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27.01.2014

BjoernSunshine

Gedanken zum Phänomen Heterosexualität

Wir haben uns doch wiedermal in einen Hetenclub gewagt: Die Amboss Rampe am Sonntagmorgen. Der Club liegt quasi auf dem Heimweg vom 696 und weil es erst 8 Uhr morgens, noch viel zu früh zum Schlafen war, dachten wir, mal reinschauen schadet nichts.

Wir kamen gerade von meiner (ziemlich nackten) Geburtstagsparty im 696club, mein Freund hatte noch sein tolles Slick-it-up-Bänder-Body-Teil an, und ein T-Shirt drüber wär jetzt echt ein modisches Verbrechen gewesen. Wir also oben ohne in eine Heten-Afterhour. Die Heteromänner wie immer im Eiszeitkostüm: Pulli, Lederjacke oder noch mehr an. Der Sound: Deep House mit höchstens 120 bpm. Also erst mal runterbremsen und einspuren.

Der Club war zwar nicht halb so voll wie sein Fumoir, ziemlich hell, aber auch nicht wirklich schlecht. Nur Stimmung sah ich ausser bei uns 5 Gays praktisch keine. Ein paar Frauen lächelten zu uns rüber und eine machte sogar Komplimente. Die meisten Heteromänner jedoch bemühten sich sichtlich, keine Emotionen zu zeigen, cool ins Nirgendwo zu starren, und sich so wenig wie möglich zur Musik zu bewegen.

Nach einer knappen Stunde in der Rampe, kam einer vom Personal: "Würdet ihr bitte ein T-Shirt anziehen. Das gehört zu unserer Hausordnung." Obwohl die Garderobendame auch nichts von einer derartigen Bestimmung wusste, fuhren wir nach Hause. Klein beigeben und T-Shirt anziehen war mir zu blöd und streiten wollte ich auch nicht. Einem Club, der die einzigen Gäste vergrault, die Stimmung machen, kann man nicht helfen.


Schon vor ein paar Wochen waren wir an einer Heten-Afterhour. Im Café Gold an der Langstrasse. Ein richtig toller Laden könnte das sein. Aber auch dort: Oben ohne tanzen streng verboten und die Typen drin alle so emotionslos, dass sie vor Coolness fast am Boden anfrieren. Langweilig.


Ich kapier die Heten nicht. Was hat man davon, auf unnahbar zu machen und dreinzuschauen, als ob man seine Eier verschluckt und Magenkrämpfe hätte? Da stehen ja nicht mal Frauen drauf. Und warum überall diese Oben-Ohne-Verbote? Etwa um alle gutaussehenden Typen fernzuhalten, damit den Hässlichen auch mal ein Fang gelingt? Eine Party ist doch keine Casting-Show. Früher an Studentenpartys, Megaraves und Techno-Afterhours war tanzen ohne T-Shirt nie ein Problem.

Überhaupt scheint mir, als ob Heteromänner heute Partys nicht mehr geniessen sondern nur noch als Mittel zum Zweck betrachten. Mann geht an Partys, um Frauen abzuschleppen. An Afterhours sind dann logischerweise nur noch die Nieten da, die den ganzen Abend keine erfolgreiche Anmache zustande brachten. Die stehen dann halt nur noch lustlos rum und ertränken den Frust im Alkohol.


Ich versteh ja nichts von Heterosex. Also fragte ich Google. Da ich die Resultate auf einer Schweizer Webseite nicht zeigen darf, müsst ihr selbst googeln: 2 Fenster öffnen, Family Filter off, Bildersuche nach "Heterosex" und Bildersuche nach "Gaysex". Im ersten Fenster seht ihr alte Männer im Anzug, Comics, Witze und Frauen im Pulli. Im zweiten nichts als nackte Haut und Schwänze.

Lasst ihr Heten beim Sex wirklich die Klamotten an und streichelt euch nur übers Polyester? - Ihr seid ja nicht normal!

Ich will wirklich niemanden wegen seiner sexuellen Einstellung diskriminieren, nicht mal Heteros. Aber vielleicht kann mir mal einer dieser Gattung erklären, wie das so einfährt, wenn man sich voll bekleidet gegenübersitzt, gelangweilt drein schaut und dann, ohne sich zu berühren, zum Orgasmus kommt. Frauen sollen ja manchmal sogar multiple Orgasmen haben. Einen für die Lederjacke, einen für den Pulli, einen für die Stiefel (das nennt man glaub ich "Zalando-Schrei"). Allerdings, in beiden Hetenclubs hat nie eine Frau geschrien, obwohl alle Männer Schuhe an hatten. Und kein Mann mit Pulli und Jacke sah so aus, als ob er wirklich Spass darin hätte.

Heterosexualität bleibt mir ein Rätsel. Ich dachte bisher immer, das sei so wie bei uns, nur halt eben mit Titten und Mösen und halb so viel Sperma. Aber wenn sich die Heten beim Ficken genau auf dem Schlauch stehen und dauernd die Hausordnung zitieren, wie beim Party feiern, dann haben die Störche verdammt viel zu tun, um die Menschheit zu retten.

 

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