ZÜRIGAY SZENE

Advert:
Der neue Roman als Taschenbuch oder eBook
coverboy

30.05.2011

BjoernSunshine

Labyrinth: Erfolgreiches Comeback + Polizeikontrolle

Tolle Party, nur zuletzt lacht immer die Polizei.

Luca und Peter hatten zur Auferstehung einer Partylegende gerufen und alle sind gekommen. Die Schlage vor der Eingangstür reichte quer durch die Ladenpassage bis fast an die Strasse, und der kleine Club war rammelvoll. Drinnen drängten sich zwischen alten Laby-Membern, die man zum Teil seit Ewigkeiten nicht mehr in der Szene gesehen hatte, viel hetero- bis metrosexuelles Partyvolk, dass den Namen Labyrinth wohl nur vom Hörensagen kannte. Das DJ-Lineup konnte sich sehen lassen. Die früheren Laby-Residents brachten den Sound, den alle liebten. Nur leider fiel im Set von DJ Mental-X mehrmals der Strom aus. Längerfristig bekam man die Tücken der Technik jedoch in den Griff.

Zu Anfang drückte der niedrige Raum etwas auf die Stimmung. Der Sound der grossen Anlage tönte nur im Zentrum der Tanzfläche gut, ein paar Meter aus der Mitte und man hörte nur noch dumpfen Bass. Doch mit den Einnahmen der erfolgreichen ersten Nacht wird man sich sicher ein paar zusätzliche Lautsprecher leisten können. Auf jeden Fall freuten wir uns, dass die gute alte Szene noch lebt und tanzten mit unseren Freunden glücklich und voll begeistert bis in den frühen Morgen.


Doch auf dem Heimweg kam, was kommen musste: Die obligate Polizeikontrolle mit dem ganzen Programm: Schuhe ausziehen, Socken umdrehen, Hose runterlassen, Hodensack anheben, Arschloch vorzeigen,... Etwa 10 Beamte waren im Einsatz, um jeden abzufangen und auseinander zu nehmen, der das Clublokal verliess, nur um zu vermeiden, dass jemand an einer Laby-Party mehr Spass hat, als der Durchschnittssäufer in einer Bierhalle.

Schon klar, Drogen sind illegal, und wenn morgens um 8 Leute aus einem Club kommen, die nicht wie Alkoholleichen aussehen, dann ist das schwer verdächtig. Trotzdem wird man den Eindruck nicht los, dass die Zürcher Polizei besonders gern nette Schwule schikaniert.

Wir erinnern uns: Vor wenigen Wochen richteten maskierte Fussballhooligans in Zürich fast eine halbe Million Schaden an, und die Polizei schritt nicht ein. Schon im Vorfeld der Randale wurde das Vermummungsverbot nicht durchgesetzt. Die Polizei schaute lieber weg. Polizeivorsteher Daniel Leupi (Grüne) rechtfertigte dies mit der Gewaltbereitschaft der Hooligans: Man habe nicht eingegriffen, um eine Eskalation zu vermeiden. Ein Polizeieinsatz schien zu riskant, im Verhältnis zum geringen Vergehen der gesetzeswidrigen Vermummung.

So sieht es also aus im Rechtsstaat Zürich: Wo die Polizei nichts zu befürchten hat, da greift sie hart durch, und wer genügend Gewaltbereitschaft signalisiert, den lässt man laufen. Die netten Schwulen ertragen es ja geduldig, aber wie würden wohl die betrunkenen Heteromachos an der Langstrasse reagieren, wenn man sie beim Verlassen des Lokals auffordern würde, sich mal eben nach vorne zu beugen um sich rektal untersuchen zu lassen?

Ich glaube, die würden dann auch nicht mehr für ein neues Polizei- und Justizzentrum und eine weitere Aufstockung des Polizeipersonals stimmen...

26.05.2011

BjoernSunshine

Gay-Schiff auf dem Zürisee

Nach Atlantis, RSVP und La Demence bietet jetzt auch die ZSG eine Gay Cruise an. Richtig gelesen: Die Zürichsee-Schifffahrts-Gesellschaft auf dem berüchtigten, vollklimatisierten High-Tech-Pannendampfer "Panta Rhei".

Zu den einleitenden bösen Worten muss ich hinzufügen, dass ich jahrelang und mehrmals die Woche Stammgast auf den Zürisee-Schiffen von Thalwil nach Zürich war, bis man dort oben ohne sünnele für Männer und kurz darauf auch Bikini-Tops für hübsche Girls verboten hatte, letzteres ging in Zürich durch alle Zeitungen. Zielgruppe der Züriseeschiffe waren offenbar nur noch Rentner, die sich am wohlsten fühlen, wenn dank Vollverglasung und Klimaanlage See und Wetter nur noch simuliert wie im Fernseher vor der Scheibe vorbeiziehen. Nein - Schiffsfeeling, das war für mich immer etwas mit Sonne, Wind und Gischt auf der Haut, wie auf den alten Dampfschiffen wo es noch heiss war und nach Dampfmaschine roch. Und im Sommer war ich sicher barfuss und oben ohne - sonst kann ich ja gleich S-Bahn fahren!

Umso mehr überrascht mich nun, dass sich die ZSG neu für uns Gays interessiert. Will man tatsächlich endlich das verstaubte Image loswerden und die Gäste wieder Freiheit auf dem Wasser erleben lassen?

Am 28. Mai soll die Panta Rhei um 20 Uhr für 2 1/2 Stunden vom Bürkliplatz in (den) See stechen. Der Fahrpreis kostet CHF 34.-, Menüs gibt's ab 26.50. Tischreservation: www.zsg.ch. Für schwule Töne sorgt DJ QBass.

Und auch wenn nach 8 die Sonne schon längst untergegangen ist: Wer sich traut, auf dem Schiff sein T-Shirt auszuziehen und dafür nicht vom Käptn über Bord geworfen wird, soll uns doch bitte ein Foto schicken!

Infos: www.zsg.ch

02.05.2011

 

Blog Home • Newer: Angels Wet or Dry? • Older: Das Laby kommt Ende Mai zurück

ZÜRIGAY Szene

Alles rund um die Gayszene in Zürich, Schweiz

Blog calendar:

2018:

2017:

2016:

2015:

2014:

2013:

2012:

2011:

2010:

2009:

2008:

2007:

2006:

2005:

 

Search this blog:

Text:

Create new blog

All Blogs

 

Join now Join gaYmeBoys.com!

It's not only to read blogs - you will get your own gay profile, own blogs and gallery albums and you can meet thousands of hot gays around the world.

gaYmeBoys.com is a new, fast growing gay community made in Switzerland.

gaYmeBoys is much more than just another dating platform. It's a webspace from gays for gays, for circuit boys, scene queens, leather bears, country boys and big city queers, creative and fun people.

We would love to meet people from all over the planet. Come in and share your life with us. It's free!


Member login

autologin

I forgot my password

Please enter your username or the registered e-mail an. Your password will be sent to you.