ZÜRIGAY SZENE

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11.08.2017

BjoernSunshine

Wohin an der Street Parade Zürich 2017?

Ein Gay-Love Mobile gibt es an der Street Parade schon lange nicht mehr, aber die Parade ist auch nicht so schlecht wie ihr Ruf. Zu späteren Abendstunden torkeln zwar die meisten sturzbetrunken und einige leider auch aggressiv durch die Strassen, aber am Nachmittag und vor einigen Bühnen auch am Abend kann man durchaus noch gute Musik und gute Leute finden, auch wenn die Schwulen so verzettelt sind, dass kaum noch irgendwo ein nennenswerter Gayfaktor zustande kommt.

Einige Gays treffen sich jeweils zu Beginn der Parade am Utoquai, um die ersten Wagen vorbeifahren zu lassen und irgendwann mitzulaufen, wenn es nach gutem Techno tönt, ohne dass der DJ meint, ins Mikrophon grölen zu müssen. Andere schwören auf die Bühnen am Bellevue, Bürkliplatz oder gegen Ende der Paraderoute vor der Rentenanstalt, weil das Gedränge der Menschen mit Rucksäcken hinter den Wagen manchmal mühsam werden kann und man dabei fast immer die Hälfte seiner Freunde verliert.

Ab 18:30 bis Mitternacht steigt in der Barfussbar (Frauenbadi) vor traumhafter Altstadtkulisse die Splash & Spray - Pool Party. Allerdings ist der Musikstil mit Drag Queens und House (DJs Tanja La Croix und Martin Rapp) nur etwas für Tunten (sorry, ich meinte LGBTIQHXY), die mit Street Parade-Techno gar nichts anfangen können. Und das sind ja inzwischen die meisten, denn die Vorverkaufstickets sind bereits alle weg.

Ab 22:00 laden die Power Angels zur grossen Gayparty ins X-tra ein. Man darf dort heisse Tänzer und Tec-House der DJs DJ Eddie Martinez (New York), Allan Natal (Sao Paulo), Karl Kay (Paris) und Angelo O (Zurich) erwarten. Tickets im VVK ab 32.-. Die Hauptparty dauert bis 7 Uhr. Danach gibt es eine offizielle Afterhour im Club Q. Falls ihr dort hin geht, dann geht nicht zu spät, denn letztes Mal haben die Angels schon nach halber offizieller Partydauer Schluss gemacht.

Wer zu Techno, Progi oder Goa tanzen will, muss zwangsläufig an eine Hetenparty gehen (z.B. die Lethargy in der Roten Fabrik oder das Phoenix Festival weit draussen in Trüllikon) oder er macht es wie wir und wartet ab, bis morgens um 06:00 die Game-Afterhour in der Bananenreiferei beginnt. Game war bis jetzt immer ein sicherer Wert mit gutem Sound von Progi bis Goa, guten Leuten und einer Dachterrasse, auf der man die Sonne geniessen kann, falls sie sich am Sonntag doch noch einmal zeigt. Im Line-Up stehen Ghost Rider (Blue Tunes Rec.) ISRAEL, Beat Herren (Blue Tunes Rec.) CH, Class A (Blue Tunes Rec.) ISRAEL und Effim (Tessaracstudio) CH, Angy Dee (Rave Réunion,Streetparade) CH, Mad Fusion (Fusion Elements)CH, Upspace (GoaSpirit) CH, DJ Galax (Labyrinth, GameParty) CH, MadDirigent (GameParty) CH. Dauern soll die Party bis Abends um ca. 20 Uhr.

Also Leute, seid lieb, werft nicht zu viele Teile ein (auch Kuscheln hält im Regen warm), trinkt genug Alkoholfreies und freut euch trotzdem auf den sicher ganz fetten Kater am Montagmorgen :-P

www.streetparade.com

09.06.2017

BjoernSunshine

Zurich Pride: Titten, Bärte und eine tolle Parade

Endlich hat die Zurich Pride einmal Wetterglück. Strahlender Sonnenschein, ich barfuss und voller Vorfreude auf Tanzen im Gras, aber auf dem Rasen liegt ein Bretterboden und drüber steht ein grosses Zelt. Egal, es ist Freitag, ich bin gut drauf und die Band auf der Bühne macht richtig gute Musik. Doch dann hört die Musik auf und der Lautsprecher sagt, es sei nur ein Soundcheck gewesen. Trotzdem toll. Endlich mal eine Band, die zum Soundcheck singt, statt nur 1-2-3 zu sagen!

Die Moderatoren erscheinen auf der Bühne und rufen "Are you all Social Media addicted?" - Ich schreie "No!", doch das interessiert im Handyzeitalter kein Schwein. Während die Teenies ihr Smartphone streicheln, ziehe ich mein T-Shirt aus und schlendere um die Zelte, wo mir eine nette Lesbe ein tolles Regenbogen-Bodypainting verpasst. Dann geht der Sound richtig los. Die Band heisst Yokko und rockt, doch leider verstecken alle vier Typen ihre Schönheit unter Bärten. Alle andern Gays auf dem Festplatz tragen ebenfalls Bärte. Und T-Shirts. Für einen Moment glaube ich einen ohne Bart gesehen zu haben, aber dann merke ich, es war eine Lesbe. Scheisse. Morgen ist Umzug und ich brauche, um schwul auszusehen, dringend einen Bart. Bei Monty Pythons Life of Brian gabs an der Steinigung doch immer Bartverkäufer. Ich schaue mich um. Da! Neben der Bretterbühne steht ein Verkaufsstand für Ballons und ganz oben schweben die modernen Symbole der Gay-Community: Goldene Halbmonde. Man kennt die Dinger aus der Türkei. Immer wenn im muslimischen Raum Gaypride ist, hängen dort überall Halbmonde rum.

Passend zum Stichwort taucht mein türkischer Freund auf. Ich möchte ihm einen Halbmond kaufen, doch er lehnt dankend ab. Er hätte lieber einen Ballon mit Kreuz. Doch Kreuzballons hat der Verkäufer nicht. Bärte auch nicht und auch keine pinken Ballons in Schwanzform sondern nur Schlümpfe, Minions und anderen Kleinkinderkram.

Yokko rocken richtig gut und ich tanze vor der Bühne oben ohne. Nur ein Schwuler macht es ebenso. Alle andern behalten ihre T-Shirts an. Zu sehen gibt's ohne Bezahlung nichts. Nach einer Stunde ziehe auch ich trotz wunderbar lauer Sommernacht mein T-Shirt wieder an.
"Warum bist du so overdressed", frag mich prompt ein Typ.
"Wer Haut sehen will, muss zahlen", sage ich mürrisch. "Ihr gönnt mir ja auch nichts zu sehen."

An den Fressständen gibts Asiatisch, Italienisch oder was auch immer für 15 Fr. den Pappteller. Das Bier kostet 9 Fr. inkl. 2 Fr. Dosenpfand. Über der Bühne prangt die Werbung der UBS. Die Touristen schlucken zweimal leer. Ich leiste mir ein Bier und eine Lizenz zum Pissen für 5 Fr. Leider ist an der Pissparty noch nicht viel los.

Der Sound nach Yokko tönt in meinen Ohren grässlich. Dann kommt Culture Beat und die fand ich in den 90ern schon mässig, doch mangels Alternative klatsche ich mit. Der Hiphopper im silbernen Glanzjäckchen sieht genauso aus wie die Typen, die uns früher immer aus ihren BMWs homophobe Sprüche hinterher grölten. Egal. Es gibt ja auch Schwule, die auf Nazi-Look stehen - das darf man heute nicht mehr so eng sehen.

Nach Culture Beat kommt Derrick Barry. Ein Hetentraum par Excellence, die zwar nicht singen kann, aber umso mehr die Beine spreizt. Wirklich dumm, dass ich nicht auf Titten stehe, denn ausser heteroliken Bärten und weiblichen Reizen gabs bis jetzt an der Zurich Pride 2017 nicht das Geringste zu sehen. Die hetero-assimilierten Schwulen applaudieren trotzdem und ich hole mir noch ein letztes Bier, seufze tief und denke, es wird Zeit abzudanken, denn das, was hier geboten wird, hat mit meiner (antiquierten?) Vorstellung von einer Gay Pride so wenig zu tun, wie Fisch mit Vögeln.

Ich setze mich in die S-Bahn und als ich bei uns im Quartier am Café an der Ecke vorbei komme, tönt dort endlich geiler Sound. Ich tanze noch eine Runde mit den Nachbarn und denke: Fuck, morgen werde ich wieder hetero!


Samstag, Demonstrationsumzug:
Angesichts des strahlenden Sonnenscheins und des schon bereitliegenden Regenbogen-Outfits verschiebe ich das Heterowerden nochmal und fahre wieder nach Zürich zum Prideumzug. Treffpunkt ist der neu gestaltete Münsterhof mitten im Kreis 1. Direkt hinter der Bühne steht ein Brunnen und ich kann nicht widerstehen. "Ein junger Mann in regenbogenfarbenem Lendenschurz und mit Hawaii-Blumenkranz spielte im neuen grossen Brunnen mit dem bronzenen Wasserzulauf und kühlte sich ab, interessiert beobachtet von schwitzenden Männern in Latex-Kostümen." - Danke, liebe NZZ, für den Titel "junger Mann"!

Während ich plantsche, schwingen die Redner grosse Reden. Selbstverständlich klatsche ich auch. Aber eigentlich sind die Worte hier überflüssig. Denn alle, die da sind, sind sowieso pro-Gay und alle Skeptiker, die es hören sollten, sind eh nicht da. Man könnte genauso gut der Presse die Texte abgeben und stattdessen Musik machen, denn ehrlich gesagt, ob 5'000 kommen oder 20'000 entscheidet in unserer Konsumgesellschaft (leider) nur der Spassfaktor und nicht das Motto.

Da viele von euch vermutlich nicht dabei waren, sei hier jedoch angemerkt, dass das diesjährige Motto "no fear to be you" die Rechte der Flüchtlinge thematisiert, denn noch immer ist Homosexualität in Ländern, wo LGBT verfolgt werden, kein anerkannter Asylgrund. Ein grausamer Missstand für alle Betroffenen, aber leider auch ein schwieriges Thema, da Homosexualität oder auch Schein-Schwulsein kaum praktikabel nachprüfbar ist. Andererseits: sollte plötzlich halb Syrien behaupten, schwul zu sein, nur um so bei uns einen Asylgrund zu haben, wäre der Akzeptanz von LGBT auch ein grosser Dienst erwiesen.

Kurz nach zwei drehen die DJs den Sound auf und die Parade startet. Schon nach 100 Metern auf der Brücke zum Limmatquai ist uns klar: Das ist der beste Pride-Umzug seit 10 Jahren (oder seit der Europride 2009). Ich tanze um den grünen Wagen von #undetectable, wo DJ Bobby Bella fürs Bundesamt für Gesundheit einen hammermässig geilen Progitrance auflegt, den man in Zürichs Gassen wohl seit Ende des Labyrinth-Clubs nicht mehr gehört hat. Ein kleiner Unterschied fällt auf: Damals tanzten wir noch alle in schrillen Kostümen auf den Wagen der Clubs. Heute stehen oben auf den Wagen der Sponsoren nur Mitarbeiter in einfarbigen Werbe-T-Shirt und schauen durch den schmalen Spalt zwischen oberer und unterer Werbung hinaus. Da tanze ich doch viel lieber auf der Strasse und werbe dafür, dass es noch immer einige nicht kommerziell orientierte Exponenten der Gay Community gibt.

Die Tänzer auf der Strasse sind so bunt und ausgeflippt, wie seit langem nicht mehr. Nach etlichen Jahren Regenwetter hatte ich Zürichs traurigen Pride-Umzug fast schon aufgegeben, doch diesmal kam er in aller Pracht zurück, mit 19'000 Menschen, Sympathie, Kreativität, Erotik und Lebensfreude! Erstaunlich, was ein Sonnenstrahl* in Zürich bewirken kann! (*ähm, sorry, es war natürlich das Motto)

«Es ist wichtig zu zeigen, dass wir alle ganz normal sind», zitierte der TagesAnzeiger einen Umzugsteilnehmer. Hier widerspreche ich entschieden. Wir wollen nicht nur eine Akzeptanz der 08/15-Schwulen sondern eine Akzeptanz ALLER LGBTs, auch wenn sie nicht ins gängige Normalbild passen!

Neben BAG und UBS muss auch noch der Wagen der Helden Erwähnung finden. Die Heldenbar ist zur Zeit der einzige schwule Club, der keine Kosten und Mühe scheut, um an der Zurich Pride dabei zu sein und mit einem fantastischen Sound, besser als an der Street Parade, für Euphorie bei Fans und Bevölkerung zu sorgen. Dank Euch hat die Zurich Pride endlich wieder den Namen "Pride" verdient! Danke für den Einsatz und danke allen, die Freude unters Volk tragen und damit Akzeptanz für unsere Lebensart gewinnen!


Samstag, Festplatz
Was soll ich sagen, Musik ist Geschmacksache. Für mich war der Umzug das Highlight der Pride. Das Samstags-Programm auf dem Festplatz fand ich besser als das von Freitag aber immer noch recht flau. Man kann darüber geteilter Meinung sein oder man kann die Anzahl der Arme zählen, die das Publikum gegen Himmel streckt und vielleicht doch erkennen, wer Stimmung liefert und wer nur krumme Töne. Früher sagte ich immer, ihr müsst die Pride unterstützen und eure Getränke auf dem Platz kaufen. Doch die Veranstalter haben sich derart von der Szene gelöst und die Preise so weit in die Höhe getrieben, dass ich heute jeden verstehe, der sein Bier lieber von Zuhause mitbringt und sein Geld für eine der inoffiziellen Partys danach aufhebt.

Wir liessen denn auch die offizielle Pride-Party mit House und Hip-Hop links liegen und feierten bei geilem Techno "Super-Blutt" im Kauz eine richtig heisse Underground-Nacht.

08.05.2017

BjoernSunshine

White Party Zürich - Circuit House mit After-Abzocke

Seit einem halben Jahr ist das wertvollste Markenlabel der Zürcher Gay-Party-Szene, die Angels, in neuen Händen, aber die Meinungen über die Qualität der neuen Circuit-Parties gehen auseinander. Grund genug, uns selbst ein Bild zu machen.

Als wir ankamen gab es keine Schlange und auch an der Garderobe null Wartezeit. Schon mal ein Plus. Im grossen Saal sprang das Dekor ins Auge: Hohe Säulen bis an die Hallendecke, und ein Altar für den DJ. Aphrodite hätte ihre helle Freude gehabt. Etwas merkwürdig erschien uns das "Danke" in vielen Sprachen auf der LED-Wand und jemand witzelte: "Machen die jetzt schon Schluss?", da man üblicherweise den Abspann erst am Partyende bringt. Aber die Party ging erst los und der Unterschied zu den letzten Angels war nicht zu überhören. Die neuen Angels bringen House. Und nichts als House. Circuit-Party-House wie man ihn aus Barcelona kennt. Mit wenig Bass, vielen Hochtönern und einer kreischenden Frauenstimme, die pausenlos "Zürich!!!" ins Mikrofon schreit. Nicht wirklich mein favorisierter Musikstil, aber Musikstile sind ja auch Geschmacksache. Den besten Sound für meinen Geschmack spielte DJ Sharon O Love im Fumoir, nur hielt ich dort die Luft nicht länger als zwei Minuten aus. Die Bar war zeitweise total überfordert und wenn deshalb ein Grossteil der Gäste lieber Wasser auf dem Klo trinkt, als eine halbe Stunde an der Bar zu warten, müssen sich die Veranstalter nicht über mangelnde Umsätze wundern.

Auf jeden Fall brachten die DJs Stimmung und füllten den grossen Saal und je später der Abend wurde, umso härter und besser wurde auch die Musik. Die Lasershow war beeindruckend. Und während die schönen Männer auf dem Flyer noch mit versteinerten Minen posierten, kamen die Gogo-Boys auf der Bühne richtig sympathisch rüber. Noch selten hatten wir schöne Muskelmänner gesehen, die stundenlang tanzen und dazu auch noch ganz entspannt lächeln konnten. Ebenfalls sympathisch: Auch Gäste durften danach wieder auf die Bühne. Ein Plus gegenüber den früheren Angelpartys, die ihre Stars immer unantastbar vom Publikum separierten und keinen Sterblichen nach oben liessen.

Wer internationalen Kommerz-Vocal-House mag und sich von stolzen 45 Franken Eintritt und 8 Franken für ein Bier nicht abschrecken lässt, der bekommt bei den neuen Angels tatsächlich eine gute Party geboten.

Die Afterhour im Q
Der Teenie-Hip-Hopper-Club im Zürcher West-End ist normalerweise für Schwule ein No-Go. Umso mehr wollten wir die Afterhour an diesem Ort erleben. Zuerst mal hiess es aber im Regen warten, denn während die Hauptparty um halb 7 schon fast leer war, waren an der Afterparty vor 7 die Türen noch geschlossen. Das Q im Untergeschoss eines Parkhauses ist ein richtig schöner Club. Mit fantastischer LED-Matrixdecke über der Tanzfläche, einem Ufo als DJ-Kanzel und vielen Lounges in weissem Leder. Definitiv eine edle Location. Und auch als Schwuler im Jockstrap wurde man von Personal und Security äusserst gastfreundlich behandelt. Das erlebt man gern!

Die Musik im Q war wieder die gleiche wie zuvor im X-tra: Vocal House mit viel Gekreische und wenig Bass. Irgendwie hatte ich den Eindruck dass die Musikanlage bei uns zuhause besser tönt als die im Club, aber vielleicht lag das auch an der Musikauswahl oder daran, dass in meinem Gehör noch das Berghain von letztem Wochenende nachhallte und mehr Schalldruck forderte. Trotz flauem Sound hatten wir unseren Spass. Bis plötzlich kurz nach 12 der Ton weg war und der DJ mit einer verächtlichen Handbewegung quer über den Dancefloor zur Tür hinaus marschierte. Fragende Gesichter auf der Tanzfläche. Stille. Nach zwei Minuten kam der DJ zurück und legte wieder eine Platte auf. Doch kurze Zeit später erneut Stille im Saal und fassungslose Gäste. Die Lightshow lief weiter auf Automatik, einige trotteten enttäuscht in Richtung Garderobe, andere mutmassten über ein technisches Problem. Dann kam der DJ ein letztes Mal zurück. Ein letztes Lied. Und dann war Feierabend. Fast fünf Stunden vor dem offiziellen Partyende (siehe Screenshot von der Angels-Homepage).

Einige Gäste waren gerade erst vor einer Stunde gekommen und hatten noch den vollen Eintrittspreis bezahlt. Nein, sowas kann man einfach nicht bringen. Fünf Stunden vor Schluss die Gäste rauswerfen - das ist eindeutig ABZOCKE! Da gibt es nichts zu beschönigen.

26.04.2017

pressetext

White Party Weekend Zurich

WHITE OUT! // 5 May 2017 // Les Garçons
White Out! is the perfect opening party guaranteed to ease you into this unique party weekend. Be sure you will feel comfortable in the nice club listening the music of the phantastic DJ Sharon o Love and Tyra Starlight.

WHITE PARTY MAIN EVENT // APHRODITE // 6 May 2017 // X-TRA
White Party Weekend 2017 stands under the motto of APHRODITE, the Greek goddess, protectress and defender of Love. We invite everybody, every age, every gender, from every corner of the globe, to join us at our legendary international party event of love, dance, drink and fun.

Forget your hatred, worries and everyday stress and come together at the leading gay party of Switzerland to celebrate Love and Peace! Welcome to the 2017 White Party Weekend.

At our Main Party A singular, phantastic spectacle is awaiting you. Hot rhythms and wonderful tunes, a live vocal show of Nalaya Brown, “the voice of Spain”, aphrodisiac dance performances of extraordinary handsome boys, ravishing light effects and laser shows in front of a great scenery, as well as many other surprises, will thrill your senses and make you dance during whole the night, protected by Aphrodite. At our Main Party you will have the occasion to dance on three floors.

FIRST FLOOR
We are very proud to announce the first appearance in Switzerland of three international top DJs, who will make vibrate the main floor by their hot rhythms and tunes: Yinon Yahel from Tel Aviv, DJ Producer Alex Acosta from San Francisco and DJ Producer Adrian Dalera from Mexico.

SECOND FLOOR
The sensitive DJ Sharon O Love from London and the very trendy DJ Ricardo Ruhga from Italy will animate with their marvelous sounds the second floor.

THIRD FLOOR
The extravagant DJ Tyra Starlight from Germany and the incredible DJ Angelo O from Zurich will spin at the Smoking lounge.

A special Highlight of the Night will by the live show of the star singer Nalaya Brown, the “voice of Spain”.
Of course you also will have the occasion to enjoy the exciting performance of the famous Angels Dancers, represented by 12 boys of Olympic Beauty.

We are very proud to announce the first appearance in Switzerland of three international top DJs, who will make vibrate the main floor by their hot rhythms and tunes:

Line-up
DJ & Producer Yinon Yahel (ISR)
DJ & Producer Alex Acosta (US)
DJ & Producer Adrian Dalera (MX)
DJ Sharon O’Love (UK)
DJ Ricardo Ruhga (DE/IT)
DJ Tyra Starlight (DE)
DJ Angel O. (CH)
Nalaya Brown


WHITE AFTER // Official Afterhour // 7 May 2017// Q Club
If you still are in mood to continue to rave, the White After with open end is expecting you, starting at 7 am. We are very proud to have won the famous Q-Club for cooperation. For the first time the official White After Party will take place in the elegant atmosphere of this amazing club. The the local DJ Jose Jones, the newcomer DJ Ben from Zurich, the talented Spanish DJ Anthony May as well as the never tiring DJ Davide Paoni from Italy will entertain you till late..

Line-up
DJ Anthony May
DJ Jose Jones
DJ Davide Paoni
Dj Ben

Tickets: www.angels.ch

18.04.2017

BjoernSunshine

Inside kommt zurück

Der Stairs-Club ist Geschichte, aber die Inside Party kommt zurück! Johann hat für seinen Gay-Event eine neue Location gefunden: Den Queens Club Zürich an der Förrlibuckstrasse 151. Der Queens Club liegt in Zürich-West direkt neben dem Q-Club mit separatem Eingang. Also passt auf, dass ihr nicht in den falschen Laden geht, sonst feiert ihr zwischen Tussen und Hip-Hop-Machos.

Aber keine Sorge: Die Inside-Party bleibt ihrem Musikstil treu und zum Auftakt legen DJ Pagano, Giacomo Lombardo und Bobby Bella Progressive-Trance bis Techno auf. Wie immer bei Inside sind Jungs mit nacktem Oberkörper gern gesehen und auch wer gern im Tanga oder Jockstrap tanzt, müsse sich keine Sorgen vor der Security machen. Einen Darkroom soll es auch geben.

Reopening ist am Mittwoch vor Auffahrt, dem 24. Mai ab 23 Uhr

Die Party soll danach jeden zweiten Monat stattfinden. Die nächsten Termine sind der 8.7. und der 2.9.2017

11.04.2017

BjoernSunshine

Gameparty ist zurück in der Bananenreiferei

Nachdem der Umzug der Gameparty in den Club Gutenbergstrasse 1 vor zwei Monaten wegen unbezahlter Stromrechnungen des Vermieters platzte, haben die Macher der zur Zeit besten Zürcher Progressive-Gay-Partyserie einen neuen Anlauf im Alten Lokal genommen. Die achte Gameparty startet am Ostersamstag mit einem Memorial-DJ-Set unseres kurzlich verstorbenen und hoch geschätzten Freundes 5th Element und seinem unvergesslichen Sound.

Die Bananenreiferei wird neu gestaltet und dekoriert für mehr Club-Ambiente mit besserer Soundanlage, besserem Licht, grösserem Darkroom, beheiztem Outdoor-Fumoir und ;-) ! mehr Freiheit. Nach langer Diskussion sind nun wieder nackte Jungs auf der Tanzfläche erlaubt und der Untertitel der Partyreihe "be as you are and be tolerant" darf endlich auch für Leute ohne Klamottenfetisch wahr werden. Nur für Sex müsst ihr eure Knackärsche leider weiterhin hintem Vorhang verstecken.

Wir freuen uns auf eine geile Nacht mit heissem Sound und toller Stimmung!

15.4.2017 23 Uhr
Pfingstweidstrasse 101, 8005 Zürich

11.04.2017

pressetext

Unleashed Zürich

Der internationale Fetisch-Dance-Event UNLEASHED vereinigt sich wieder mit den lokalen Veranstaltern von UTOPIA FETISH DE LUXE und kehrt nach Zürich zurück!

In einer neuen, spannenden Location präsentieren wir euch einen Fetisch-Event wie ihn die Schweiz noch nicht erlebt hat!

Seid gewarnt, seid bereit, wenn Fetisch wieder auf dem Dancefloor eskaliert!

Atemberaubende Fetisch-Fashion Shows & Performance-Act's verzaubern mit Elementen aus Fetisch-Underground, sinnlich-dunklen Fantasien und Neo-Burlesquem Entertainment. Hochkarätige DJ's servieren dazu das beste aus Techno, Trance, Progressive, Hard House, Industrial. auf zwei Floors.

UNLEASHED vereint straight, gay & Fetisch-Partypeople aus ganz Europa in einer explosiven Party voll von hemmungloser Ekstase und grenzenloser Euphorie!

══════ Infos & Vorverkauf ══════
Alle Infos auf: www.erotopia.ch / www.unleashedparty.com
Vorverkauf: https://www.ticketino.com/ (Suchwort: Unleashed)
ACHTUNG: Wir empfehlen dringend den Vorvekauf zu nutzen um garantierten und schnellen Einlass zu erhalten!

══════ Dress code ══════
Lack - Leder - Latex - Rubber - Gyber Cothic - Bondage - Bizarre Eleganz - Cross Dressing - Kinky Fantasy - Drag Kings & Queens - Sexy Gothic - Schoolgirls - Suicide Boys & Girls - Bodycult - Burlesque - Fetish-Uniform - Steam-Punk - Dessous -

Der Dresscode wird vor dem Einlass von unseren Door-Bitches kontrolliert - Ihr Entschied ist Final!
Fotos / Kameras sind nicht erlaubt (auch keine Handyfotos) - Ausgenommen unsere Fotografen welche die Shows dokumentieren.

Macht euch schön, zeigt euren Style! - Kein Einlass in Strassenkleidung, Jeans, Unterhosen!
Strikt 18+ (Ausweiskontrolle)

20.03.2017

BjoernSunshine

Traumhaft heisse Nacht der Blumen

Eigentlich dürfte man für die AERA-Nacht der Blumen gar keine Werbung mehr machen, denn die Schlange vor dem Eingang des Club Hive nahm dieses Jahr schon Berghain-Dimensionen an. Über zwei Stunden standen einige draussen in der nasskalten Nacht, bevor sie in ein wunderschönes Meer aus Blumen eintauchen konnten.

Der Club Aera ist schon seit 10 Jahren Geschichte und dort wo vor 11 Jahren im Labitzke-Areal noch Blumen zwischen schwulen Partygästen erblühten und die damals noch verrauchten Räume in einen ungewohnt frischen Duft tauchten, werden in Kürze die ersten Mieter in 270 neu erstellte Wohnungen einziehen. Das Aera war bekannt für seine kreativen Motto-Nächte, an denen der Veranstalter und unermüdliche Bastler Willy Bühlmann die Gayszene jeden Monat aufs Neue ins Staunen versetzte. Das Ende des Clubs Aera überdauerte nur die Blumenparty, die Willy seither jedes Jahr zum Frühlingsbeginn im Club Hive zelebriert.

Fast alle waren sie diesmal da, als meine liebsten DJs Jesse Jay, Mental-X und Thomi B. den Hive-Keller zum Kochen brachten, so dass man vor schweissnassen Männerkörpern kaum noch die opulenten Blumenbuquets sah. Der Club war knallvoll, tropisch heiss, fast alle Männer oben ohne und endlich klappte auch die Instruktion der Security, die sich diesmal brav an Willys Weisung hielt, keinen Nackten rauszuschmeissen.

Als die untere Tanzfläche geschlossen wurde, machte ich mich ganz züchtig bekleidet (im Jockstrap) auf nach oben, wo DJ Manon richtig tollen Progi auflegte und die Heteros pflichtbewusst in Langarmshirts schwitzten und sich wohl fragten, warum einer mit nacktem Hintern so unglaublich gut drauf war und von allen Frauen Komplimente kriegte, obwohl man als Hetero in so einem Outfit wohl jede Chance auf Kinder vertan hätte. Tja, die Heten können wohl einfach nicht über ihren moralischen Schatten springen und so erklärte uns der Türsteher am Ende der wunderbaren Nacht der Blumen, dass wir gerne an der Hetero-Afterhour weiter feiern dürften, aber leider nur mit Jeans und T-Shirt.

Da lobe ich mir doch das Schwulsein und werde das schöne Hive trotz freundlichem Personal und netten Gästen wohl erst wieder in einem Jahr betreten, wenn hoffentlich zwischen schwitzenden (halb)nackten Männerkörpern die 21. Aera-Blumen blühen.

(Fotos: www.aera.ch)

18.02.2017

BjoernSunshine

Stromausfall im Club Gutenberg: Game Party abgesagt

Wir alle hatten uns auf die neue Location gefreut. Doch die erste Gameparty im Gutenberg-Club fällt heute ins Wasser, weil das EWZ dem Laden gestern den Strom abgestellt hat. Angeblich habe der Club schon seit langem seine Rechnungen nicht mehr bezahlt, hört man von den enttäuschten Veranstaltern der Game-Party.

So wie es aussieht, ist bis auf weiteres Schluss mit Party im Undergroundclub an der Gutenbergstrasse 1. Roger, Fabrizio und Marco von Game stehen mal wieder ohne Veranstaltungslokal da und mit ihnen trauern viele schwule Zürcher Partyboys und DJs.

Die Suche nach geeigneten Locations für schwule Partys in Zürich ist extrem schwer. Insbesondere Clubs, deren Personal und Hausordnung so tolerant ist, dass nackte Jungs und Darkrooms möglich wären, suchten viele Veranstalter in den letzten Jahren vergeblich. Doch die Hoffnung stirbt zuletzt!

Wer heute Abend dennoch ungehemmt schwul feiern und zu Techno tanzen will, fährt am besten nach Basel zur La Messe.

26.01.2017

BjoernSunshine

Die letzte Inside-Party im Stairs

176 Mietwohnungen entstanden am Letzipark, hinter der (meiner Meinung nach) hässlichsten Neubaufassade Zürichs, direkt vor dem Stairs-Club. Für den Club bedeutet dies das Aus, denn wo in Zürich Wohnungen vor Clubs entstehen, folgen Lärmklagen, teure Prozesse und Sanierungen so sicher wie das Amen in der Kirche.

Johann Sollberger hat deshalb beschlossen aufzugeben. Der Stairs-Club schliesst Ende Februar. Am 4.2. steigt die letzte Inside-Gayparty im Stairs.

Das Stairs hat eine lange Geschichte.
Und oben ohne tanzen war nicht immer erwünscht sondern eine Zeit lang ausdrücklich verboten. Johann Sollberger, ursprünglich aus Lausanne, arbeitete zuerst als Barmann im legendären Zürcher Labyrinth Club. Als dieser 2006 in ein neues Lokal an der Hohlstrasse zog, veranstaltete Johann die Afterpartys im Attic oben im Dachgeschoss. Das neue Laby ganz in weiss gehalten, war ein Flop und die Gayszene sehnte sich in den alten düsteren Industrialstyle-Club zurück. Johann erkannte damals den Wunsch der Szene und veranstaltete im alten Laby an der Pfingstweidstrasse, das inzwischen zwei Pakistani gehörte und Lotusclub hiess, wieder heisse, erotische Gaypartys, die die Tanzfläche zum Kochen brachten.

Leider ging in dieser Zeit vieles schief. Zürichs Polizeivorsteherin Esther Maurer liess erotische Partys und schwule Darkrooms verbieten und die Polizei rottete die schwule Partyszene mit mehreren Razzias und schikanösen Personenkontrollen fast aus. Die Partys im Lotusclub liefen noch gut, aber Johann verkrachte sich mit den Besitzern, stieg aus und gründete Anfang 2008 einen eigenen Club über dem Einkaufszentrum Letzipark: Den Stairs-Club.

Der Stairs-Club kam trotz guten DJs und gutem Soundsystem bei den Schwulen nicht gut an
. Johann warf der Szene mangelnde Loyalität vor, doch die meisten feierten schlicht lieber im zweistöckigen Lotusclub, der wieder eine Darkroomlizenz bekam, anstatt im kleineren Stairs, wo Sex damals noch überall verboten war. Johann versuchte deshalb, seinen Club mit Heteros zu füllen, doch die Tussies mit Handtäschchen und ihre Hetenmacker liessen keine homoerotische Stimmung mehr aufkommen. Im Mai 2012 wechselte das Stairs komplett das Ufer und verfügte ein Oben-Ohne-Verbot auf der Tanzfläche, worauf wir das Stairs aus dem Gay-Guide kippten.

Am 4.4.2015 kam Johann ans schwule Ufer zurück und überraschte die Gayszene mit dem neuen Label "Inside" und einer Partyserie für Gays, an der nackte Oberkörper wieder ausdrücklich erwünscht waren. Wir beschlossen, nicht nachtragend zu sein und hinzugehen. Die Security war Anfangs noch etwas grimmig, aber die Party war richtig gut. So wurde die Inside im Stairs neben Gayme in der Bananenreiferei zu unserer neuen Homebase und einer Garantie für guten Sound, gute Leute und gute Partystimmung.

Am Samstag 4.2.2017 könnt ihr mit uns das letzte Mal Inside feiern und wer nicht kommt und mindestens sein T-Shirt auszieht, hats definitiv verpasst.
"Greenkomms John Doe, 5th Element, Bobby Bella, Giacomo Lombardo und Lino Loud schmeissen ihre allerbesten Platten auf die Teller und wie immer ist oben ohne nicht nur erlaubt sondern ausdrücklich erwünscht."

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ZÜRIGAY Szene

Alles rund um die Gayszene in Zürich, Schweiz

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