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04.08.2009
 G-rated
(laby) Liebe Laby-Besucher
Total überraschend führt nun eine seit Monaten von Unstimmigkeiten und fehlendem Good-will überschattete Partnerschaft zum Rausschmiss der Labyrinth Partys aus der angestammten Location im Lotus Club.
Per SMS wurde uns heute mitgeteilt, dass der Lotus Club von nun an und per sofort, seine eigenen Veranstaltungen durchführen werde.
Konsterniert sind wir über die Vorgehensweise. Noch bevor uns eine fristlose Kündigung kommuniziert wurde, versuchen die Lotus-Macher unsere DJs für den kommenden Samstag zu gewinnen, was ihnen glücklicherweise nicht gelang.
Wir vom Labyrinth legen seit über 15 Jahren wert darauf, mehr als ein rein kommerziell orientierter Club zu sein. Seit wir nicht mehr Herr über die Location waren, wurde es schwierig, unseren erklärten Qualitätsansprüchen sowie unserem Grundsatz von «Begegnung und Toleranz» gerecht zu werden. Einigkeit zwischen Location und Veranstalter, die ein wesentlicher Bestandteil dessen ist, was ein Club ausstrahlt, konnte innerhalb der letzten Phase nicht mehr erreicht werden.
Zusammenhalt und Loyalität einer eingefleischten Partyszene, werden erneut auf Probe gestellt. Es tut uns sehr leid, dass den Labybesuchern von Neuem eine Location genommen wird, die uns allen ans Herz gewachsen ist.
Trotz aller Irritation, sind wir bestrebt, so schnell wie möglich eine neue Location für «echte» Laby-Parties zu finden, die den hohen Ansprüchen unserer Gäste gerecht wird.
Wir bleiben dran - Laby is where you are.
Luca Bernardini
Peter Breitenmoser
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 | Nun steht es auf der Labyrinth-Homepage: Ab dem 3. Oktober finden wieder jeden Samstag Labypartys statt. Und zwar im Zodiac Club gleich neben der Lobby-Bar. Wie dieser Club aussieht, darüber schweigt sich das Laby-Team aus. Bisher kein Mailing und auch keine Presse-Infos. Nur ein hübsches Longdrink-Glas auf dem Flyer. Falls jemand von euch hingeht, würden wir uns über eure Impressionen an dieser Stelle freuen.17 years ago |
 | Vom Laby-Team hat man seit der Street Parade nichts mehr gehört. Auf der Homepage heisst es nur "Keine zukünftigen Events eingetragen". Immerhin steht seit einer Woche im Gästebuch ein Kommentar des Laby-Teams: "Es tut sich was, es bewegt sich was. Mehr Infos in Kürze." - Naja, in der Kürze liegt die Würze.17 years ago |
 | Würde ich hier so engagiert schreiben, wenn ich keine Chance für die Zukunft sähe?
Sicher, die Zeiten haben sich geändert, die Welt dreht sich, und die Teenies stehen nicht mehr auf die gleichen Partys wie wir. Aber es gibt sie noch immer, die guten Labyleute und es existiert auch eine Nachfrage nach geilen Labypartys. Nur wenn man die Gelegenheit nicht ergreift, kann auch nichts draus werden.17 years ago |
 | Hallo Luca und Peter
Ich war schon zu Zeiten der Baslerstrasse dabei als der Gogo noch für Stimmung sorgte und der böse Türsteher "T" für eine feinsäuberliche Auslese sorgte.
Der Club war der Hammer, er war einzigartig!
Als wir uns kennenlernten Luca, waren wir zwar alles andere als Freunde. Kein Wunder, da stand der junge Typ in seinem weissen Trägershirt in der obersten Etage vor dem Männerklo und wollte einfach nicht auf dich hören und schwul war er ja auch nicht der Bengel.. Hehe
Als der Club dann umzog in die Pfingstweidstrasse, zuerst im Provisorium wenn ich mich recht erinnere, ging leider schon ein wenig vom legendären Laby verlohren..
Es war immer noch einer der Besten Clubs, doch die Zeit, und auch der Ruf machten sich im Nachtleben bemerkbar..
Immer mehr kannten das Laby und wollten es auch erleben was sich halt auf die eingefleischten nicht unbedingt positiv auswirkte..
Jetzt sind wir in einer Zeit angelangt wo das Laby so wie es gewesen ist, einfach nicht mehr sein kann und es auch nie wieder sein wird.
Ich wünsch euch trotzdem alles Gute und viel Glück und hoffe, dass ihr das Laby, so wie ihr es euch vorstellt und es sein kann, wieder auf die Beine stellt.
Gruss
Labyrator17 years ago |
 | Das Lokal an der Pfingstweidstrasse 70 war lange einer der berühmtesten und besten Clubs der Zürcher Partyszene. Damals, als der Club noch Laby hiess und sich jeden Samstag lange Schlangen vor dem Eingang bildeten, war das Laby weltweit eine Legende. Luca Bernardini und Peter Breitenmoser haben in einer Zeit, in der es in Zürich nur illegale Partys gab, mit viel Einsatz einen Fixpunkt am Partyhimmel geschaffen, für Akzeptanz der Schwulen gekämpft und sich damals auch mit Recht eine goldene Nase verdient.
Allerdings haben die beiden Labygründer auch einiges selbst vergeigt. Die Idee, 2006 aus dem düster erotischen Underground-Gayclub einen überrissen grossen, mondänen Ibiza-Tanztempel ganz in weiss zu machen, ging ziemlich in die Hose. Den strengen Türsteher zu feuern und dafür Tussies und Machos reinzulassen, nur um Saal und Kasse zu füllen, war definitiv ein grosser Fehler. Und dass man die Wünsche der damaligen Clubmember ein halbes Jahr lang ignorierte und sogar das Sätzchen "for gays & friends" von den Flyern strich, um lieber homophobe Heteros zu umwerben, nehmen dem Laby viele Gays noch heute übel. Damals, als grösster und erfolgreichster Gayclub in Zürich sprang das Laby auch ganz und gar nicht zimperlich mit anderen Veranstaltern um und versuchte oft knallhart, die Konkurrenz auf die hinteren Plätze zu drängen.
2006 zog das Laby in sein neues Clublokal an der Hohlstrasse um und verkaufte den alten Club an zwei Pakistani, die dort unter dem Namen "Lotus" Heteropartys veranstalten wollten. Diese blieben jedoch erfolglos, bis eben das Laby den neuen Club eröffnete und mit sterilem Ambiente die Gays vergraulte. Johann Sollberger packte seine Chance und veranstaltete als Geschäftsführer im Lotusclub wieder erotische Partys für Gays im alten Labystil. Doch dann verkrachte sich Johann mit den Lotus-Besitzern und gründete schliesslich sein eigenes Lokal, den Stairsclub. Inzwischen war das Laby pleite, bis unter neuer Führung das neue Labyrinth als Mieter im alten Lokal wieder auferstand.
Doch ein Herz und eine Seele wurden auch Laby und Lotus nie. Über der Bar hing das Signet vom Lotus und über dem DJ-Pult das vom Laby. Das Labyteam kassierte die Eintritte und stellte die DJs. Dem Lotusteam gehörten die Bareinnahmen. Vertrauen konnte man einander nicht. Während man dem Labyteam oft vorwarf, keine teuren DJs mehr zu buchen, warf das Laby dem Lotus vor, die Wünsche der Gays nicht zu verstehen, das Lokal verkommen zu lassen und es nur aufs schnelle Geld abgesehen zu haben - ähnliche Vorwürfe, wie damals gegen das Laby-Hohlstrasse erhoben wurden.
Sicher ist die Situation nicht ganz so einfach, wie sie von Laby und Lotus dargestellt wird. Man kündet keinem Mieter per SMS. Auch unter Veranstaltern gibt es Verträge, Zahlungs- und Kündigungsfristen, die wir jedoch nicht kennen. Auf jeden Fall ist es fies, einem langjährigen Mieter ausgerechnet zur Street Parade das Lokal wegzunehmen und als direkter Konkurrent aufzutreten. Denn auch wenn das Laby in letzter Zeit oftmals nur halbvoll war, hat der Lotusclub dem Laby und seinen schwulen Gästen doch einen jahrelangen Umsatz zu verdanken, den man selbst nie erreichen konnte.
Nun aber steht der berühmteste Partyveranstalter Zürichs auf der Strasse. Und vom Shaft-Team wissen wir ja bereits, wie schwierig es ist, in Zürich ein neues Lokal für Gaypartys zu finden. Am Street-Parade-Weekend habt Ihr vorläufig zum letzten Mal die Chance, eine Labyparty zu erleben: Im Volkshaus und danach im Escher-Wyss-Club.17 years ago |
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Alles rund um die Gayszene in Zürich, Schweiz
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