty noch nicht viel los.

Der Sound nach Yokko tönt in meinen Ohren grässlich. Dann kommt Culture Beat und die fand ich in den 90ern schon mässig, doch mangels Alternative klatsche ich mit. Der Hiphopper im silbernen Glanzjäckchen sieht genauso aus wie die Typen, die uns früher immer aus ihren BMWs homophobe Sprüche hinterher grölten. Egal. Es gibt ja auch Schwule, die auf Nazi-Look stehen - das darf man heute nicht mehr so eng sehen.

Nach Culture Beat kommt Derrick Barry. Ein Hetentraum par Excellence, die zwar nicht singen kann, aber umso mehr die Beine spreizt. Wirklich dumm, dass ich nicht auf Titten stehe, denn ausser heteroliken Bärten und weiblichen Reizen gabs bis jetzt an der Zurich Pride 2017 nicht das Geringste zu sehen. Die hetero-assimilierten Schwulen applaudieren trotzdem und ich hole mir noch ein letztes Bier, seufze tief und denke, es wird Zeit abzudanken, denn das, was hier geboten wird, hat mit meiner (antiquierten?) Vorstellung von einer Gay Pride so wenig zu tun, wie Fisch mit Vögeln.

Ich setze mich in die S-Bahn und als ich bei uns im Quartier am Café an der Ecke vorbei komme, tönt dort endlich geiler Sound. Ich tanze noch eine Runde mit den Nachbarn und denke: Fuck, morgen werde ich wieder hetero!


Samstag, Demonstrationsumzug:
Angesichts des strahlenden Sonnenscheins und des schon bereitliegenden Regenbogen-Outfits verschiebe ich das Heterowerden nochmal und fahre wieder nach Zürich zum Prideumzug. Treffpunkt ist der neu gestaltete Münsterhof mitten im Kreis 1. Direkt hinter der Bühne steht ein Brunnen und ich kann nicht widerstehen. "Ein junger Mann in regenbogenfarbenem Lendenschurz und mit Hawaii-Blumenkranz spielte im neuen grossen Brunnen mit dem bronzenen Wasserzulauf und kühlte sich ab, interessiert beobachtet von schwitzenden Männern in Latex-Kostümen." - Danke, liebe NZZ, für den Titel "junger Mann"!

Während ich plantsche, schwingen die Redner grosse Reden. Selbstverständlich klatsche ich auch. Aber eigentlich sind die Worte hier überflüssig. Denn alle, die da sind, sind sowieso pro-Gay und alle Skeptiker, die es hören sollten, sind eh nicht da. Man könnte genauso gut der Presse die Texte abgeben und stattdessen Musik machen, denn ehrlich gesagt, ob 5'000 kommen oder 20'000 entscheidet in unserer Konsumgesellschaft (leider) nur der Spassfaktor und nicht das Motto.

Da viele von euch vermutlich nicht dabei waren, sei hier jedoch angemerkt, dass das diesjährige Motto "no fear to be you" die Rechte der Flüchtlinge thematisiert, denn noch immer ist Homosexualität in Ländern, wo LGBT verfolgt werden, kein anerkannter Asylgrund. Ein grausamer Missstand für alle Betroffenen, aber leider auch ein schwieriges Thema, da Homosexualität oder auch Schein-Schwulsein kaum praktikabel nachprüfbar ist. Andererseits: sollte plötzlich halb Syrien behaupten, schwul zu sein, nur um so bei uns einen Asylgrund zu haben, wäre der Akzeptanz von LGBT auch ein grosser Dienst erwiesen.

Kurz nach zwei drehen die DJs den Sound auf und die Parade startet. Schon nach 100 Metern auf der Brücke zum Limmatquai ist uns klar: Das ist der beste Pride-Umzug seit 10 Jahren (oder seit der Europride 2009). Ich tanze um den grünen Wagen von #undetectable, wo DJ Bobby Bella fürs Bundesamt für Gesundheit einen hammermässig geilen Progitrance auflegt, den man in Zürichs Gassen wohl seit Ende des Labyrinth-Clubs nicht mehr gehört hat. Ein kleiner Unterschied fällt auf: Damals tanzten wir noch alle in schrillen Kostümen auf den Wagen der Clubs. Heute stehen oben auf den Wagen der Sponsoren nur Mitarbeiter in einfarbigen Werbe-T-Shirt und schauen durch den schmalen Spalt zwischen oberer und unterer Werbung hinaus. Da tanze ich doch viel lieber auf der Strasse und werbe dafür, dass es noch immer einige nicht kommerziell orientierte Exponenten der Gay Community gibt.

Die Tänzer auf der Strasse sind so bunt und ausgeflippt, wie seit langem nicht mehr. Nach etlichen Jahren Regenwetter hatte ich Zürichs traurigen Pride-Umzug fast schon aufgegeben, doch diesmal kam er in aller Pracht zurück, mit 19'000 Menschen, Sympathie, Kreativität, Erotik und Lebensfreude! Erstaunlich, was ein Sonnenstrahl* in Zürich bewirken kann! (*ähm, sorry, es war natürlich das Motto)

«Es ist wichtig zu zeigen, dass wir alle ganz normal sind», zitierte der TagesAnzeiger einen Umzugsteilnehmer. Hier widerspreche ich entschieden. Wir wollen nicht nur eine Akzeptanz der 08/15-Schwulen sondern eine Akzeptanz ALLER LGBTs, auch wenn sie nicht ins gängige Normalbild passen!

Neben BAG und UBS muss auch noch der Wagen der Helden Erwähnung finden. Die Heldenbar ist zur Zeit der einzige schwule Club, der keine Kosten und Mühe scheut, um an der Zurich Pride dabei zu sein und mit einem fantastischen Sound, besser als an der Street Parade, für Euphorie bei Fans und Bevölkerung zu sorgen. Dank Euch hat die Zurich Pride endlich wieder den Namen "Pride" verdient! Danke für den Einsatz und danke allen, die Freude unters Volk tragen und damit Akzeptanz für unsere Lebensart gewinnen!


Samstag, Festplatz
Was soll ich sagen, Musik ist Geschmacksache. Für mich war der Umzug das Highlight der Pride. Das Samstags-Programm auf dem Festplatz fand ich besser als das von Freitag aber immer noch recht flau. Man kann darüber geteilter Meinung sein oder man kann die Anzahl der Arme zählen, die das Publikum gegen Himmel streckt und vielleicht doch erkennen, wer Stimmung liefert und wer nur krumme Töne. Früher sagte ich immer, ihr müsst die Pride unterstützen und eure Getränke auf dem Platz kaufen. Doch die Veranstalter haben sich derart von der Szene gelöst und die Preise so weit in die Höhe getrieben, dass ich heute jeden verstehe, der sein Bier lieber von Zuhause mitbringt und sein Geld für eine der inoffiziellen Partys danach aufhebt.

Wir liessen denn auch die offizielle Pride-Party mit House und Hip-Hop links liegen und feierten bei geilem Techno "Super-Blutt" im Kauz eine richtig heisse Underground-Nacht.

08.05.2017

BjoernSunshine

White Party Zürich - Circuit House mit After-Abzocke

Seit einem halben Jahr ist das wertvollste Markenlabel der Zürcher Gay-Party-Szene, die Angels, in neuen Händen, aber die Meinungen über die Qualität der neuen Circuit-Parties gehen auseinander. Grund genug, uns selbst ein Bild zu machen.

Als wir ankamen gab es keine Schlange und auch an der Garderobe null Wartezeit. Schon mal ein Plus. Im grossen Saal sprang das Dekor ins Auge: Hohe Säulen bis an die Hallendecke, und ein Altar für den DJ. Aphrodite hätte ihre helle Freude gehabt. Etwas merkwürdig erschien uns das "Danke" in vielen Sprachen auf der LED-Wand und jemand witzelte: "Machen die jetzt schon Schluss?", da man üblicherweise den Abspann erst am Partyende bringt. Aber die Party ging erst los und der Unterschied zu den letzten Angels war nicht zu überhören. Die neuen Angels bringen House. Und nichts als House. Circuit-Party-House wie man ihn aus Barcelona kennt. Mit wenig Bass, vielen Hochtönern und einer kreischenden Frauenstimme, die pausenlos "Zürich!!!" ins Mikrofon schreit. Nicht wirklich mein favorisierter Musikstil, aber Musikstile sind ja auch Geschmacksache. Den besten Sound für meinen Geschmack spielte DJ Sharon O Love im Fumoir, nur hielt ich dort die Luft nicht länger als zwei Minuten aus. Die Bar war zeitweise total überfordert und wenn deshalb ein Grossteil der Gäste lieber Wasser auf dem Klo trinkt, als eine halbe Stunde an der Bar zu warten, müssen sich die Veranstalter nicht über mangelnde Umsätze wundern.

Auf jeden Fall brachten die DJs Stimmung und füllten den grossen Saal und je später der Abend wurde, umso härter und besser wurde auch die Musik. Die Lasershow war beeindruckend. Und während die schönen Männer auf dem Flyer noch mit versteinerten Minen posierten, kamen die Gogo-Boys auf der Bühne richtig sympathisch rüber. Noch selten hatten wir schöne Muskelmänner gesehen, die stundenlang tanzen und dazu auch noch ganz entspannt lächeln konnten. Ebenfalls sympathisch: Auch Gäste durften danach wieder auf die Bühne. Ein Plus gegenüber den früheren Angelpartys, die ihre Stars immer unantastbar vom Publikum separierten und keinen Sterblichen nach oben liessen.

Wer internationalen Kommerz-Vocal-House mag und sich von stolzen 45 Franken Eintritt und 8 Franken für ein Bier nicht abschrecken lässt, der bekommt bei den neuen Angels tatsächlich eine gute Party geboten.

Die Afterhour im Q
Der Teenie-Hip-Hopper-Club im Zürcher West-End ist normalerweise für Schwule ein No-Go. Umso mehr wollten wir die Afterhour an diesem Ort erleben. Zuerst mal hiess es aber im Regen warten, denn während die Hauptparty um halb 7 schon fast leer war, waren an der Afterparty vor 7 die Türen noch geschlossen. Das Q im Untergeschoss eines Parkhauses ist ein richtig schöner Club. Mit fantastischer LED-Matrixdecke über der Tanzfläche, einem Ufo als DJ-Kanzel und vielen Lounges in weissem Leder. Definitiv eine edle Location. Und auch als Schwuler im Jockstrap wurde man von Personal und Security äusserst gastfreundlich behandelt. Das erlebt man gern!

Die Musik im Q war wieder die gleiche wie zuvor im X-tra: Vocal House mit viel Gekreische und wenig Bass. Irgendwie hatte ich den Eindruck dass die Musikanlage bei uns zuhause besser tönt als die im Club, aber vielleicht lag das auch an der Musikauswahl oder daran, dass in meinem Gehör noch das Berghain von letztem Wochenende nachhallte und mehr Schalldruck forderte. Trotz flauem Sound hatten wir unseren Spass. Bis plötzlich kurz nach 12 der Ton weg war und der DJ mit einer verächtlichen Handbewegung quer über den Dancefloor zur Tür hinaus marschierte. Fragende Gesichter auf der Tanzfläche. Stille. Nach zwei Minuten kam der DJ zurück und legte wieder eine Platte auf. Doch kurze Zeit später erneut Stille im Saal und fassungslose Gäste. Die Lightshow lief weiter auf Automatik, einige trotteten enttäuscht in Richtung Garderobe, andere mutmassten über ein technisches Problem. Dann kam der DJ ein letztes Mal zurück. Ein letztes Lied. Und dann war Feierabend. Fast fünf Stunden vor dem offiziellen Partyende (siehe Screenshot von der Angels-Homepage).

Einige Gäste waren gerade erst vor einer Stunde gekommen und hatten noch den vollen Eintrittspreis bezahlt. Nein, sowas kann man einfach nicht bringen. Fünf Stunden vor Schluss die Gäste rauswerfen - das ist eindeutig ABZOCKE! Da gibt es nichts zu beschönigen.

26.04.2017

pressetext

White Party Weekend Zurich

WHITE OUT! // 5 May 2017 // Les Garçons
White Out! is the perfect opening party guaranteed to ease you into this unique party weekend. Be sure you will feel comfortable in the nice club listening the music of the phantastic DJ Sharon o Love and Tyra Starlight.

WHITE PARTY MAIN EVENT // APHRODITE // 6 May 2017 // X-TRA
White Party Weekend 2017 stands under the motto of APHRODITE, the Greek goddess, protectress and defender of Love. We invite everybody, every age, every gender, from every corner of the globe, to join us at our legendary international party event of love, dance, drink and fun.

Forget your hatred, worries and everyday stress and come together at the leading gay party of Switzerland to celebrate Love and Peace! Welcome to the 2017 White Party Weekend.

At our Main Party A singular, phantastic spectacle is awaiting you. Hot rhythms and wonderful tunes, a live vocal show of Nalaya Brown, “the voice of Spain”, aphrodisiac dance performances of extraordinary handsome boys, ravishing light effects and laser shows in front of a great scenery, as well as many other surprises, will thrill your senses and make you dance during whole the night, protected by Aphrodite. At our Main Party you will have the occasion to dance on three floors.

FIRST FLOOR
We are very proud to announce the first appearance in Switzerland of three international top DJs, who will make vibrate the main floor by their hot rhythms and tunes: Yinon Yahel from Tel Aviv, DJ Producer Alex Acosta from San Francisco and DJ Producer Adrian Dalera from Mexico.

SECOND FLOOR
The sensitive DJ Sharon O Love from London and the very trendy DJ Ricardo Ruhga from Italy will animate with their marvelous sounds the second floor.

THIRD FLOOR
The extravagant DJ Tyra Starlight from Germany and the incredible DJ Angelo O from Zurich will spin at the Smoking lounge.

A special Highlight of the Night will by the live show of the star singer Nalaya Brown, the “voice of Spain”.
Of course you also will have the occasion to enjoy the exciting performance of the famous Angels Dancers, represented by 12 boys of Olympic Beauty.

We are very proud to announce the first appearance in Switzerland of three international top DJs, who will make vibrate the main floor by their hot rhythms and tunes:

Line-up
DJ & Producer Yinon Yahel (ISR)
DJ & Producer Alex Acosta (US)
DJ & Producer Adrian Dalera (MX)
DJ Sharon O’Love (UK)
DJ Ricardo Ruhga (DE/IT)
DJ Tyra Starlight (DE)
DJ Angel O. (CH)
Nalaya Brown


WHITE AFTER // Official Afterhour // 7 May 2017// Q Club
If you still are in mood to continue to rave, the White After with open end is expecting you, starting at 7 am. We are very proud to have won the famous Q-Club for cooperation. For the first time the official White After Party will take place in the elegant atmosphere of this amazing club. The the local DJ Jose Jones, the newcomer DJ Ben from Zurich, the talented Spanish DJ Anthony May as well as the never tiring DJ Davide Paoni from Italy will entertain you till late..

Line-up
DJ Anthony May
DJ Jose Jones
DJ Davide Paoni
Dj Ben

Tickets: www.angels.ch

18.04.2017

BjoernSunshine

Inside kommt zurück

Der Stairs-Club ist Geschichte, aber die Inside Party kommt zurück! Johann hat für seinen Gay-Event eine neue Location gefunden: Den Queens Club Zürich an der Förrlibuckstrasse 151. Der Queens Club liegt in Zürich-West direkt neben dem Q-Club mit separatem Eingang. Also passt auf, dass ihr nicht in den falschen Laden geht, sonst feiert ihr zwischen Tussen und Hip-Hop-Machos.

Aber keine Sorge: Die Inside-Party bleibt ihrem Musikstil treu und zum Auftakt legen DJ Pagano, Giacomo Lombardo und Bobby Bella Progressive-Trance bis Techno auf. Wie immer bei Inside sind Jungs mit nacktem Oberkörper gern gesehen und auch wer gern im Tanga oder Jockstrap tanzt, müsse sich keine Sorgen vor der Security machen. Einen Darkroom soll es auch geben.

Reopening ist am Mittwoch vor Auffahrt, dem 24. Mai ab 23 Uhr

Die Party soll danach jeden zweiten Monat stattfinden. Die nächsten Termine sind der 8.7. und der 2.9.2017

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ZÜRIGAY Szene

Alles rund um die Gayszene in Zürich, Schweiz

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