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02.08.2012

BjoernSunshine

Cap d'Agde: Sex on the Beach

Die 3 Tage Badeferien nach der La Demence Cruise 2012 waren als Erholung vom wilden Partyleben geplant. Doch nachdem auf der schwulen Kreuzfahrt der prüde Islam meine schwule Freiheit gebodigt hatte, brauchte ich noch viel dringender die nackte Erholung am "frivolen" Schweinchenstrand.

Village naturiste
Das Village naturiste ist ein Stadtteil von Cap d'Agde oder schon fast eine kleine Stadt mit 20'000 Menschen, in der man überall, vom Parkplatz über Supermarkt bis zum Strand nach Lust und Laune nackt sein darf. Da kommt mir auf die Haut garantiert nichts mehr als Schätzli und Sonnencrème! Alles andere bleibt gleich im Auto.

Während auf der Gay Cruise sogar schon Gays beim Anblick nackter Pimmel Panik kriegen, shoppen im Supermarkt Frauen und Kinder neben Typen im Cockring und alle finden es total normal - ist es ja eigentlich auch.

Libertins am Schweinchenstrand
Der grösste Teil des Strandes ist Family-Beach mit Sandburgen, nur dass halt im Village Naturiste niemand Badekleider trägt. Wenn man dem Strand nach Norden folgt, werden Kinder und Sandburgen immer seltener. Dann kommt eine Bar und plötzlich wieder viele Handtücher auf einem Haufen. Die "baie de cochons" (oder auf Deutsch: Schweinchenstrand) ist der berühmt berüchtigte Strandabschnitt der Libertins. So nennen sich die Nudisten, die unter Naturismus nicht nur vegetarische Lebensweise sondern durchaus auch fleischliche Gelüste verstehen. Kurz gesagt: Sex on the Beach!

Der Schweinchenstrand ist hetero. Die Gays folgen gleich dahinter. Aber so strikt getrennt ist es auch nicht. Jeder kann sich sein Plätzchen suchen, wo es ihm gefällt und gelegentlich eine Sightseeing-Tour zu den anderen Schweinchen unternehmen. Genug zu sehen gibt es überall, ein Buch mitzunehmen ist überflüssig. Hier spielt Mann nicht am iPhone sondern am iPenis, und das macht auch viel mehr Spass.

Wir kamen am frühen Nachmittag an, legten uns aufs Badetuch und betrachteten erst mal die Umgebung. Die Nackten am FKK-Strand von Cap d' Agde sind viel weniger überaltert als an unseren Nacktstränden. Zwar gibt es auch hier kaum Teenies zwischen 16 und 25 (in dem Alter ist wohl jeder verklemmt), aber ü25 sind dann wieder alle dabei, und durchaus auch einige hübsche, gutgebaute Jungs. Und solche mit eindrücklichem Gerät, die keinerlei Anstalten machen, ihre gelegentliche partielle Versteifung zu verstecken.

Biologie
Bei so einem Anblick kriegt man natürlich selbst einen Ständer. Was nun? Auf den Bauch legen? So tun als ob man nichts gesehen hätte? Nicht in Cap d'Agde! Hier heisst das Motto Lebensfreude, und wenn man eine Latte kriegt, dann tut man genau das, was man zu Hause auch damit tun würde: kräftig in die Hand nehmen und rubbeln. Als Anfänger schaut man sich vielleicht zuerst mal etwas scheu um, ob denn niemand etwas dagegen hätte, dass man sich hier auf so unorthodoxe, biologische Weise Glückshormone verschafft. Aber egal in welche Richtung man schaut, irgend einer ist immer am Wixen. Da der Schweinchenstrand für seine Freizügigkeit weltweit berühmt und berüchtigt ist, verirrt sich auch garantiert nie jemand dorthin, der Schweinefleisch oder öffentliche Sexualität als Provokation empfindet. Ein Strand voller "aufgestellter" Leute.

Früher war das anders
Da kämpften Naturisten gegen Libertinisten, und in der Hochsaison patruillierte die Polizei auf Pferden über den Strand und ahndete sexuelle Eskapaden gnadenlos mit Tränengas. Angeblich erst nach einem Machtwort des Bürgermeisters zog sich die Polizei zurück, Naturisten und Libertinisten haben den kilometerlangen feinen Sandstrand nun unter sich aufgeteilt und lassen sich gegenseitig in Frieden.

Les cochons
Ich kaufte mir beim Wägelchen am Schweinchenstrand ein leckeres Schinkensandwich und ein Bier und schaute mal, was die Damen und Herren Cochons so treiben. Die meisten Heten liegen päärchenweise auf dem Handtuch. Er liegt so da und sie spielt ungeniert mit seinem Ding. Dabei schaut er anderen Blondinen nach, während sie... tatsächlich mir zuzwinkert!

Beim nächsten Gang zum Verkäuferstand machte ich es genauso wie die andern Heten. Mit Vollständer dem Strand entlang hin, und dann nur ein Eis kaufen und eine Hand zum Wixen frei halten. Die Dame mit dem Ding hatte ihre helle Freude ;-)

Völlig zwanglos
Am späteren Nachmittag bildeten sich häufiger grosse Menschentrauben. Was genau in der Mitte abging, war vom Rand her kaum zu erkennen. Egal - Hetensex ist eh langweilig. Viel anregender fand ich die Tatsache, dass da einige hundert Männer - nicht wie sonst üblich versteckt in einem muffligen Keller oder düsteren Darkroom, sondern ganz offen an einem wunderschönen Sandstrand - im Kreis stehen und sich vor wildfremden Leuten völlig zwanglos einen runterholen, ohne dass sich irgendwer darüber aufregt.

Ich bin nicht der Typ Exhibitionist, der sich im Regenmantel durch die Stadt schleicht, um Frauen und Kinder zu erschrecken. Wenn jemand negativ reagiert, hab ich keinen Spass am Sex vor Zuschauern. Aber eine kleine Show vor fremden Leuten abzuziehen, bei denen man sicher weiss, dass es alle geniessen, das ist schon super geil. Am Schweinchenstrand in Cap d'Agde sind Voyeure und Exhibitionisten unter sich, und daraus resultiert nicht nur plumpes Rudelbumsen, jede mit jedem, wie sich dies vielleicht einige vorstellen, sondern ein ziemlich feinfühliges Spiel aus Attraktion und Erotik, das sich über den ganzen Nachmittag aufbauen und gegen Abend in einem tollen Orgasmus entladen kann. Wie oft die Swinger ihre Partner tauschen, kann ich nicht nachvollziehen, aber am Strand zeigen sich die Heten meist paarweise, auch wenn man gern andere beim gemeinsamen Spiel zuschauen lässt.

Mir erscheint das Päärchen-Zeigespiel viel romantischer und befriedigender als das typische schwule Darkroomverhalten, wo jeder einfach fickt, was ihm gerade vor die Eichel kommt und dann wortlos weiter zum Nächsten schleicht. Doch auch in Cap d'Agde funktionieren viele Schwule stur nach Schema F, lassen den schönen Strand links liegen und verschwinden zum Cruising hinter den Dünen. Aber als bekennender Nackttänzer und einer, der nach 13 Jahren Beziehung noch immer den schönsten Sex mit seinem Freund zu haben glaubt, bin ich sowieso ein Alien in der Gay Community. Kurz vor Sonnenuntergang spritzten wir uns beide voll. Mitten auf dem Strand vor unzähligen, wildfremden Zuschauern. Aber nur mein Schätzli und ich. Einfach total geil!

Nachtleben:
Ach ja - die Frage nach dem Nightlife. Angeblich solls in Cap d'Agde eine schwule Bar geben. Die Clubs sind alle hetero. Das heisst für Frauen in Strapsen freier Eintritt, aber Herren zahlen 40 Euro und sind nur in gepflegter Kleidung willkommen. FKK in langen Hosen? - Gar nicht mein Stil.

02.08.2012

BjoernSunshine

La Demence Cruise 2012: Partylife und Islamismus

Die La Demence-Cruise vor einem Jahr war eine der schönsten Partywochen unseres Lebens und entsprechend hoch waren die Erwartungen an die zweite La Demence-Kreuzfahrt 2012. Vielleicht etwas zu hoch.

Das Schiff:
Die Horizon war von Pullmantur an Croisière de France verkauft und neu gestrichen worden. Dabei wechselte auch die Besatzung. Während uns 2011 die von Asiaten dominierte Crew vom ersten Tag an voller Begeisterung aufnahm, blickten vor allem die Araber in der neuen Crew nur finster drein und zeigten nicht das geringste Lächeln. Thierry, der Cruise Director sagte mir denn schon an der ersten Party, es sei dann nix mit nackt tanzen wie letztes Mal. Wegen 50% Moslems und Ramadan. :-(

Immerhin, unser Zimmermädchen war eine Spanierin und super nett. Die Kabine direkt auf dem Partydeck war für uns Party-Animals ideal, die arschkalte Klimaanlage konnte man noch immer nicht abstellen, bei offener Balkontür liess sich die Kälte aber aushalten. Wie es einige Jungs schafften, oben ohne oder nur im Harness das Dinner im Restaurant zu geniessen, während ich noch im Langarm-Sweatshirt schlotterte, bleibt mir ein Rätsel.

Das Essen war gut aber auch nicht besser als bei Pullmantur, beim Grill auf Deck 11 eher schlechter. Eine "international cheese selection" auf einem französischen Schiff sollte schon etwas mehr als 2 Käsesorten beinhalten. Das gleiche gilt für Salat und Früchte. Da hatte Royal Caribbean (Atlantis) einiges mehr zu bieten.

Die Partys:
Hier ist und bleibt La Demence einsame Spitze. Da kann das Schiff durch den grössten Sturm kreuzen und das halbe Wasser aus dem Pool schwappen - die DJs bringen den Dancefloor immer zum kochen! Zum T-Dance meist noch etwas mehr Vocal House, an der Hauptparty die pure Extase, dass man sich die Seele aus dem Leib tanzen könnte, und an der Afterparty Progressive und Tribal, dass man fast nicht mehr aufhören kann.

Die Mottos von Army, Underwear über Where-are-you-from, Disco, Dress-like-a-woman bis Fetisch und White gaben der Cruise die kreative Würze, und die Gäste machten super mit. Die Pools auf dem Partydeck blieben nun bis Partyende geöffnet. Musikanlage und Lightshow waren erstklassig. Damit die schwanzfixierten Schwulen nicht schon nach 10 Minuten Party mit einem Typ in der Kabine verschwinden, hatte man in der Disco und auf Deck 12 extra einen Darkroom und FKK-Bereich eingerichtet. Doch leider wurden Nacktheit und Sex dorthin verbannt, wo man nichts mehr vom Partyleben spürt. Ficken ohne Lightshow und Musik kann ich auch zu Hause.

Nachdem am dritten Abend bereits eine Pornstar-Liveshow in der Disco gelaufen war, und an der Fetischparty ein 8 Meter langer Riesendildo auf dem Videoscreen rotierte, dachte ich, meine 20cm würden nun auch keinen Moslem mehr zur Fatwa treiben. Also stand ich zu meinem Fetisch und schwanzte fröhlich nackt durch die Party: Es gibt für mich nichts Schöneres als dieses wunderbare Gefühl der Freiheit, und wenn High-Heels, Gasmasken und S/M "normal" sind, dann ist nackte Haut doch wohl das Normalste der Welt!

Islamismus:
Doch auch wenn über 1000 Gays begeistert sind und mir sogar die Besatzung das erste Lächeln zeigt, gibt es immer noch ein Arschloch, das allen anderen den Spass verdirbt. Der Spielverderber trug Harness und eine Schweinemaske und kam auf mich und meinen Freund losgestürmt wie eine Furie. Voller Aggressivität schrie er uns (auf Französisch) an, man könne hier nicht nackt sein, das sei ein Schiff und keine Sauna, und es gäbe Frauen an Bord,... (tatsächlich waren eine Handvoll Frauen auf der "100% Gay-Cruise" dabei, die aber total cool waren und wirklich keinerlei Probleme mit schwulen Schwänzen hatten).

Zuerst versuchten wir gemeinsam Schweinenase zu beruhigen: "Hey, easy, this is a gay fetish party on a gay cruise and everybody here has seen a dick before". Aber Schweinenase liess nicht locker. Er beschwerte sich bei den Offizieren, doch die fanden die Party cool und gingen auf seine Beschwerde nicht ein. Einen Schwulen, der auf einer Gayparty über nackte Schwänze wettert, kann man auch nicht ernst nehmen. Doch als Schweinenase sich am nächsten Tag direkt beim Cruise Director beklagte, hatte er Erfolg. Nacktsein war also wieder strikt verboten. Die Prüderie siegte über Freiheit und Toleranz. Und offenbar legt La Demence an künftigen Kreuzfahrten grösseren Wert auf Araber mit Schweinemasken, die herumstänkern und andere Gays aggressiv anschreien, als auf freundliche und tolerante Schweizer, die gute Stimmung machen und dafür vielleicht einmal den Dresscode zur allgemeinen Erheiterung etwas freizügiger auslegen.

Akzeptanz oder Doppelmoral?
Wer keinen Nacktfetisch hat, dem mag das vielleicht egal sein. Für mich ist es ein Statement pro oder contra Freiheit und Toleranz. Hinter einem schwarzen Tuch herumficken soll gut sein, aber nackt, wie Gott uns geschaffen hat, zu tanzen, soll böse sein? Wir sind die gleichen Menschen vor oder hinter dem Vorhang! Entweder man akzeptiert uns wie wir sind, oder man akzeptiert uns eben nicht. Ich bin schwul und nackt geboren worden, und ich stehe dazu. Bei Intoleranz und Doppelmoral mach ich nicht mit!

In meinen Ferien will ich frei sein dürfen. Und mein Anblick ist schliesslich noch lange keine Zumutung. Ich bin es einfach leid, mich dauernd dafür rechtfertigen zu müssen, wie ich geboren wurde. Wenn dank fortschreitender Islamisierung schwule Freiheit auch auf reinen Gay Kreuzfahrten nicht mehr möglich ist, dann mache ich lieber Ferien in Südfrankreich...

Bilder der zweiten La Demence Cruise

In Cap d'Agde sonnen und ficken täglich 20'000 Heteros nackt und unbeschwert (2 Tage in sexueller Freiheit)

 

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