BjoernSunshine
Nelson Pub und Cranberry prüder als die SVP?
(Tele Züri letzten Donnerstag,16.8.2007) Das erinnert doch sehr an den Kuss-Skandal in Rom: Das schwule Pärchen Fabio und Gianfranco wurde am Street Parade-Abend wegen ein paar Küssen aus dem Zürcher Nelson Pub geworfen. Kommentar der Security: Das Nelson Pub sei schliesslich kein Schwulenclub.
Im Interview des Lokalfernsehens streitet der Besitzer sofort jegliche Schwulenfeindlichkeit ab. Er habe sogar einen schwulen Geschäftsführer eingestellt, und sein bester Kollege sei der Besitzer der Cranberry Schwulenbar, der ihm vor der Kamera gleich noch betont freundschaftlich um den Hals fällt. Aber Knutschen mit Zunge und so, das gehe nun einfach zu weit und könne nicht geduldet werden.
Dann meldet sich Jvan Paszti vom Cranberry zu Wort: "Ich habe ein Schwulenlokal, und bei mir gibts das auch nicht, dass man so rumknutscht!" Tele Züri wollte es darauf hin genau wissen und interviewte Ernst Bachmann, Präsident von Gastro Zürich. Der hingegen sah das Problem ganz locker: Knutschende Päärchen könne er gut tolerieren und "solange sich nicht gerade jemand auszieht, und sich andere Gäste belästigt fühlen, müsse man wohl nicht eingreifen".
Die Schlussfolgerung von Tele Züri: "Da kommen ja heitere Zeiten auf Zürich zu, wenn ein Pub- und Schwulenclubbetreiber verklemmter handeln als ein Wirteverbandspräsident und SVP-Kantonsrat."
Tele Züri News vom 16.8.2007




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