ZÜRIGAY SZENE

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coverboy

20.01.2008

BjoernSunshine

Vom Move zurück ins Laby

Und wieder brodelt es in der Gerüchteküche. Kommt das Laby zurück?
Zuerst einmal steht fest, dass die Donnerstag-Partys im MOVE, hinter der Peter, einer der ehemaligen Labychefs steht, zu Ende gehen. Der Club an der Limmatstrasse 195 leidet (typisch Zürich) unter Lärmklagen und soll auch bald umgebaut werden.
Vom Laby ist nun zu hören, dass es Mitte Februar ein Revival im alten Clublokal an der Pfingstweidstrasse geben soll. Und schon steht wieder eine neue Konkurrenzsituation an. Laby-5 gegen Emottion? Nehmen wir's mal nicht so tragisch - die Szene ist zwar kleiner geworden und es mag an Besuchern mangeln, um gleichzeitig viele Clubs zu füllen, aber etwas Konkurrenz belebt auch das Geschäft.

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BjoernSunshine
 Du hast Recht, man soll Leute nicht schubladisieren. Und sicher passen nie alle ins Klischee. Nicht alle an einer Tranceparty sind auf E, nicht alle, die Minimal hören, schnupfen Koks und nicht alle am Oktoberfest saufen Bier. Aber es stimmt halt schon, dass es gewisse Parallelen zwischen Musik und Drogen gibt, weil jede Art von Musik zu einer Stimmung passt, die mit einigen Substanzen besser und mit anderen schlechter harmoniert.

Da Alkohol gesellschaftlich akzeptiert ist, kann ich offen zugeben, dass ich mal am Oktoberfest war und das Schlagergedudel ziemlich blöd fand, bis mich das zweite Mass langsam aufs passende Niveau brachte. Zu Volksmusik passt nun einfach Bier. Ich kann mir absolut nicht vorstellen, dass jemand ein E schmeisst und dann mit verliebtem Blick und Kuschelbedürfnis an ein Rap- und HipHop-Konzert geht. ("ey man, wotsch d'fuscht i'd schnörre?")

Ob du nun schubladisieren willst oder nicht. Ein Stimmungsunterschied findet automatisch statt, sobald 20-25% der Leute sich in eine Richtung benehmen, denn über die Hälfte steht immer nur rum und wartet, was die andern tun. Wenn eine genügend grosse Gruppe alkoholisiert ist und bei jedem Song laut mitgröhlt, bestimmt das die Stimmung an der ganzen Party. Wenn 20% das Shirt ausziehen, ist bald der ganze Club oben ohne. Wenn 20% die Jacke anbehalten wird die Party superprüde. Und wenn 20% mit Pudernäschen herumstolzieren, hat das eben auch seinen Einfluss auf die Gesamtstimmung.

Die meisten Leute sind auch nicht so offen wie du, sondern sie suchen sich die Partys entsprechend deren Image aus. Die Rapper haben sich das coole, unnahbare Gangsterimage zugelegt. Also gehe ich sicher nicht an ein Rap-Konzert, wenn ich mit schönen Jungs flirten will. Minimal ist klar weniger euphorisch und emotionell als Trance. Wenn ich also erleben will, wie die Leute voll Emotionen mitgehen und beim Tanzen alle Hände in der Luft sind, dann gehe ich auch nicht an eine Party wo der DJ Minimal auflegt sondern lieber an eine Tranceparty.19 years ago
insomnia39
 ...schlager=säufer, (in einer pearl-bar läuft auch schlagersound),minimal etc= koks (an x-von uns gays besuchten orten läuft minimal darunter viele besucher ohne gepudderte nase; gerade gestern beim Letten war der Frühlingstag mit Minimalsound und ein zwei Bier wunderbar!) Ich persönlich geh dahin, wo ich grad Lust drauf hab. Ob dort dann Leute auf Koks, Alk, E oder was auch immer sind egal. Hauptsache, es macht Spass dort zu sein!
Alora Peace and Tolerance auch von uns Gay's please und nicht alles so im Kästchendenken. Das find ich persönlich auch eher bünzlig.19 years ago
BjoernSunshine
 Die offizielle Neueröffnungsparty war ein voller Erfolg (sorry, am Samstag der Memberparty waren wir draussen in der Natur am snöben). Alle Bedenken, ob die Member dem Club für den Ausflug an die Hohlstrasse böse wären, oder ob das Konzept Laby gar überholt wär, waren unbegründet. Auch 2 Jahre nach den letzten Labypartys an der Pfingstweidstrasse ist das Labyrinth noch eine Legende!

Natürlich war nach all den Ereignissen der vergangenen Jahre der ganzen Partyszene bewusst, dass die Zeiten geändert haben. Offiziell sind seit 2008 alle nüchtern. Das heisst entweder brav betrunken oder man geht der Frage aus dem Weg. Auf jeden Fall leben nun alle die Partys viel bewusster als früher. An einer Eröffnung würde die städtische Sitte-und-Ordnungs-Truppe wohl kaum den Club stürmen - aber wie lange man das Laby wohl leben lässt? Schliesslich steht der Name Labyrinth bei den Behörden als Sinnbild für Sodom und Gomorrah. Muss man also jede Party bis ans Limit auskosten als ob es die letzte wäre? Von der Prävention zur Überdosis? Naja, sprechen wir nicht über Politik!

Trotzdem kommt einem beim Laby immer das New Yorker Studio54 in den Sinn: Der wohl legendärste Club der 70er Jahre mit Sex, Drugs und Celebrities wurde nicht wegen Darkroom, Kiffern und Hygiene sondern wegen Steuerhinterziehung dicht gemacht. Auch das Studio54 ging in den 80ern wieder auf. Unter strenger Überwachung der Behörden erreichte es jedoch nie mehr den Glanz früherer Jahre und wurde einige Jahre später geschlossen. Hoffen wir, dass die Zürcher Behörden eines Tages erkennen, dass Clubs wie das Labyrinth die besseren Orte sind als die vielen Sauf- und Schlägerbars der gesetzlich geförderten Alkiszene.

Wir wünschen dem neuen alten Laby eine gute, friedliche Zeit mit den besten Partypeople der Welt, und ein langes Leben ohne Razzias!

Den Partybericht von der Neueröffnung findest du im BACKFLASH.19 years ago
BjoernSunshine
 Liebe Kalu, ich liebe deinen Traum (und dich natürlich auch!)

Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern, als wir Laby und Aera und diese unglaublich schöne Welt aus gegenseitiger Toleranz und Verständnis entdeckten. Eine Welt in der jeder akzeptiert war und losgelöst von Alltag und Weltpolitik alle einander gern hatten. Eine Welt in der man sein konnte ohne interpretiert und bewertet zu werden. Ich war so begeistert, dass ich mich genötigt fühlte, diese Zeit auf unzähligen Fotos festzuhalten und auf dieser Webseite die Aussenwelt daran teilhaben zu lassen.

Heute würde ich es nicht mehr tun, denn ich musste lernen, dass es Unterwelten gibt, für die die Welt noch nicht bereit ist. Vor 4 Jahren glaubten wir alle daran, dass es nur noch aufwärts gehen konnte. In Zürich wurde die Polizeistunde abgeschafft, die illegalen Kellerclubs legalisiert, und dann fiel auch noch das Tanzverbot an Feiertagen. Wir bemitleideten die armen New Yorker, die unter Guiliani alle guten Clubs verloren. Wir hatten Zürich, und Zürich war eine Weltstadt geworden.

Damals machten wir einen grossen Fehler: Wir erzählten der Welt von unserem Paradies und die Welt konnte es nicht begreifen. Die Labychefs rührten die Werbetrommel, vergrösserten den Club und versuchte die breite Masse vom schwulen Lebensstil zu überzeugen. Doch den Wert einer liberalen Gesellschaft kann wohl nur verstehen, wer selbst einmal Teil einer Randgruppe war. Sie kamen in unsere Clubs wie Analphabeten in eine Bibliothek und sahen nicht die Freude und die Harmonie sondern nur illegale Substanzen, sexuelle Ausschweifungen und "unhaltbare hygienische Zustände", und sie zerstörten blind, was sie nicht begreifen konnten.

Die Polizei vertrieb die Touristen, den Veranstaltern schwammen die Felle davon und jeder klammerte sich das, was er noch hatte und versucht es nun gegen die Konkurrenz zu verteidigen, weil er gegen die Behörden und gegen die Zerstörungswut der Analphabeten machtlos ist.

In der Welt entstehen immer wieder Blüten, und immer wieder werden sie zerstört. Einst hiessen sie Flower Power, dann Studio 54, dann Laby. 2007 blühte zum Beispiel Madrid. Und ich wünsche mir von Herzen, es könnte wieder einmal Zürich sein...

May your dream come true!19 years ago
Kalu
 Den folgenden Beitrag habe ich vor einigen Tagen bereits im Forum von EmoTTion geschrieben. Wäre interessant, ein paar weitere Meinungen zu dem Thema zu lesen (ob hier oder bei EmoTTion oder gar im Laby-Gästebuch - whatever...)

Träume sind Schäume - aber manchmal werden sie doch wahr...

Ich träume davon, dass dass Veranstalter und Besucher der Gay-Szene plötzlich einen Gedächtnisausfall haben. Aber nur einen selektiven Gedächtnisausfall. Einer, bei dem alle negativen Erfahrungen und Erinnerungen vergessen gehen. Bei dem aber all die schönen Erinnerungen erhalten bleiben. Die schönen Erinnerungen an eine Zeit, in welcher es ein friedliches Nebeneinander von AERA, Laby und Spider gab, als die DJs, das Publikum und auch die Veranstalter und Mitarbeiter mitunter von einem Club in den anderen wechselten. Als man sich überall mehr oder weniger daheim fühlte - wegen der Location, wegen der Veranstalter, wegen der DJs, wegen des Publikums.
Und weil wir diesen Gedächtnisausfall haben und all die negativen Vorfälle vergessen haben, wünschen wir uns alle nur noch, dass diese Zeit, die uns nun als die Zeit der grossen, durchgeknallten aber glücklichen Grossfamilie in Erinnerung ist, wiederbelebt wird. Und plötzlcih werden Fragen der Treue irrelevant - weil alle nur noch miteinander und niemand mehr gegeneinander will...


Ich weiss, es ist viel passiert in den letzen Jahren - und von vielem, was passiert ist, habe ich keine Ahnung! Vergessen ist schwierig - Verzeihen ist noch viel schwieriger!

Ich verkehre seit mehr als 10 Jahren in dieser Partyszene - heute nicht mehr so häufig wie früher. Aber sie hat mir viel gegeben und ich möchte sie nicht verlieren.
Wenn ich die Gästebücher von Laby und EmoTTion anschaue, so wird nun meine Angst bestätigt, dass die Szene vor einer erneuten Zerreisprobe steht. Schon die letzte Krise hat die Szene erheblich reduziert und auseinandergerissen. Wie wird sich nun die Neueröffnung des Labys auswirken? Ist ein Überleben im Gegeneinander möglich? Braucht es nicht ein Miteinander:

Ich träume weiter vom selektiven Gedächtnisverlust, davon, dass wir alle uns nur an das Schöne in der Vergangenheit erinnern und versuchen, das Miteinander von damals wiederzubeleben. Und ich träume davon, ohne Loyalitätskonflikte im Labitzke, im Laby (Lotus) oder Loop38 feiern zu können - mit einer Szene, die nach einer Zeit der Zerreissprobe wieder zu einer Einheit gefunden hat.19 years ago
BjoernSunshine
 Es ist eine alte Labytradition, die Special-Events auf die Daten zu legen, an denen auch bei der Konkurrenz ein Special auf dem Programm steht. Das war schon zu Zeiten vom Aera so. Irgendwie auch nachvollziehbar: Wenn die Gefahr besteht, dass viele Gäste woanders hin gehen, muss man die eigene Attraktivität steigern.

Für den Gast ist das natürlich schlecht, denn er muss sich nun zwischen zwei Highlights entscheiden, die er viel lieber beide besucht hätte. Etwas Konkurrenz ist immer gut - zu viel kann aber auch den Markt kaputt machen. Da hast du recht: Wenn Touristen in Zürich dauernd nur halbleere Clubs erleben, schadet das dem Ruf der Partystadt und die Szene wird immer kleiner und kleiner. So gesehen wäre es am Besten, die Veranstalter würden heute abwechselnd kleinere Events veranstalten, die sie auch sicher füllen können. Dann haben auch die Gäste ein positives Erlebnis und die Szene kann wieder wachsen und - wenn die Politik nicht wieder alles kaputt macht - gibt es bald wieder Platz für 2 grosse, gut besuchte Partys parallel... Aber eben, wer will schon heute der Konkurrenz etwas abgeben und auf ein Morgen hoffen, das vielleicht niemals kommt.19 years ago
BjoernSunshine
 Meine Infos sind keine Gerüchte sondern kommen direkt vom Laby-Marketingchef. Reto relativierte die erste Meldung und wollte Minimal und Electro als Ergänzung des Angebots verstanden haben. Als grosser Fan des emotionalen Laby-Progressive-Trance mit aufbauenden Passagen, bombastischen Höhepunkten und Stücken "zum Fliegen" hoffe ich natürlich auch, dass uns der oft trockene, emotionslose Minimalismus möglichst erspart bleibt.

Was man in der heutigen Welt kaum noch schreiben darf, ist dass Musik und Drogen schon immer zusammen gehörten. Wo die Leute Bier saufen, gröhlt man seit je her Schlager. Mit Ecstasy entstand der Trance, und Minimal ist eben der typische Colasound. Abgesehen von rechtlichen Hintergründen ziehe ich die Gegenwart von verklärten Pillenfliegern derjenigen von gröhlenden Säufern und arroganten Koksnasen bei weitem vor. Wenn vor 10 Jahren im Laby jemand etwas konsumierte, war das meist ein Ecstasy (Nein, es waren bei weitem NICHT alle auf Drogen!). Leider hat jedoch unsere Politik dazu geführt, dass gute Pillen in den Clubs fast verschwunden sind, schlechtes Koks jedoch an jeder Strassenecke angeboten wird.

Was macht man nun, wenn man einen neuen Club eröffnen will und die meisten aktiven Gäste (d.h. Gäste, die von sich aus Stimmung bringen und nicht nur schüchtern passiv am Rand stehen) Alkis und Kokser sind? - Man bringt Sound für Alkis oder Kokser.

Geschäftspolitisch ist es das gleiche Dilemma wie im Frühling'06: Das Laby vergrösserte den Club und brauchte neue Gäste um den Club zu füllen. Man glaubte, die Schwulenszene sei zu klein und richtete deshalb Einrichtung und Werbung voll auf Heteros aus. Wie wir wissen, ging der Schuss nach Hinten los: Den Schwulen war der Club zu heti und die Heten fühlten sich auch nicht wohl. Das breite schwammige Marketing war ein Fehler. Reto hat das richtig erkannt und betont heute die Nischenposition. Nur eben ist der Name Laby/Lotus plus "lesbisch-gay and-hetero-friendly" kombiniert mit Minimal/Electro wieder keine Nische sondern ein schwammiges Gemisch, das weit mehr in die Breite geht, als es eine bestimmte Gruppe wirklich zu begeistern mag.

Die wahre Marktlücke wäre der Club, den es heute in Zürich nicht mehr gibt: Der tolerante, verrückte, verruchte, megaschwule, tabulos sexuelle Progressive Trance-Schuppen wie es das Laby vor 10 Jahren einmal war. Nur so etwas geiles darf es heute leider in E.M.'s Zürich nicht mehr geben.
19 years ago
frettchen
 ohje, hoffentlich ist an diesen gerüchten/infos über die neuen musikstile nix dran. denn minimal und electro sind in keinster weise so pushend und treibend wie progressive und goa. wer minimal und electro hören will, kann gern zu den zugekoksten und homophoben typen ins oxa, supi, hive oder sonst in einen dämlichen heten-schuppen gehen. oder natürlich zur afterhour ins labitzke (darüber äussere ich mich nicht mehr, denn es ist alles darüber schon von mir geschrieben worden). ich hoffe nur, dass peter und luca auch daran denken, dass die musik über das publikum und die stimmung bestimmt. johann hat beiden gezeigt, dass die richtige musik über den erfolg entscheidet. und der grosse teil von uns tanzt nun mal sehr gerne zu progressiven tönen ab. gegen tech-house sage ich nix, denn das treibt auch ganz schön. gern auch mal eine härtere gangart wie im mega-erfolgreichen berghain in berlin. oder natürlich mal greenkomm dj's aus köln an die tables holen.
aber bitte verschont uns mit diesem geklimmper-schrott. wie die stimmung dabei ist, weiss jeder, der schon des öfteren an der labitzke afterhour war. 19 years ago
partyschlampe
 das laby war früher so geil, weil es gute leute gab und eine freie tolerante atmosphäre wie sonst kaum in einem club. die zeit ist leider vorbei. seit dauernd vor jedem club die bullen stehen, kommen viele gute leute nicht mehr nach zürich. jetzt versuchen sie die leute wieder zu holen, müssen aber auch schreiben, dass es eine strenge security und keine drogen gibt. das gleiche hat das loop auch versucht: der club ist zwar schön, aber mit der security und der überwachung haben sie die ganze szene abgeschreckt. auch wer nichts dabei hat und zwei mal von den bullen bis auf die haut durchsucht wurde, kommt nicht mehr. laby mit minimal und electro ist auch nicht mehr laby. ich fände es viel besser wenn sich in einer zeit, wo die szene schon zu klein ist, um das labitzke zu füllen die veranstalter zusammentun würden anstatt sich dauernd die gäste abzujagen. am 16.1. ist auch fierjahreszeiten im loop!19 years ago
sven2
 Ziemlich vage formuliert: Alte Labymember, mehr Electro, Gays, Lesben, Heten, keine Drogen? Das hat bisher jeder Club behauptet. Eine Nische ist das noch lange nicht. Die Werbung von Loop und Emottion sieht fast genauso aus. Die Location im Lotus ist zwar geil, aber auch nur, wenn sie den Raum voll bringen. Ich weiss nicht, wieviele Ex-Labymember nach dem letzten Jahr noch aufs Laby stehen.19 years ago
sven2
 Es gibt Leute für die gibt es nur "normal"=super brav und "party"=jedes Mal voll abstürzen. Das ist doch ein total blödes Klischee. Es ist so wie partyschlampe geschrieben hat: die Meisten Partyleute sind ganz normale Menschen, viele saufen nur brav Alkohol und einige nehmen manchmal eine Pille oder vielleicht auch eine Linie, aber deswegen stürzen sie noch lange nicht ab! Es wird ja auch nicht gleich jeder zum Säufer, der gerne ein Glas Wein zum Essen trinkt.

Aber es gibt auch überall, wo gefeiert wird einige, die nicht wissen, wo man aufhören soll. Am Münchner Oktoberfest kotzen dauernd Leute unter die Tische und die Ambulanz hat Hochbetrieb. Da ist das für die Gesellschaft völlig normal, weil das Oktoberfest eine Tradition ist. Wenn aber mal einmal einer in einem Zürcher Club wegen Übelkeit vor die Tür muss, machen gleich alle auf Panik.

Nochmal: Die meisten feiern ganz normal. Dass die Polizei wegen ein paar wenigen Ausnahmen so ein Theater macht, liegt wohl nur daran, dass die liebe Esthi Maurer zu viel Miami Vice geschaut hat und jeden Kiffer für einen Superkiller hält.19 years ago
michel88
 Ja, es stimmt, dass ich noch nie im Spider war, aber ich kenne einige Leute die dort waren und sagten, dass dort fast jeder Drogen nimmt. Was bringt dir so ein Ort? Braucht es wirklich in jeder Stadt Clubs wo Leute abstürzen bis die Ambulanz kommen muss?19 years ago
BjoernSunshine
 Das Gerücht ist wahr: Am 16. Februar kommt das legendäre Laby zurück nach Zürich, und zwar in die alte Location an der Pfingstweidstrasse, die man vom Nachfolgeclub Lotus zurückkaufen und einen festen Vertrag bis Ende 2010 aushandeln konnte. Heissen wird das neue Laby weiterhin "Lotus". Obwohl die alten Labygründer Luca und Peter kein Paar mehr sind, wollen sie wieder zusammen ein Team sein. Neu ins Team kommen Reto (Kommunikation und Marketing) und Kris (Administration und DJ). Das neue Laby-4er-Team schwört auf die treuen alten Labymember, freut sich aber auch auf neue Gesichter, die das Motto "lesbisch-gay and-hetero-friendly" mittragen wollen. Trotz der durch die vielen Polizeiaktionen geschrumpften Partyszene sieht Reto eine gute Chance für den Club: "Einige Zürcher Clubs stecken in grossen Schwierigkeiten. Das Labyrinth ist in einem speziellen Segment anzusiedeln und Nischenprodukte haben immer Chancen". Musikalisch will sich das neue Laby etwas vom alten Trance- und Goastil weg und hin zum neuen Trend von Electro, Minimal und Tech House bewegen. Zu den bisherigen DJ's (Michael K, Peter Lavelle,...) stossen auch junge Talente wie Monoteque, Sadock und Angel O. Das leidige Drogenthema möchte man möglichst abhaken. Peter hat eine Entziehungskur hinter sich und hat sich vorgenommen, der Zukunft mit einem klaren Kopf zu begegnen. Dem Zeitgeist entsprechend wird man auch im Club eine klare Linie verfolgen und weder Konsum noch Handel tolerieren. Auf die Frage, wie sie das neue-alte Laby in wenigen Stichworten beschreiben würden, antworteten
Reto: Menschlich, freundlich, tolerant, happy, sexy, sauber, verrucht und innovativ.
Peter: Schwul ist cool und ein wenig Bi schadet nie. Heterosexuell ist nicht normal, sondern nur häufig.
Kris: Phantasievoll, tolerant, bisexy.
Luca: „Back to the roots“ zum einen - zum anderen „Panta Rei“ (alles im Fluss) - es gibt viele neue Leute in der Partyszene, die bei uns herzlich willkommen sind, das Labyrinth künftig mit prägen werden.
19 years ago
partyschlampe
 lieber michel, da du erst 19 bist, muss ich annehmen, dass du das laby und die spider nur vom hörensagen kennst. vor 5 jahren gab es tatsächlich in fast jedem club einen hausdealer, bei dem man pillen kaufen konnte. heute gibt es wegen den dauernden polizeikontrollen keine hausdealer mehr, dafür holen sich die leute ihre drogen an der langstrasse und da wird nur dreck verkauft. in new york nehmen seit den strengen kontrollen alle crystal, weil man das zeug vor dem ausgang zu hause nehmen kann und es dann die ganze nacht wirkt. aber crystal ist total scheisse, bringt keine guten vibes wie pillen und ist extrem ungesund. du kannst wohl in jeden club der welt schauen - es gibt wohl kaum einen clubbesitzer oder einen dj, der noch nie irgendwelche drogen genommen hat. und es gibt wohl kaum einen barman oder restaurantbesitzer, der nicht trinkt. vergiss die gute heile welt. die existiert nicht. die ganzen kontrollen führen nur dazu dass die leute statt guten pillen mehr dreck fressen und alk saufen.
übrigens danke für den sport-tipp. ich mache sehr viel sport. die einzige wirklich ungesunde droge ist das rauchen, aber das ist auch der einzige spass, den wir (noch) haben dürfen.19 years ago
michel88
 Ja sicher gibt es auch im T&M einzelne schwarze Schafe aber im Laby und in der Spider wurden doch fast öffentlich Drogen verkauft und sogar die Chefs wegen Drogen verhaftet. Warum könnt ihr euch denn nicht einfach unter Kontrolle halten und z.B. draussen Sport machen statt die ganzen Wochenenden in solchen Clubs herumzuhängen?19 years ago
partyschlampe
 lieber michel88, du glaubst wohl, im t&m gibts keine drogen. hahaha! drogen bekommt man überall und wer lieber alk säuft bis zum umfallen ist zwar legal aber kein bisschen besser. auch im t&m gibts viele koksnasen und im kaufleuten oder rund um den paradeplatz schneit es wie in den bergen nur schauen die bullen da brav weg. dafür steht jeden sonntag mindestens ein kastenwagen vor dem labitzke und beim laby wird es genauso sein. die bullen wollen eben lieber eine versoffene alkiszene fördern als eine gesellschaft, die auf liebe und toleranz basiert. sowas ist denen einfach zu hoch.

das laby war mal ein super club mit genialer stimmung und super leuten. keine junkies und sozialschmarotzer sondern viele gute typen mit anständigen berufen und verantwortung. aber die bullen denken immer, dass jeder, der mal konsumiert gleich ein junkie ist. dass das laby pleite ging ist nur der fehler der besitzer, die in dieses scheisslokal an der hohlstrasse umgezogen sind und all die heten in den club geholt haben weil sie mehr kohle verdienen wollten. johann und götterbote machen aber partys mit herz und nicht nur wegen dem geld. das sollten wir unterstützen! 19 years ago
michel88
 Das T&M gibt es schon seit 20 Jahren. Wenn bei den andern Clubs der Laden nur dann gut läuft, wenn da Drogen konsumiert werden, muss man sich nicht wundern, wenn die Polizei die Clubs schliesst. Man kann doch auch ohne Drogen feiern.19 years ago
partyschlampe
 Zuerst machen die bullen die partyszene kaputt, dass die meisten clubs nur halb voll sind und dann machen sich die schwulen noch selber konkurrenz. dann sind nachher alle clubs nur noch 1/4 voll, alle leute rennen auf der suche nach etwas stimmung von einem club in den anderen und dazwischen stehen die bullen und ziehen alle aus.19 years ago

 

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