ZÜRIGAY SZENE

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coverboy

24.01.2013

BjoernSunshine

Sind 96 Dezibel wirklich genug?

Gesundheitsvorsorge in allen Ehren, aber übertreibt da Väterchen Staat nicht etwas?

An der letzten Family Affair fragten nicht wenige beim DJ nach, ob da nicht vielleicht einer auf dem Boxenkabel steht. Aber der zuckte nur mit den Schultern und zeigte auf das Kästchen mit der roten Digitalanzeige: 96 dB. So will es das neue Gesetz für alle Zürcher Clubs. Wenn die Elektronik über 96 dB misst, fährt sie angeblich zuerst automatisch den Bass runter und danach auch die Hochtöner. Und dann tönt die geile Soundanlage des ehemalign Laby nur noch dumpf wie ein iPod im Küchenschrank. Deshalb muss der DJ den Dezibelmeter dauernd im Auge behalten, etwa so wie Zürichs Autofahrer dauernd auf den Tacho starren müssen, um nicht geblitzt zu werden. Autofahren in Zürich macht keinen Spass mehr. DJs sind auch schon einige ausgewandert.

Der Clubbesitzer Thys meint diplomatisch: "Wir halten uns bezüglich der Lautstärke ganz einfach an die geltenden polizeilichen Vorschriften, die nota bene für alle Clubs und Betriebe in der ganzen Schweiz gelten! Zudem sind wir daran das Sound-Erlebnis über die Platzierung der Lautsprecher und die Sound-Steuerung zu optimieren. (..) Lautstärke ist ein relativer Begriff, d.h. der Gast gewöhnt sich rasch an sehr hohe Lautstärken, weshalb diese immer noch höher geschraubt werden müssen. Professionelle DJs arbeiten mit angepasster Dynamik, schlechte mit der Lautstärke. Und die Gäste schätzen es, wenn sie sich gelegentlich auch noch miteinander unterhalten können."

Schon klar, ich finde es auch angenehm, wenn man sich an der Bar und im Chillout unterhalten kann. Aber wie titelte damals noch der Tagi, als es ums Darkroom-Verbot ging: "Ein Gay-Club ist kein Tea-Room!" - Und Techno ist kein Blockflötenkonzert. Unter 96 dB auf der Tanzfläche rockt es einfach nicht!

Es muss ja nicht so laut sein, wie im Berghain Berlin oder im Queens Paris, wo das Display über dem DJ-Pult 122 dB anzeigte, als uns wirklich grausam die Ohren weh taten und es 3 Tage danach noch pfiff. 120 dB sind Wahnsinn. 100 dB reichen völlig. Sogar 96 dB würden reichen, wenn es als Mittelwert für den ganzen Partyabend ausgelegt würde. Früher im Laby war die Lautstärke ideal. Man verstand sich an der Bar, konnte im Chillout normal reden, aber hatte auf der Tanzfläche noch richtig kräftigen Sound und tolle Stimmung, wenn das Lied zu seinem Höhepunkt kam.

Heute wird der Höhepunkt amtlich abgewürgt und damit auch die Stimmung. Ach wie liebe ich doch diese dauernde Zürcher Bevormundung!

 

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