ZÜRIGAY SZENE

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Naked and Happy
coverboy

19.09.2011

pressetext

Laby goes Labitzke

(labyrinth) Liebe Freunde, Liebe Gäste,

Unsere letzten Wochen im Labyrinth in Altstetten waren von technischen Problemen überschattet. Hierfür möchten wir uns entschuldigen.

Meist sind es äussere Umstände, die ausserplanmässige Entscheidungen herbeirufen. So haben wir nach einem Wasserrohrbruch und etlichen Stunden geleisteter Raparaturarbeiten beschlossen, die Handwerker im Haus zu behalten.

Der in Altstetten auf Winter 2011 geplante Umbau ziehen wir um einige Monate vor. Eine Entscheidung, die für uns und unsere Architekten eine logistische Vereinfachung bedeutet. Aus diesem Grund, und nur aus diesem, werden wir in Altstetten erst per Ende Oktober wieder für euch da sein.

Nichts desto trotz: Die Partysaison beginnt jetzt und mit ihr die schönste Zeit des Jahres, in der wir in der Clubwelt Menschen wieder treffen, die uns einen Sommer lang gefehlt haben. Mit ihnen wollen wir eine gute Zeit verbringen, etwas Wärme tanken, den Sommer Revue passieren lassen und uns von einem DJ-Trio, wie es unterschiedlicher nicht sein könnte, in die Partymetropolen dieser Welt tragen lassen.

Wir freuen uns, die «Welcome Back Party», ein regelrechter Laby-Klassiker, im Club Labitzke feiern zu dürfen. In einer Location zu Gast zu sein, die auch für viele Labyraner mit guten Gefühlen und positiven Erinnerungen eng verknüpft ist, bedeutet für uns ein Saisonstart, wie er besser nicht sein könnte.

In reinster Vorfreude - Laby is where you are!

Wir freuen uns auf dich!
Dein Laby-Team

15.09.2011

BjoernSunshine

Gespräch mit der Stadtpolizei Zürich

Am Mittwoch, 7.9. löste die Stadtpolizei ihr Versprechen zu einer Aussprache ein. Ich diskutierte mit Herrn Lengweiler, Chef der Einheit Brennpunkt, die in Zürich das Ressort Sex und Drogen betreut und die Verantwortung für Clubrazzien und Personenkontrollen in der Partyszene trägt. Eine Zusammenfassung des gut 1 1/2 stündigen Gesprächs:

Wie gross ist die Einheit Brennpunkt und wie ist sie organisiert?
Zum Brennpunkt gehören rund 110 Mitarbeiter, 3/4 davon arbeiten in Uniform, 1/4 zivil. Ein Wachtchef befehligt jeweils 15 Mann. Diese werden in Gruppen mit 3-4 Personen (inkl. Gruppenchef) eingeteilt. Insgesamt verfügt die Stadtpolizei über etwa 2000 Mitarbeitende, darunter rund 1600 Polizistinnen und Polizisten.

Wer entscheidet, wie viele Beamte Gewalttäter und wie viele Kiffer jagen?
Die polizeilichen Arbeit im Bereich der Drogenkriminalität richtet sich nach dem gesetzlichen Grundauftrag. Hinzu kommen Legislaturschwerpunkte, die der Gesamtstadtrat festlegt. Dabei wird jedoch nicht explizit erwähnt, wie viele Mitarbeitende für die Ahndung von Marihuanadelikten im Dienst sein müssen.

Wer befielt Einsätze wie z.B. die Personenkontrollen an der Labyrinth-Neueröffnung?
Die Wachtchefs und ihre Gruppen arbeiten sehr eigenständig und kontrollieren dort, wo sie erfahrungsgemäss oder nach Hinweisen Delikte feststellen. In diesem Zusammenhang möchte ich festhalten, dass es dabei immer um das Delikt geht. Der Einsatz richtete sich somit gegen Drogen und keinesfalls gegen homosexuelle Personen.

Unter der Führung von Esther Maurer praktizierte man Nulltoleranz und jagte erbarmungslos kleine Konsumenten. Entspricht dies noch immer dem Leitbild der Zürcher Stadtpolizei?
Der Fokus der polizeilichen Ermittlungen richtet sich in erster Linie gegen die Dealer. Das heisst aber nicht, dass wir die Konsumenten nicht beachten. Denn die Erfahrung zeigt zum Beispiel, dass man gerade auch wegen Kontrollen von Konsumenten an die Dealer herankommt.

Wie erklärt sich dann die Gründlichkeit der Untersuchungen? Man untersuchte uns nicht nur die Taschen sondern wir mussten uns nackt ausziehen und in jede Körperöffnung schauen lassen. Dort suchte man offensichtlich nicht nach Drogen- oder Geldmengen, die ein Dealer mit sich trägt, sondern nach minimalen Mengen für den Eigenkonsum.
Allgemein kann gesagt werden, dass Kontrollen vor Ort primär oberflächlich erfolgen. Erhärtet sich der Verdacht, dass illegale Substanzen mitgeführt werden, wird situativ entschieden. Ist eine entsprechende Infrastruktur vorhanden (ein geschützter Bereich, z. B. WC, Polizeifahrzeug, etc.) kann eine Leibesvisitation auch vor Ort vorgenommen werden. Vorausgesetzt, das Gegenüber ist damit einverstanden. In jedem Fall kann verlangt werden, dass die Kontrolle auf einer Polizeiwache erfolgt. Besteht der Verdacht, dass illegale Substanzen im Körper mitgeführt werden, nimmt eine Ärztin oder ein Arzt die folgende Untersuchung vor. Die polizeilichen Leibesvisitation beschränkt sich also auf die Körperoberfläche.

Von einem "erhärteten Verdacht" konnte in diesem Fall wirklich nicht die Rede sein. Und eine Kontrolle auf der Wache ist auch kein Entgegenkommen. Man nimmt offenbar einfach in Kauf, viele unschuldige Bürger festzuhalten und nackt auszuziehen, nur um einige harmlose Konsumenten, die niemanden ausser die Gesetzeshüter stören, büssen zu können. Gibt es unter den Beamten einen Wettbewerb oder eine Rangliste, wer die meisten Bussen ausstellen kann?
Nein, eine solche Rangliste gibt es nicht.

Kann es sein, dass es einige Polizisten geniessen, ihre Macht auszuspielen um Partygäste bei solchen Kontrollen zu demütigen? Insbesondere wenn ein 25-jähriger Polizist einem 45-jährigen Mann befehlen kann, die Hosen runter zu lassen.
Der Umgang mit der (Staats-)macht ist ein wichtiger Aspekt, den wir bereits beim Bewerbungsverfahren thematisieren. Aber auch in der Polizeischule wird diese Thema immer wieder angesprochen. Daher bin ich überzeugt, dass Kontrollen, wie von Ihnen beschrieben, nur einem sachlichen Zweck dienen und nicht einer persönlichen Befriedigung.

Könnte ein Polizist bei einer Personenkontrolle nicht auch mal ein Auge zudrücken? Bei der Verkehrspolizei wird ja auch gelegentlich Toleranz praktiziert und nur verwarnt statt gleich verzeigt.
Grundsätzlich ist die Polizei verpflichtet, bei Kenntnis eines Delikts entsprechend zu handeln. Es sei denn, es handle sich um ein Antragsdelikt. Gerade bei gezielten Kontrollen ist es nicht möglich, weg zu sehen und ein Auge zuzudrücken - nicht zu Letzt auch um das Prinzip der Rechtmässigkeit nicht zu verletzen.

Bei einer halben Pille in der Tasche muss also knallhart das Rechtmässigkeitsprinzip angewendet werden, während man einen Fussgänger, der noch schnell bei hellrot über die Strasse rennt, in der Regel laufen lässt...
Wie lief das denn in den 90er-Jahren, als in Zürich eine offene Drogenszene geduldet wurde? Damals hatten wir die gleichen Gesetze, aber niemand wurde am Platzspitz und Letten wegen Drogenbesitz oder Konsum verzeigt.
Ich war damals noch nicht bei der Polizei. Ich kann mir vorstellen, dass es ein strategischer Entscheid des Stadtrates war, das Gesetz nicht durchzusetzen. Vermutlich aus Ohnmacht der Situation gegenüber.

Also hätte Stadtrat Leupi die Kompetenz, z.B. zu entscheiden, dass entweder von morgen an jeder Kiffer gnadenlos gejagt oder auch Drogenkonsumenten, die ja niemandem ausser ev. sich selbst schaden, gar nicht mehr kontrolliert würden?
Nein. Die polizeiliche Arbeit ist an den gesetzlichen Grundauftrag gebunden. Hinzu kommen - wie schon erwähnt - Legislaturschwerpunkte oder andere politische Entscheide, die der Gesamtstadtrat festlegt.

Der Nulltoleranzpolitik ist zu verdanken, dass die Polizei heute bei vielen Menschen ein schlechtes Image hat. Die meisten Partygäste sind anständige Bürger, die ehrlich ihre Steuern und Rechnungen zahlen und niemandem etwas zuleide tun. Doch wenn sie am Sonntagmorgen ein Polizeiauto sehen, freut sich kaum jemand, beschützt zu werden, sondern man fürchtet vielmehr Kontrollen und Schikanen...
Die Ahndung von Bagatelldelikten ist in der Tat manchmal ein undankbarer Job und kann im Moment das erwiesenermassen hohe Vertrauen in die Polizei beeinträchtigen. Auf der anderen Seite können solche Kontrollen das Image der Polizei aber auch stärken.

Seit ich vor 10 Jahren anfing, aus der Partyszene zu berichten, musste ich feststellen, wie sich unter steigendem Repressionsdruck der Konsum von Ecstasy zu Alkohol und Kokain wandelte, die Aggressivität der Partygäste zunahm (weshalb ich heute bestimmte Clubs meide) und anstelle von Kleindealern aus der Szene ausländische Mafiaclans den Drogenhandel kontrollieren. Können sie diese Beobachtung bestätigen?
Mit steigendem Alkoholkonsum steigt die Aggressivität - dies ist eine bekannte Tatsache. "Reine" Cannabis- und Ecstasykonsumenten verhalten sich selten aggressiv. Wir stellen jedoch fest, dass sich die verschiedenen Substanzen laufend verändern und vor allem, dass verschiedene Substanzen gemischt eingenommen werden. Die Veränderung im Konsumverhalten und die Steigerung der Aggressivität konnten wir auch an der Street-Parade beobachten.
Abschliessend ist mir wichtig zur erwähnen, dass die polizeiliche Arbeit im Bereich der Drogenkriminalität nur ein Teil, oder besser gesagt, eine Säule ist. Die Viersäulenpolitik der Stadt Zürich besteht neben der Repression (Polizei) auch aus der Schadenminderung, der Therapie und der Prävention, wobei die Polizei auch in letzterem Punkt (Prävention) engagiert ist.


Ich bedanke mich für das freundliche Gespräch, welches hier stark gekürzt wiedergegeben ist. Die Aussagen von Herrn Leupi wurden von der Medienstelle der Stadtpolizei redigiert.

14.09.2011

BjoernSunshine

Nichts mehr los in Zürich?

Es ist still geworden um die ehemals grossen Namen der Zürcher Gayparty-Szene. Das Labyrinth vermeldet seit Wochen schon einen Wasserschaden und auch auf der Agenda des XceS stehen keine Gaypartys mehr.

Tatsache ist, dass beide Clubs seit längerer Zeit über Gästemangel klagten. Mit gut 50 Gästen an normalen Samstagen schreibt man rote Zahlen. Da kann auch ein volles Haus am Street Parade-Wochenende nicht mehr die Bilanz retten.

Die Generation u30 hört eben lieber Mainstream, Charts und Hip-Hop. Das bieten andere Clubs und Partys wie T&M, Boyahkasha oder Jack. Die ü30-Männer gehen einfach weniger an Partys oder lieber alle 2 Monate auf Städtereise statt jeden Samstag in Zürich aus. Wie stark dabei die Polizeirepression eine Rolle spielt, ist schwer abzuschätzen. Der Umstand, dass wir öfters streng geheime Partyeinladungen erhalten, die wir nicht veröffentlichen dürfen, zeigt dass der Trend wieder in Richtung Untergrund geht.

Trotzdem: Es gibt noch Leute, die gerne wieder grosse Gaypartys in Zürich veranstalten würden. Es wird fleissig diskutiert. Dabei geht es nicht zuletzt ums Geld. Denn geeignete Clublokale sind in Zürich nun mal Mangelware und zahlbare Mieten ebenfalls. Wir bleiben dran und werden euch informieren, sobald sich etwas Konkretes abzeichnet.

Alles was läuft, findet ihr in der GayAGENDA.
Bitte meldet uns eure Veranstaltungen.

Poll: Does the lack of regular gay parties at Laby/Aera (Labitzke) grieve you? Did you change your favorite places to go out?

 

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