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15.01.2016

BjoernSunshine

Perverse Musik

"Matinée Pervert Zürich" heisst der Event, der am 13.2. in der Alten Kaserne stattfinden soll. Ein Fetischkerl mit Maske, rot und schwarz. Was fällt euch da Perverses ein?

Eine Fetischparty für harte Jungs mit harten Schwänzen? Stampfende Bässe, schwitzende Männer, heisser schwuler Sex? In jeder anderen Stadt wäre eine Party mit einem solchen Flyer eine wilde Orgie. Aber in Zürich in der Alten Kaserne?

Man weiss ja, wie die Security in dem Laden reagiert, wenn nur schon die Hose etwas tief hängt. Also habe ich nachgefragt: Der Organisator sei die Matinée Group, es gehe um Musik und nicht um Sex und die Regeln im Club seien die gleichen wie immer, lautet die Antwort.

Kein Sex, keine nackten Schwänze, was bleibt da noch Perverses? Die Musik! Aber wie zum Geier tönt perverse House-Music? Pervers laut wie in Barcelona kann es kaum sein, denn die Anlage im Club hat einen Limiter. Pervers high wie in Barcelona können die Gäste auch kaum sein. Dafür ist die Kaserne viel zu nah am Polizeirevier. Perverse Preise könnten gemeint sein. Das könnte zu Zürich passen. Oder einfach nur perverse Irreführung schwuler Partygäste durch völlig unpassend sexualisierte Werbung eines absolut unsexuellen Events.

Genau das ist so typisch und pervers an Zürich. Alle stöhnen über die angeblich "übersexualisierte Gesellschaft", dabei ist das einzig übersexualisierte die Werbung, während im realen Leben Prüderie herrscht. Es kommt mir vor, wie wenn ein Vegi-Restaurant ein saftiges Steak auf den Flyer druckt. Echt pervers, wie man uns immer den Speck durchs Maul zieht und dann doch nur Gemüse serviert!

15.01.2016

BjoernSunshine

Nackt tanzen...

Ich liebe Musik und ich liebe es zu tanzen. Nackt! Denn so fühlt es sich einfach am besten an. Wenn ich das in Berlin sage, dann antworten die Leute: "Na klar, mach doch!" - In Zürich jedoch sind nackte Jungs an schwulen Partys seit Jahren ein Politikum.

Damals im ehemaligen Laby, Aera und Labitzke war alles noch kein Problem. Auch im 696-Club dessen Besitzer zwar hetero aber sexuell sehr liberal war, fanden es alle cool, dass einige Jungs nackt durch den Club tanzten. Die GaYme-Partys in der Bananenreiferei waren ebenfalls liberal, doch nun hat auch dort der Vermieter dem Spass ein Ende bereitet: "Nackt ist verboten, sonst kommt die Polizei". Dabei wäre rein rechtlich die Sache klar. Ende 2008 hat das Zürcher Obergericht entschieden, dass Nacktheit und Sex an Partys legal ist, wenn nur über 18-jährige Einlass erhalten und am Eingang ein entsprechendes Warnschild hängt.

Wer die berüchtigten Zürcher Clubs nie erlebt hat und auch noch nie in Berlin im KitKat oder im Berghain war, weiss wohl nicht, was ihm entgeht. Die meisten hier halten die strikte Trennung von Tanzen und Erotik für ganz normal. Beim Tanzen betrinkt man sich und behält die Klamotten an. Und zum Ficken holt man sich per Grindr jemanden nach Hause. Dass man heisse, nackte Männerkörper auch auf einer Tanzfläche erleben könnte, darauf kommen die Boys von heute gar nicht mehr.

Klar, auch ich habe das Laby nicht erfunden. Aber als ich zum ersten Mal da rein kam, die schwülheisse Luft meine Haut umspülte und ich auf der Tanzfläche an heisse, schweissnasse Körper klatschte, begriff ich schnell, was das Geheimnis des "erotischen Tanzpalastes" war. Seither gehören Party, Musik und Sex für mich zusammen. Zu richtig geilem Sound müssen die Klamotten runter und ich will von allen Seiten nackte Haut spüren. 100% pur. Ohne Unterhose!

Wenn ich von solchen Partys schwärme, sagen mir die Leute: "Du musst begreifen, dass sich die Zeiten geändert haben. Heute führt man an Partys die schönen Kleider aus, pudert sich die Nase, knüpft Kontakte für die Karriere und betrinkt sich gesellschaftskonform mit Vodka." - "Findet ihr das geil?", frage ich dann und die Leute schweigen.

Im ehemaligen Labyrinth-Club war die Erotik auf der Tanzfläche das Erfolgsrezept. Halb Zürich stand damals Schlange, um diese Atmosphäre mitzuerleben. Auch als die schwulen Besitzer den Club in den Sand setzten und an zwei nicht schwule Pakistani verkauften, merkten diese schnell, dass sexuelle Freizügigkeit das Geheimnis des Erfolgs war. Leider setzten Gentrifizierung und Abrissbirne dem Spass dann doch ein viel zu frühes Ende.

Wenn man schwule Veranstalter heute fragt, hört man zwei Statements: Die einen sagen, dass Erotik an Partys nicht mehr dem Mehrheitsgeschmack entspricht. Die Schwulen von heute wollen angeblich keine Schwänze mehr sehen und keine nackte Haut mehr spüren. Die andern sagen, es liegt am Vermieter und seiner strengen Hausordnung.

Klar ist es jedem Veranstalter freigestellt, welches Konzept er durchzieht. Mich nervt es nur, wenn Partys mit tonnenweise Erotik auf dem Flyer werben und dann am Event selber alles verbieten. Ein Vegi-Restaurant wirbt schliesslich auch nicht mit saftigen Steaks.

Bei den Vermietern frage ich mich, warum nicht endlich mal ein reicher Gay (schwule Millionäre gibt es garantiert hunderte in der Schweiz) ein Eventlokal eröffnet, in dem wir unsere eigenen Regeln aufstellen können. Wenn ich Millionär wäre, würde ich das tun. Aber Millionäre denken anders. Wozu soll man sein Geld in einem unsicheren Witschaftszweig riskieren, wenn man sich genauso gut ein paar hübsche Callboys nach Hause bestellen kann?

Tja: die Community ist tot - es lebe der Egoismus. Jeder denkt nur noch an sich selbst. Und ich? Ich sollte aufhören meine Zeit zu verschwenden und lieber Geld verdienen, um Partys in Berlin zu feiern.

Poll: At a gay party you spot a hot guy naked on the dancefloor. What do you do?

14.01.2016

BjoernSunshine

Gay Partys Zürich Anfang 2016

Was tut sich in der Zürcher Partyszene?

Im Dezember machte die dritte GaYme-Party in der Bananenreiferei so richtig Spass. Gute Leute, guter Sound, super Stimmung und hey, man durfte tatsächlich nackt durch die Party tanzen und niemand störte sich daran. Jedenfalls nicht direkt. Anscheinend hat dann doch noch jemand hintenrum beim Vermieter reklamiert und erreicht, dass nackte Dödel auch bei GaYme zukünftig verboten sind. Einfach nervig, dass immer wieder intolerante Leute an Gaypartys gehen und uns Gays ihre Heteroregeln aufzwingen müssen. Die vierte GaYme ist erst am 2. April. Wir werden da sein - wenn auch etwas gedämpfter Euphorie.

Richtig gut war die Inside im Stairs-Club am Weihnachtsabend mit DJ Chris Becker und Bobby Bella. Die nackten Oberkörper der Gays tun dem Laden, in dem an Hetero-Events oben ohne verboten ist, einfach gut. Doch die Tage des Stairs sind vermutlich gezählt. Direkt vor dem Club werden viele neue Wohnungen gebaut und kaum sind die ersten Leute eingezogen, werden vermutlich schon die Lärmklagen bei der Polizei eintrudeln. Die nächste Inside ist am 20. Februar.

Weil überall sonst, ausser in Saunas und Fickclubs, wo es weder Tanzfläche noch Stimmung gibt, nackte Jungs verboten sind, und mir diese Kindergartenmentalität noch immer tierisch auf den Sack geht, feierten wir wieder traditionell ausgelassen mit unseren Freunden und DJs privat Silvester. Was bei Flexx in der Alten Kaserne abging, kann ich euch deshalb nicht berichten.

Das neue Jahr begann dementsprechend mit einem Kater und ziemlich viel zu putzen. Warum Schwulen beim Feiern dauernd die Zigaretten und Kaugummis aus dem Mund fallen und insbesondere auf Sofas und Teppichböden, das werde ich wohl nie begreifen.

Am 16. Januar kommt DJ Chris Becker nochmal nach Zürich: Zur Free To Love in die Alte Kaserne. Passend zum Januarloch ist an diesem Abend der Eintritt frei und das Haus sicher voll. Dass "Free To Love" nichts mit "freier Liebe" zu tun hat, habe ich schon früher erwähnt. Die Security hat für diese Analogie leider kein Verständnis.

Der neue Kings-Club ist nun jeden Samstag ab 22 Uhr geöffnet. Die resident DJs Angel-O & Juiceppe kennt man von diversen Kitsch- bis Housefloors. Gemäss Veranstalter seien die Partys glamurös mit hübschen spanischen Gogoboys. Da bei den Gästen jedoch nackte Oberkörper "nicht gern gesehen" werden, ist der Laden nichts für mich. Björn Sunshine mit T-Shirt auf einer Tanzfläche gibt's frühestens in 20 Jahren, wenn ich alt und hässlich bin.

Aber a propos Kitsch: Am 30. Januar ist die kitschigste Party des Jahres: Die Angels-Kitsch-Party "J'Adore" im Xtra. This night blends the chic with the erotic. And it’s all about YOU! schreiben die Angels. Also lasst euch gefälligst was Kitschigeres und Erotischeres einfallen, als das übliche Streetwear-Outfit, das ihr an jedem Abend tragt! Ein Dresscode ist zwar nicht vorgeschrieben, aber die Kitsch-Party ist DER Anlass, wo ihr mal richtig QUEER sein dürft! DJs Ennry-Senna, GSP, Ricardo Ruhga, Glitzerhaus.

Am 13. Februar fällt ein Flyer besonders auf: "Matinée Pervert Zürich" heisst der Event, der ebenfalls in der Alten Kaserne stattfinden soll. Ausser den DJ-Namen DJ Taito Tikaro, Taylor Cruz, Extasia & Ambient P ist nichts bekannt. Vom Flyerdesign her würde ich in jeder anderen Stadt auf eine gehörige Portion Sex und Erotik schliessen, aber in der Zürcher Alten Kaserne, wo die Security liebend gerne Kindermädchen spielt, kann ich mir eine solche Fetisch-Party kaum vorstellen. Ich hab den Club angefragt, wie der Flyer zu verstehen sei. Sobald ich eine Antwort bekomme, gibts Aufklärung...

Ansonsten gibt's die üblichen Events: Heldenbar jeden Mittwoch und Heaven am Samstag.

Wenn ich was vergessen habe oder jemand von euch auf andere tolle Events hinweisen möchte, steht euch dieser Blog jederzeit offen und Leute, die schreiben können sind sehr willkommen.

 

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