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05.05.2007
Heute Nachmittag fand ein Brainstorming mit Vertretern von HAZ, Pink Cross, Verein CSD und einigen Partyorganisatoren statt. Es wurde beschlossen, die neue Repression der Polizei, die Clubschliessungen, Darkroomverbote, Razzien in Parks usw. am CSD zu thematisieren. Meine Idee war, den allgemein bekannten Zürcher Grundsatz "Erlaubt ist, was nicht stört!" auf einem grossen Transparent vorauszutragen, um die Behörden daran zu erinnern, dass man keine Grundrechte einschränken darf, ohne dass wirklich höhere Interessen bestehen (bzw. Leute unzumutbar gestört werden). Hinter dem Transparent folgen Beispiele aktueller grundloser Schikanen, wie Schwuler Sex an Schwulenparties, Darkroomverbote etc. Auf Plakaten soll auf die diversen Missstände hingedeutet werden.
Bsp:
"Darkrooms in Klubs ab 21 stören niemanden!"
"Der Gast ist König - nicht die Polizei!"
"Unsere Sitten sind in Ordnung!"
"Wir brauchen keine Kindermädchen!"
"Partypeople tun niemandem weh!"
"Kiffer jagen, Gewalttäter laufen lassen?"
"Wir sind die guten Jungs!"
"Parties sind nicht Staatsfeind Nummer 1"
"Sex unter Erwachsenen ist legal!"
"Kein Homo ohne Sex!"
"In London herrscht Stimmung - in Zürich nur Ruhe und Ordnung"
"Berlin darf vögeln - Zürich nicht"
>>> WEITERE SLOGANS SIND WILLKOMMEN!
Zur Erklärung der Situation sollen Flyer verteilt werden, denn viele Aussenstehende haben keine Ahnung, was wirklich in Zürich abgeht. Dazu werden noch T-Shirts gedruckt. Ein paar Leute haben die Organisation in die Hand genommen.
Das Thema Partydrogen möchten wir nicht in den Vordergrund stellen. Hier geht es nicht um Bemühungen für eine rationalere Drogenpolitik, sondern nur um die Verhaltnismässigkeit von Polizeiaktionen in einer friedliebenden Gesellschaft, die nichts mehr will, als Parties feiern.
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 | Spyy21, logg Dich wieder mal ein und hau in die Tasten, wir vermissen Dich auf Gaymeboys.2 weeks ago |
 | Gaymeboys ist König und nicht Esther Maurer.2 weeks ago |
 | es ist noch nicht so lange her, da durften auch bei uns in der schweiz keine jungs gemeinsam mit den mädles zur gleichen zeit das schwimmbad benutzen. noch heute sind viele ältere in dieser hinsicht verklemmt. ok, die zeiten ändern sich, anpassung und toleranz beider seiten ist gefragt. aber schau dir die vielen feriendestinationen an, welche einen öffentlichen fkk-strand betreiben. die sind ziemlich gut von der "öffentlichkeit" abgeschirmt. das ein fkk-strand in einer stadt, den einten oder anderen stört, kann ich irgendwo verstehen. zumal wir durch die multikultikultur immer mehr anhänger von religionen hier haben, die in diesen bereichen noch hunderte von jahren hinten nach hinken. und das da eine einstellungsänderung von heute auf morgen nicht möglich ist, leuchtet jedem ein. klar ist auch, das es immer leute geben wird, die immer auf der suche danach sind, jemanden in den dreck zu ziehen und der normale menschenverstand abhanden gekommen ist. aber solche leute gibt es leider überall, auch in unseren reihen. ich kenne in bezug auf die insel zu wenig details. ist das ein offizieller fkk-bereich? wenn nicht, sollte man vielleicht mit der zuständigen behörde das gespräch suchen und eine klare abgrenzung zwischen normalem und fkk-bereich machen.
auch ein club, der als gayclub giltet ist in der regel öffentlich, ausser er ist einem bestimmten kundenstamm vorbehalten, der über eine personalisierte membercard zutritt erhält. die andere frage ist, wie genau wird das alter der clubbesucher kontrolliert?! ich meine, ich weiss aus eigener erfahrung, das in clubs die eigentlich ab 18 sind, auch immer wieder eindeutig jüngere tummeln.
die frage ist dann wohl, wo nacktheit und erotik anfängt. und in einem normalen club sind die go-go-tänzer/innen nicht nackt, sonder normal bis knapp bekleidet. sonst wäre es dann schon eher ein stripplokal. aber da gelten sowieso andere auflagen.19 years ago |
 | Hoi Spy
In einem hast du ganz klar recht: In der öffentlichkeit rumpoppen sollte man nicht. Wenn jemand in der Stadt poppt und alle zusehen müssen, dann ist das zu recht verboten.
Der hinterste zipfel des zürcher werdinseli ist durch ein wäldchen und eine grosse wiese vom vorderen teil getrennt, in dem es eine offizielle badi hat. In diesem abgelegenen hinteren teil wird nicht etwa offen herumgepoppt. Nein es ist eine wiese, auf der viele schwule aber auch einige (m+w) heteros die sonne geniessen und in der limmat nackt baden.
Ich selber gehe im sommer etwa 2x monatlich da schwimmen. In den letzten 5 jahren dürften das etwa 50 werdinseli besuche gewesen sein. Bei den 50 besuchen habe ich noch keinen da herumpoppen sehen. Es stören sich angeblich leute daran, dass da nackt geschwommen wird und - wohl nachts - wird im wäldchen ab und an etwas sexuelles abgehen.
Auch sex im darkroom kann kaum als öffentlich angesehen werden: Darkrooms sind auch heute vom club räumlich abgetrennt, keiner "gerät" aus versehen da rein. Es geht um eine objektive diskussion: Ist ein darkroom unsittlich, weil da schwuler sex stattfindet? Das wäre bedenklich, denn freiwilliger schwuler sex unter erwachsenen ist nicht unsittlich. Oder ist ein darkroom sittlicher, weil ein trenngang und eine türe eingebaut werden (das sind die massnahmen, die die polizei verlangt). Kaum. Diese verlangten baulichen massnahmen können von den meisten clubbesitzern nicht umgesetzt werden. So erreicht man die darkroomschliessungen durch die hintertüre und muss nicht öffentlich sagen, dass man diese verbieten will.
Ich lebe ganz normal, habe nen spannenden beruf, gehe gerne ins kino, poppe nicht andauernd rum und lebe in einer festen beziehung. Eigentlich ein ziemlich normaler mensch, oder? Trotzdem wehre ich mich gegen übertriebene massnahmen gegen schwulenfreundliche partyclubs und gegen schwulen sex, wenn er an orten stattfindet, wo es niemanden stört.
Übrigens gibt es ja inzwischen bereits zu reden, ob überhaupt erotik in den clubs noch erlaubt ist (ich meine jetzt nicht rumpoppen). Bisher wurde seitens polizei eine anfrage noch nicht beantwortet, ob nacktheit in clubs grundsätzlich nicht mehr erlaubt ist. Das wäre auch das aus sämtlicher gogo-dance-shows.
19 years ago |
 | von verbieten redet ja kein mensch, sondern es sind auflagen erhoben worden, und dann die muss man sich nun mal halten. wer gegen auflagen verstösst, dem wird das patent nun mal entzogen. so steht es im gastgewerbegesetz. solche auflagen gibt es auch für stripp- u. swingerlokale. es sind also nicht nur gayclubs davon betroffen und somit auch keine homophobie vorhanden. und hört endlich damit auf, darkroom als erotik zu bezeichnen. ein darkroom ist viel mehr als nur erotik. also wenn man männern in eurem alter mit "viel" lebenserfahrung & weisheiten noch den unterschied erklären muss, ist das mehr als bedauernswert. KJELL mag vieleicht innerhalb der schwulen community tolerant sein, aber den menschen gegenüber, die homosexualität nicht das beste finden, ist er es nicht. klar, ich lass mir auch nicht verbieten, meinen freund zu küssen auf der strasse, aber muss ich deshalb gleich rumpoppen, während die halbe welt zuschaut? das homosexualität von dem grössten teil der bevölkerung akzeptiert wird, hat die abstimmung über das partnerschaftsgesetz gezeigt. aber der grösste teil der bevölkerung hat auch weder bei nem hetero noch homo paar lust, ungewollt beim sex zusehen zu müssen. klar, voyeuere bestätigen die ausnahme. 19 years ago |
 | Hallo Spy
Du schreibst an Kjell "Du willst aber gleichzeitig rechte einfordern und anderen ihre Rechte unterdrücken und stellst deine als wichtiger hin als diejenigen anderer?" - Das ist ja genau NICHT der Fall. Was Kjell und auch ich immer wieder betonen, ist dass die Rechte der anderen NICHT unterdrückt werden sollen. Das bedeutet, dass es Partys MIT darkroom geben soll, für Leute die das mögen und dass es Partys OHNE Darkrooms gibt, die das bevorzugen. Aber nun ist die Situation nun mal so, dass es Leute gibt, die den Leuten, die Darkrooms mögen, diese verbieten wollen.
Dies bedeutet nun mal auch für Dich, selbst wenn Du kein Darkrooms magst, dass Du diejenigen respektieren solltest, die Erotik an Partys nun mal mögen. Niemand zwingt Dich, diese Clubs mit Darkrooms zu besuchen, aber eine gewisse Toleranz gegenüber dem anderen - das ist was man erwarten darf. Denn Du selber erwartest z.B. bestimmt auch von Deinen Hetero-Mitmenschen, dass Du toleriert wirst, auch wenn sie selber nicht schwul sind und Deine Sexualität nicht vollkommen verstehen - geschweige denn daran partizipieren wollen.19 years ago |
 | ich muss nicht 36 sein, um einen unterschied zwischen erotik und sex zu kennen. klar kann sex erotisch sein, aber erotik muss nicht zwingend sex sein. das weiss man mit gesundem menschenverstand und denn kann man auch mit 21, resp. 24 (so alt bin ich inzwischen) haben. auch wenn du es nicht glaubst. du nennst es freiheit, illegale parties zu feiern? welche freiheit ist das? illegales macht man nur, weil es nicht erlaubt ist/geduldet wird, und das hat nix mit freiheit zu tun. offenheit und toleranz ist gut, aber das heisst noch lange nicht, bedingungslos alles zu akzeptieren. wo kämen wir da hin?! du willst mit dem kopf ohne rücksicht auf velruste durch die wand? willst aber gleichzeitig rechte einfordern und anderen ihre rechte unterdrücken und stellst deine als wichtiger hin als diejenigen anderer? so werden wir niemals zu einer lösung kommen. eine gesellschaft funktioniert nun mal nach dem geben und nehmen prinzip. nur wollen, aber auf nichts verzichten, ist alles andere als fair gegenüber anderen mitmenschen und ein zeichen mangeldem respekt. in diesem sinne verlangt nicht von anderen etwas, was ihr selbst nicht bereit seit zu geben. den das leben spielt sich hauptsächlich nicht in clubs ab, sondern im alltag.
und ich kann auch mit meinem traummann traumhaften sex haben (sogar outdoor und ohne polizei), aber das muss erstens nicht gleich beim ersten mal sein, und zweitens auch nicht gerade auf der tanzfläche. wenn dir die lust vergeht, nur weil du ein paar minuten länger auf den sex warten musst, ist es wohl nicht weit her mit der lust, oder fehlt dir in der midlife-crisis die fantasie dazu, die lust zu erhalten?
lieber ANDRIN
ich habe nicht behauptet, das es in dem meisten (europäischen) ländern so ist, aber es gibt länder in denen ist es so. was meines erachtens auch der vorteil hat, das die besucher von heteros/homos/männern/frauen gleichermassen vetreten sind. was man hierzulande eher selten antrifft. denn mindestens zwei gruppen davon sind in massiver minderheit vertreten.
19 years ago |
 | Langsam fühle ich, wie ich alt werde, dabei bin ich erst 36. Wenn 21-jährige von Erotik ohne Sex und Reiseerlebnissen erzählen, als ob es unsere tolerante freie Zeit nie gegeben hätte. Dabei dachte ich immer, wir seien schon verklemmt gewesen und die wahren Parties gingen in den 70ern vor dem Ausbruch von AIDS ab.
Genug geschluchzt. Es ist nun mal so: In den 68ern gabs die sexuelle Revolution. in den 70ern erlebte New York die volle sexuelle Freiheit. Dann kam AIDS und die Freiheit starb dahin. Als ich in den 90ern nach dem Studium die Gaypartyszene entdeckte, konnte man sich vor AIDS schützen und da es ja eh in der Gesellschaft verpönt war, in einen Schwulenclub zu gehen, konnte man, wenn man trotzdem hinging, dort die volle Freiheit geniessen. In Zürich waren eh alle Klubs illegal und deshalb galten in solchen Klubs auch keine Anstandsregeln der Gesellschaft. Einen kleinen Auszug dieser Zeit seht ihr noch im Backflash. In den geilsten Momenten hatte ich allerdings besseres zu tun, als Fotos zu machen
Mit 9/11 kam die Rückkehr der Konservativen und Moralisten. Und alle Jungs, die 10 Jahre jünger sind als wir, kennen nichts anderes als dieses immer kontrollierte Verhalten, die Modekonventionen, die engen Grenzen der Gesellschaft, die Sorge ums persönliche Image. Die Freiheit, die wir noch erlebt haben, ist für die heutige Jugend fremd und unverständlich. Warum soll jemand anders etwas dürfen, dass man selbst nicht tut?
Wer nie erlebt hat, wie sich Freiheit wirklich anfühlt, merkt nicht, dass er in einem Käfig lebt.
Lieber Spyy21, es geht nicht darum, dass man dauernd ficken MUSS. Aber es geht darum, dass man ficken DARF, wenn Emotionen und Chemie stimmen, und nicht nur dann wenn es einem die Regierung vorschreibt. Wenn ich in einem Klub (oder am Waldrand) zwei Jungs beim Sex sehe, dann freue ich mich für sie und gönne ihnen ihre Liebe. Das solltest du auch tun - selbst wenn die beiden keine Fotomodels sind.
Und vielleicht kommst auch du eines Tages in die Situation, wenn du deinem Traummann gegenüber stehst, wenn du ihm in die Augen siehst, dein Blut zu kochen beginnt, wenn du alles um euch herum vergisst und wenn ihr über euch herfallt, als ob es kein Morgen gäbe. Doch genau in dem Moment kommt ein netter Polizist, tippt dir auf die Schulter und sagt mit erhobenem Zeigefinger: "Packt eure Schwänze ein, geht nach Hause und macht die Rolläden zu - denn es gibt andere Leute, die niemals tollen Sex haben und nicht ansehen können, wie ihr mehr Spass habt als sie selbst." 19 years ago |
 | Hallo Spy
Ich weiss nicht in welche Städte du reist, aber so ziemlich jede europäische Stadt mit einem gewissen schwulen Anteil hat Partylokale und auch Darkrooms. Ich empfehle Dir mal, an die Europride in Madrid zu fahren. Da siehst Du, wie frei man in einem Land leben kann, das bis vor kurzem noch weit hinter unseren "schwulen" Standards lag. Heute gibt's da die echte Homo-Ehe, Partys, Darkrooms und eine schwule Kultur, die sich nicht verstecken muss/will. Ein gutes Beispiel dafür, wie das Leben aussieht, wenn man etwas toleranter ist und nicht meint, man müsse den anderen vorschreiben, wie sie zu leben haben.
19 years ago |
 | naja, so wie kjell im newsletter beschreibt, gehört ein darkroom nicht in bereich erotik. erotik ist was anderes und hat nicht zwingend was mit sex zu tun. und irgendwie komisch, das in anderen ländern gayclubs gut ohne darkroom existieren können und sich da kein mensch deswegen beschwert, von wegen schwuler tradition. für mich klingt das so nach, ohne darkroom keine schwule/n szene/lifestyle. also gehts euch doch wirklich nur um sex, denn anscheinend könnt ihr ohne darkroom keinen richtigen spass haben. für mich hat das eher mit bestreben nach klischees zu tun, als mit tradition.
ausserdem steht in diesem einzigen gastgewerbegesetz auch, das der patentbesitzer dafür verantwortlich ist, das in seinem lokal gegen keine geltenden gesetze verstossen wird. aber es steht auch drin, für welche räume sich diese bewilligung beschränkt.
und lieber KJELL, erzähl doch mal was von deinem gespräch mit esther maurer. man hört so nix von dir darüber. denn so wie ich das bis anhin vernommen hab, muss das ja schon stattgefunden haben. oder hab ich zu wenig gut geschaut und das übersehen?!19 years ago |
 | Versucht euch, folgende Geschichte bildlich vorzustellen:
- Sihlquai 23h, ein Freier stoppt vor der jungen Frau aus der Ukraine (sie ist vor ein paar Wochen gerade angekommen, spricht ein paar Brocken Deutsch, kennt kaum den Namen der Stadt, wo sie sich befindet), welche aufreizend, mit wenigen Stofffetzen bekleidet, am Strassenrand ihren Jupe hebt, ihr rasiertes bestes Stück dem Freier wie auf dem Markt anpreist (klar: sie trägt keinen Slip); sie sprechen sich ab, er parkiert sein Auto, beide gehen zu Fuss in den Platzspitz, verschwinden hinter einem Gebüsch... nach ein paar wenigen Minuten erscheinen beide wieder... der Abfall liegt am Boden, vor dem Gebüsch, zur Entsorgung ist keine Zeit... er schnellen Schrittes, springt fast die Treppe rauf und verschwindet wieder am Limmatquai, sie rückt sich noch eine Haarlocke zurecht und steuert dann wieder in Richtung Stammplatz, bereit für den nächsten.
So etwa läuft das ab in Sachen Sex im Freien der Hetis, aber Hetis dürfen das wohl. Auf der Werdinsel hingegen besorgen es normalerweise nicht illegale Boys einigen Freiern, es liegt normalerweise kein Abfall rum und auf der Werdinsel spazieren abends auch keine Mütter mit Kindern mehr rum... basta, mehr kann man dazu nicht mehr sagen.
=> Obwohl ich ein seltener Werdinselgänger bin und wenn ja, dann tagsüber zum sünnele - wohne ja fast daneben - und Sex lieber in 4 Wänden oder in einer sonst passenden Umgebung geniesse, finde ich die konservative Rechts-Kampagne unserer „linken“ SP-Politikerin zum heulen, von allen anderen schwulenfeindlichen Interventionen der Polizei und Behörden in letzter Zeit, welche bis zur Schliessung bekannter Lokale geführt hat, will ich gar nicht mehr sprechen. Für religiöse Extremisten wie EDU und die Schwulenhasserpartei EVP natürlich ein gefundenes Fressen. Nicht nur soll DJ Bobo nicht mehr drakulanisch über die Fantasiewelt der Vampire singen, Baschi darf nicht mehr Glaubensfragen stellen, Schwule dürfen nicht mehr Sex haben. Zahlreiche Heti-Swinger-Clubs lassen grüssen! Diese sind halt draussen in der Provinz draussen. Schon nur beim Gedanken an solche Tatsachen wird man fast zum Agnostiker...
-Was passiert denn eigentlich im Moment in Zürich? Keine Lounges vor den Cafés, das fast mediterrane Gefühl, den Abend in einer wunderschönen Stadt relaxed zu geniessen, bedeutet für einige Bünzlis gewisser Parteien zu viel Aufregung, Lebensfreude könnte ja ansteckend sein. Zürich könnte ja zu erfolgreich werden, zu viele schwule und lesbische Touristen könnten ja die von Schweiz Tourismus lancierten Kampagne ernst nehmen und wirklich unsere eigentlich wunderbare Stadt besuchen... nun ja, hoffentlich finden sie dann noch ein Strassencafé, wo man laue schöne Sommerabende und die interessanten Menschen geniessen und flirten kann.
In ein paar Jahren dürfen wir in Zürich die Eurogames organisieren und Schwule und Lesben aus der ganzen Welt begrüssen, ein grosses, friedliches und farbiges Fest. Hoffentlich verkommt Zürich bis dann nicht zur prüden Schlafstadt... aber wenn’s so weitergeht, dann steuern wir wirklich direkt auf diesen Zustand zu.
Schade, dass sich Politiker der SP, Grünen und insbesondere der Grünliberalen und der Freisinnigen nicht stärker (lauter) dafür einsetzen, waren sie uns Schwulen doch bisher hilfreich und gut gesinnt. Aber wir sind halt in einem Wahljahr... na ja: Wahljahr ist auch Zahltag! Erinnert euch dann, wenn ihr wählen geht! Und viele FDP-Gutverdiener-Hypokriten verschwinden halt lieber mit einem hübschen Boy im allseits bekannten Meatmarket in der Zähringerstrasse, ist halt dann doch diskreter! Man darf sich über den Fun freuen, den sie haben, aber heuchlerisch sind sie. und genau dass macht mich wütend bzw. enttäuscht mich sehr.19 years ago |
 | Hätte man die Büsche auf dem Parkplatz nicht einfach zurückgeschnitten, würden sich die Schwulen nicht ins Naturschutzgebiet zurückziehen...
Ob schwul oder nicht, finde ich aber auch, dass man seinen eigenen Dreck wegräumen soll! Ob Schwule da aber anders sind als Heteros? Kaum, wenn man sich die Seepromenade nach einem sonnigen Wochenenende anschaut!
19 years ago |
 | Tagi heute im Stadtteil: Quartierverein Affoltern will Schwule vertreiben (und wie wollen sie das machen? mit einem ZAUN!
An Symbolik nicht mehr zu überbieten. Und passt wunderbar ins aktuelle Klima.
nach dem motto:
homos: ja
homosex: nein!19 years ago |
 | leider ist in zürich alles über-reguliert. die stadt hat keine anderen probleme mehr und muss sich mit solch lächerlichkeiten wie hier berichtet oder mit den lounges in boulevardcafés rumschlagen... und jetzt wird zürich von den tourismusbüros noch als "capital of gay switzerland" gross beworben, damit auch möglichst viele gaytouristen zu uns kommen und ihr geld bei uns liegen lassen. aber natürlich nur im kaufleuten und in der kronenhalle. es werden wohl einige enttäuscht wieder nachhause fliegen und sich dann in einer weniger prüden stadt vergnügen...!19 years ago |
 | Das sieht du zu rosig. Wenn es verschiedene Arten von Bewilligung gibt. Weshalb kriegen die Clubs nicht einfach eine Bewilligung wos geht? Angeblich gibts aber im Zürcher Gastwirtschaftsgesetz nur eine Sorte von Gaststube. Wenn du das genauer ansehen willst, geh ein bisschen googeln. Falls es andere Lösung gibt stellt sich die Frage: weshalb macht man den die Schuppen dicht statt denen zu sagen, dass sie einfach die falsche Bewilligung haben. Homophobie liegt immer im Detail. Natürlich haben wir Schwule manchmal gar schnell die Homophobie bei der Hand. Aber es lohnt sich schon, ein bisschen zu schauen, wie die Hetero-Mehrheit die Latten bei sich selbst ansetzt.19 years ago |
 | Lieber Spyy21
Gäbe es unterschiedliche Bewilligungen, hätten wir auch kein Problem. Doch eben leider gilt in der Stadt Zürich NUR EIN Gastwirtschaftsgesetz für alle Betriebe mit Getränkeausschank vom Sexklub bis zum 5-Sterne-Restaurant. Deshalb haben wir ja den ganzen Ärger.
Wie schon woanders geschrieben, sind nur die Saunas vom Gastgewerbegesetz ausgenommen und Juristen müssen nun prüfen, ob das nicht auch für Erotische Tanzparties möglich wäre. Schliesslich geht auch dort niemand primär hin, um sich zu ernähren.
Frau Maurer meinte im Streitgespräch, man könnte erotische Parties ja auch privat feiern. Nur ist es aus Sicht der HIV-Prävention äusserst schlecht, die Szene wieder in den Untergrund zu drängen.
Beim Öffentlichen Ärgernis kommt es übrigens nicht aufs Grundeigentum an, sondern nur darauf, wie penetrant das Geschehen im Gesichtsfeld der Öffentlichkeit liegt. Das Werdinseli ist kilometerlang und das untere Ende gut von der Badi am oberen Ende abgeschirmt. Viele Jahrzehnte lang wird dort schon nackt gebadet. Nur früher gab es aber keine Leute, die ihre eigene sexuelle Prüderie so missionarisch allen anderen aufzwingen wollen. Zürich hat hunderte von Kinderspielplätzen. Da stört es doch wirklich nicht, wenn es ein einziges Plätzchen gibt, wo man den Kinderwagen nicht hinschieben muss.
Zürich hat die Krankheit, dass immer alles an allen Orten gleich durchmischt sein muss. So werden in jedem Industriequartier Wohnungen gebaut, damit man nirgends mehr eine Party feiern kann, ohne dass sich jemand vom Lärm belästigt fühlt. Du kannst keine Sexparties für Erwachsene mehr machen, weil jeder Klub so sittlich sein muss wie ein Restaurant. Du darfst am See keine Wurst grillieren, keine Hunde laufen lassen, nicht skaten, usw. Es wäre doch viel sinnvoller, ein paar Freiräume für Aktivitäten zu lassen, die auch mal laut werden dürfen. Ein Skaterpark wo Nichtskater nichts zu meckern haben, ein Kinderspielplatz wo Erwachsene nichts zu meckern haben, ein Partyareal ohne Mietwohnungen daneben und vielleicht auch ein kleiner Schwulenstrand wo man nicht mit kleinen Kindern hingeht und nicht sofort "sexuelle Belästigung" schreit, wenn jemand eine Latte bekommt.
19 years ago |
 | ich habe nie behauptet das heteros brav sind. aber man soll nicht eier mit orangen vergleichen. ein stripplokal verfügt über eine andere betriebsbewilligung als eine disco/bar/club, auch ein swingerclub kann nicht einfach nur mit einer bewilligung für ne bar betrieben werden. und die voraussetzungen für die jeweiligen bewilligungen sind für heteros und homos gleich. also ist das keine homophobie. gesetze/vorschriften gelten nun mal für alle. und wir streben ja die gleichberechtigung an, und nicht sonderwünsche.
und was die poppinsel betrifft, ist es nun mal ein öffentliches grundstück und kein privateigentum. wenn man mal ein päärchen irgendwo vereinzelt im wäldchen beim sex trifft, ist es auch wieder was anderes, als wenn sich paar an paar reiht.
19 years ago |
 | Hetis sind nicht so brav, wie man uns weismachen will. In der Langstrasse werden Männer auch Tags von Frauen angemacht, jede Stadt hat ihre Strichzone, in den Stripbars gilt die Devise: verkauf dich nicht billiger als eine Flasche Sekt. Der Tänzerinnen-Import aus Staaten, wo eine seriöse Arbeitsbewilligung in der Schweiz sonst ausgeschlossen ist, läuft übrigens mit offizieller staatlichem Segen. Schalt mal das Fernseh an, zeig mir den Film - ausser Heidi - wo nicht ihrend welche Fickszenen vorkommen. In jedem Kleinkiosk gibts die Ecke mit den blutten Frauen. Hey, weshalb sollen wir denn heilig sein? Wir haben auch das Recht auf unsere Ecken und Nischen im öffentlichen Raum. Auch wenn man die Lage in Zürich sehr zurückhaltend beurteilt und von den exotischen Ausgehmöglichkeiten nicht so Gebrauch macht muss man erkennen: in Zürich läufts zur Zeit krumm, es ist was fällig19 years ago |
 | Es soll ja sogar Leute geben, die so gerne beim Sex zusehen, dass sie sogar Geld dafür ausgeben  Und es gibt Leute, die sehen auch angezogen so hässlich aus, dass man sie am liebsten aus dem Gesichtsfeld verbannen würde.
Die Frage ist doch vielmehr, ab wann man von einer Belästigung reden kann.
Lärm oder Gestank sind relativ starke Belästigungen, weil denen man nicht einfach ausweichen kann, indem man woanders hin schaut. Wir hatten mal eine Nachbarin, die immer beim Sex in voller Lautstärke gekreischt hat. Das war nervig, aber ich bin nicht der Typ der wegen sowas gleich zur Polizei rennt!
Bei einer rein optischen Belästigung musst du ja nicht hinschauen, ausser man vögelt dir direkt ungefragt vor der Nase rum. Wenn Leute zuerst auf den Küchentisch klettern um dann mit dem Feldstecher ein paar Schwule zu suchen, die man wegen "sexueller Belästigung" anzeigen könnte, ist das einfach krank.
Ich meine ja auch, man soll nicht auf dem Kinderspielplatz rumvögeln. Aber wenn du mal auf dem Werdinseli warst, kannst du feststellen, dass der einzige Balkon, von dem aus man die Wiese am Ende der Insel überblicken kann, fast 100m weit weg ist. Und wenn in einem Klub eine Party mit Sex stattfindet, zwingt dich ja auch niemand, dort hinzugehen. Es gibt genügend Parties, wo du nicht mit dem Anblick dicker Schwänze belästigt wirst. Da kannst du doch wenigstens denen, die sowas geil finden, ihren Spass lassen.
Früher gab es ganz unterschiedliche Leute im Laby oder Aera. Die einen standen auf Lack und Leder, andere auf Jeans und noch andere auf Underwear. Die einen hatten nie oder nur in der dunkelsten Ecke Sex, die andern machten es lieber offen im Chillout. Aber es wäre nie jemandem in den Sinn gekommen, an anderen Gästen herumzumeckern. Ich bedaure sehr, dass es diese tolerante Kultur in Zürich immer weniger gibt. 19 years ago |
 | dann sag mir mal, was in deinen augen unzumutbar ist?!?
also ich finde es als homo unzumutbar, bei nem homo, so wie auch hetero paar beim sex zusehen zu müssen. dies mal so zu deiner propaganda, das alles kinderfreundlich sein muss. muss es zwar nicht, aber öffentliche gelände/ort müssen für alle zumutbar sein. und vögeln in der öffentlichkeit gehört nicht zum zumutbaren. 19 years ago |
 | http://www.dein-privates-kernkraftwerk.ch/
für einen Input bin ich immer zu haben: strukki@gmx.ch
NEU: Das Sujet kommt aufs offizielle Protest-T-Shirt vom CSD. Bestell dein T-Shirt per E-Mail unter office@pinkcross.ch (bitte vor dem 22.5. bestellen. Grössen: s bis xxl, Fr.10 bar beim Abholen am Helvetiaplatz). 19 years ago |
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Alles rund um die Gayszene in Zürich, Schweiz
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