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25.07.2011

PinkCross

Checkpoints für Basel, Bern und Lausanne

Nach Genf und Zürich sollen auch die andern grossen Schweizer Städte Basel, Bern und Lausanne einen Checkpoint erhalten. Diese Checkpoints sind spezialisiert auf die Anliegen für Männer, die Sex mit Männern haben. Die Zentren sollen nicht nur Schwule, sondern alle Männer ansprechen, die irgendwann Sex mit andern Männern haben. Und gerade die zweite Gruppe könnte grösser sein, als oft vermutet wird. Trotzdem gibt es Widerstand gegen die Checkpoints.

Wenn Frau ein frauenspezifisches medizinisches Anliegen hat, geht sie zum Frauenarzt oder zur Frauenärztin. Und Mann? Klar gibt es auch hier Spzialisten, die Andrologen, allenfalls die Urologen. Aber ehrlich, welcher Mann war schon mal beim Andrologen? Wenn Wikipedia recht hat, gibt es In Deutschland rund 20 000 Gynäkologen, aber gerade mal 400 Andrologen. In der Schweiz dürften die Verhältnisse nicht anders sein. Welcher schwule Mann geht zum Andrologen, wenn er irgendwelche Fragen oder Probleme hat, die mit seiner Homosexualität zusammen hängen? Homosexualität hat nicht nur mit dem Funktionieren der Geschlechtsorgane zu tun, sondern umfasst den ganzen Menschen. Doch wo wendet sich der schwule Mann hin, wenn er Fragen zu seiner sexuellen Orientierung hat? Oder noch schwieriger, wie steht es um jene Männer, die mal Sex mit einem Mann haben, dann wieder mit Frauen, oder die mal verheiratet waren (oder es noch sind) aber merken, dass sie eigentlich doch eher auf Männer stehen?

Männer, die Sex mit Männern haben, gelten nach wie vor als Risikogruppe, wenn es um die Ansteckung mit Aids geht. Das mag der Hintergrund sein, weshalb das Bundesamt für Gesundheitswesen (BAG), die Einrichtung spezialisierter Checkpoints für Männer, die Sex mit Männern haben, unterstützt. Schwule finden dort Ansprechpersonen vor, die sich mit ihren Problemen auskennen. Untersuchungen haben nämlich gezeigt, dass es Schwulen insgesamt gesundheitlich oft weniger gut geht, als dem Durchschnitt der Gesamtbevölkerung. Ein spezialisiertes Gesundheitsangebot ist deshalb aus der Sicht von Pink Cross absolut notwendig. Nur wer die Probleme von Schwulen, oder generell von Männern, die Sex mit Männern haben kennt, kann ihnen auch die notwendige medizinische und psychische Betreuung anbieten, die ihrer Situation angemessen ist. Solche Zentren ermöglichen letztlich eine Win-win Situation: Schwule haben eine vertrauenswürdige Anlaufstelle und die Gesamtbevölkerung weiss, dass eine Aids-Risikogruppe von kompetenten Fachleuten betreut wird. Deshalb ist es verwunderlich, dass es gegen solche Zentren bereits vereinzelt Widerstand gegeben hat, für Pink Cross letztlich nicht verständlich.

 

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